Hersfelder Auzciger.
srp. 23. Hersfeld, den 20. März. 1860*
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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:
den Forst - Jnspector Forstmeister Edmnnd von Gehren zu Marburg zum Ober Forstmeister und Mitgliede des Ober Forst^Collegiums zu ernennen.
Der Spion Napoleons.
(Fortsetzung.)
Ich lache nur über die Einfalt des Nachbars, denn denkt, ich zeigte ihm ein Portrait und er ließ sich ein« reden, das; es mit dem Original, das Ihr sucht völlig übereinstimmt.
Wie konnte er sich das einreden lassen, da er letzteres selbst kennt, das ist just das Lustige dabei.
So zeigt mir das Portrait; sagte Jerome.
Hätte dieser jetzt einen Blick in Bun's Seele thun können, er würde den höllischen Triumpf erkannt haben, den er jetzt feierte. War es dem Schändlichen durch seine kecke Gewandheit nicht gelungen, den jungen Mann trotz seinem anfänglichen Widerstreben, dahin zu führen, wo er ihn haben wollte? der Teufel selbst hätte es nicht besser machen können.
Zeigt mir das Porträt, wiederholte der junge Franzose.
Burt zögerte.
Das geht nicht, versetzte dieser, denn das Portrait ist nicht mein, ich hatte es nur heimlich fortgenommen.
Und wem gehört es?
Burt versetzte ganz unbefangen: Mörtel.
Dieser Mann obwohl ihn Jerome nicht ganz unerwartet vernommen, traf ihn wie der Blitz und er sagte mit einiger Hast:
Liebt Ihr Geld?
Burt's Augen funkelten wie die eines Tigers.
Hier sagte der junge Mann, indem er ihm seine volle Börse reichte, zeigt mir das Portrait.
Burt griff mit einer Gier nach dem gebotenen Gelde, die erkennen ließ, welche Gewalt die Leiden
schaft des Geldes über ihn hatte, dann zog er den Schlüssel hervor und schloß Mörtels Zimmer aus.
Vielleicht würde Burt weniger geeilt haben, hätte er nicht Graus genug gehabt, um zwischen Jeromes Ohren und dem verdächtigen Geräusch, das sich zwar jetzt in dumpfen aber immer lauter werdenden Tönen hörbar machte, eine feste Thür zu wünschen. Als er mit dem jungen Manne, den mit in sein mörderisches Gewebe zu verstricken, ihm fast zu gelingen schien, sich in Mörtels Zimmer befand, holte er den Schlüssel zu dem verhängnißvollen Wandschrank aus der Tiefe seines Stiefels hervor, er schloß auf und überreichte dem er- wartungsvoll dastehenden Jünglinge das erwünschte Portrait.
In dieseni Momente wnvde das Geräusch so bedeutend, daß, wäre er nicht in Anschauung des Liebeswesens gewesen, sicher wieder Argwohn geschöpft haben würde. Burt schlug den Wandschrank zu, doch so so sehr beeilte er sich, hinaus zu gehen, daß er den Schlüssel abzuziehen vergaß.
Wir wollen jetzt den jungen Mann in dem Zimmer Mörtels auf eine Weile verlassen, um uns nach der Veranlassung des verdächtigen Geräusches und dem Schicksale Claras umzusehen.
Nachdem sich die Thür hinter der Unglücklichen geschlossen, wurde sie über den Hof in ein kleines Hintergebäude geführt, welches sie und ihr verräterischer Freund allein betraten.
Es war ein kleines Häuschen, eine Art Scheune, die oben, fast am Balken eine fensterähnliche Oeffnung hatte, welche ohne Leiter nicht gut zu erreichen war. Die Thür dieser Scheune war fest und massiv, die Wände dick genug, um selbst gut bewaffneten Händen dauernden Widerstand zu leisten und ein ziemlich lautes Geräusch tm Innern dieser kleinen Citadelle würde sich schwerlich draußen bemerkbar gemacht haben. Im Ueb- rigen hatte das Häuschen, außer einem kleinen Kanapee weiter kein Mobiliar.
Eine nur düster brennende Lampe hing an der einen Wand und vermehrte den unheimlichen Eindruck dieses Aufenthaltes.
Nachdem Kempf und Clara glücklich in den Käfig