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Hers selber Anzeiger.

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^r> sr. dersfeld, WU April. 18«O.

DerHersfe-ldör Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs ynd Sonnabends Preis dessel­ben bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal Sgr. bei' den Postanstalten kommt der übliche Post­aufschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die 'Zeile oder ^reu Raum mit 8 Heller, bei Wiedcrholu»gen-init 6 Heller berechnet/ H * * i »r,P

Dep Spion Napoleon s. "^

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Wir haben den unglückseligen Kempf und Clara in dein Momente verlassen, wo es jenem gelungen war, Rache au seinem schändlichen Verbrechergenossen zu neh­men. Aber. es mar- ihm -nicht sowohl hierum zu thun, als sich überhaupt von einem Feinde zu befreien und dadurch seine Rettung-zu ermöglichen. Als Kempf, da er das Aechzen Burts vernahm^ freudig aufschrie, fragte daslentsetzte Mädchen, was geschehen.- Zaudernd vernahm sie Krnipfs Heldenstreich. Doch es wär nicht Zeit, sich den Gefühlen dieser Handlung zu überlassen. Nachdem sie sich von der Angst der ihrer Tugend drohenden @e* fahr-befreit sah, vergaß sie die ihrem Leben drohende Gefahr und die Sorge ton ihrewBruder bemächtigte sich wieder gänzlich ihres innigen, schwesterlichen Herzens. Alsobald ^zog sie den nach Hülfe rufenden Kempf, der wohl entsag daß er durch die Fensteröffnung hindurch Nicht den Weg zur. Freiheit finden könne, hinunter^ daß er gezwungen war, zu ihr hinabzuspriisZen, uüd nachdem sprah sie - lE Cn' ernsten Schweigens vergangen wdr,

Kempf ich kann, Sie nicht schön, denn es ist hier finster wie un Grabp uüd vielleicht sind wir in unserm Grabe. Wir wollen jedoch, auf Gott vertrauen er ward uns -Erlösung schicken'. Doch' machen Sie mir aber die Zeit, die wir hier verweilen müssen, nicht zur Hollengual durch eine Ungewißheit, die mich mehr pei- M^w dieser entsetzliche Mifenhalt, Seien Sie dnf= rt^hn. Wo rst mein' unglücklicher Prüder und was ist mit ihm geschehen? . ' ."

Diese Frage überraschte den unvorbereiteten Kempf Ä-?'b unangenehmste Weise: Nicht eigentlich einer !tf'S* Andern mehr dem Instinkte der eige- J? . W Burt^ drohenden Gefahr folgend, war ^erLÖ^ "^f einem Feinde des Mädchens ihr - - undeter geworden. Noch hatte er nicht Feit aebabt

iu^en. Diese feierliche Frage der Junafrau cibcr Ltz'kte 'hn plötzlich in sich selbst und wendete ilm ein S ^T^y Befreiung gerichteten Befüebün- bösen/S ^dachte er, daß seine jetzige Roth seinen

Handlungen entsprungen und daß er ohne diese

wie ehenials hätte fortfahren können, ruhig und gemäch­lich zu leben. Es war ihm, als konnte er es jetzt selbst nicht mehr begreifen, wie er.zu solchen Verbrechen seine Hand bieten konnte. Er bereute sie m der That. Aber es war nicht die ächte Reue die Reinigung der Seele, das Zurücktrachten zur Moral, das Sehnen nach der Unschuld ^ es war die Reue über einen erlittenen Schaden, über die Leichtgläubigkeit, die Thorheit und die Einfalt, die Reue über die Resultate, nicht über die Motive.

Er war daher keineswegs geneigt, die 'Währhelt zu sagen, vielmehr war er eben , dabei, ein Märchen zu erfindsn/uals er plötzlich Stimmen vernahm und ein lichter Schein bis in den Kerker dpang^

Die 'ungtückliche Clara hatte keine Ahnung'davon, daß ihr Bruder jetzt in .ihrer Nähe war, und daß er. sich anschickte,-unwissentlich in der Hand des furchtbaren Burt als dessen:Rachewerkzeug, zu dienen.

Schon hätte er die Strohbündel zusamruengeträgen und war damit beschäftigt, sie in den Kerker zu werfen, als plötzlich Jerome erschien, und -den Jakobiner von seinem wahnsinnigen Beginnen abhielt.

Mit vieler Anstrengung nämlich war es ihm ge­lungen, ein Eisen aus dem -Fenster heräuszubrechen, und gerade im Augenblick der höchsten Gefahr zu er» seinen. ~ *

Jedoch gelang es ihm nur mit der größten Mühe, den Jakobiner zur Ruhe und Besonnenheit zilrückMfüh- ren. Glücklicher Weise schrie Clara unaufhörlich nach Hülse und der Jakobiner erkannte ihre Stttnme.

Nun wurde sofort, die Thür der Scheune eingeschla­gen und Clara saht in die Arme ihres Bruders-

Kempf jedoch benutzte.diese Scene und machte sich aus dem Staube, währönid Jeromc den Jakobiner drängte mit seiner Schwester das unglückselige Haus zu verlassen.

. Aber Jeron.e blieb zurück. Er hatte noch sehr viel in diesem Hause zu thun: Er, rief Leute hc'rbei,'welche Burt, der schäumend vor Wutb^mid. S'chme'rz noch im- mer am Boden-lag, in seine Stube, aufs Bett trugen, dann befahl er für ihn Sorge zu tragen, indem erZich bereit erklärte, für die Deckung. sämmtlichet KostenlSorge zu tragen. Endlich nahm. xr- alle Papitte, tertn er habhaft werden konnte, und die Hm öön Wichtigkeit