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Rp> 18. Hersfeld/ den 3.'März. 1^60*
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Dek Spion Napoleon s
(Fortsetzung.)
Guten Abend, Nachbar, rief Bnrt mit grinsender Freundlichkeit. Habt Ihr Furcht vor Gespenstern, daß ihr die Thüre so fest verschlossen haltet und Eure re- spectable Nase der kalten Luft aussetzt?
Bei diese» Worten hielt Burt dem also schmeichelhaft Angeredeten eine mächtige Tabacksdose entgegen.
Ich danke, enteignete der gemüthliche Wärter der todten, -indem er eine Prise nahm. Wollt ihr ein Bischen hercinkcmmen Nachbar?
Just diese Ebre möcht ich mir ausbitten, Gevatter, versetzte Wurt. Ich, denke, daß es Euch viel Vergnüaen machen wird, mir Mal wieder eine von Euren Geschichten zu erzählen, die vom -Zopf oder von der Tabacksdose mit dem schönen Frauenbildc darauf. He, wollt Ihr'?
/'ungt Ihr mich jiist auf Mein Thema, da &?■ Euch was erzählen ; daß ist eine närrische Ge-
Was?! eine Geschichte? fragte Burt lauernd.
Wartet, ich werde Euch aufmachem
Thomas so hieß der Leichenwärter, schlug das Fenster zu und Burt legte indeß die Finger an die Na e intern er brummte: ■ 1
. Hu" wir stiid auf rechter Fährte; der Teufel ist ein guter Fuhrmann,
97un uff I schrie er, ungeduldig anchie Tbür Voebent,
Letzte^r"^ W ^ ^ienkammer treten? fragte brüJ^ Burt, Gespenster sind doch nicht
Zuweilen, versetzte Thomas sehr ernst. "Penn s in Eurem Köpfe spukt, rief Burt nnd^eö!--
M herunter, befahl Thomas.. Bnrü "' ^ler ettoa euren andern Stuhl? fragte
Gleichviel, geht nur vom Trick formier -r^a m
So? grinste Burt, was wäre das für eine Be deutung?
Daß Ihr binnen Jahr nnd Tag hier liegen werdet.
Diese Worte waren mit einer solchen unerschütterlichen Ueberzeugung gesprocheu; daß sie- in der That dem spöttischen Burt schwerer aufs Herz fielen, als er sich selbst gestehen mochte. ' - -
Verdammter Hexenmeister, fluchte er vom- Tische springend, was krachst Du da von VorbKdeutnng? Ich werde »immer auf Deinem Rabentische liegen.
Hahaha, lachte der Leichenwärter witzig, dsch nicht lieber auf dem Nabensteiu, Nachbar?
I ja, versetzte Burt ärgerlich, lieber noch da, als in Deine langnägligen Klauen zu gerathen und von Deiner Pestnase beschnüffelt zu werden. Zu allen Wettern, Du Gespenst von einer Eule, gieb mir einen Stuhl und erzähle mir die närrische Geschichte.
Welche närrische Geschichte Meint Ihr, Gevatter?
Fragt Enck selbst^ weiche Jbr gemeint habt? Sagtet Ihr nicht vorhin, daß ich Euch mit der Geschichte von der Tabacksdose mit dem schönen Frauenbild, just aus Euer Thema gebracht ?
Das.-ist richtig, nun hier ist ein Stuhl — kostet eine Prise, Nachbar.
Ich danke. And was die närrische Geschichte an- betrifft, 'so ist sie wahrhaftig närrisch.
i Nun was-haltet Ihr ein? 1
Hat es eben nicht gepocht?
Hab' nichts vernommen.
Nichts? Nun, er wird doch bald kommen, ich muß ein wenig auf-die Thür achten.
. Ihr erwartet einen Besuch?
Hm _ beit g^ade. Das ist eben die närrische Geschieht, aber jetzt hat es wahrhaftig gepocht.
Schafft Euch bessere Ohren an versetzte Burt, es hat sich nicht das Geringste geregt.
Meint Ihr, ich muß mein Kepsel ein wenig aus dem Gesicht? schieben. Ich habe Euch also einmal von einem gewissen Menschen erzählt, der ein Franzose gewesen.
Alte Geschichte, sagte Bnrt sehr gleichgültig, während er in der größten Spannung war.;
Dann habe ich Euch auch erzählt, von einem gewissen Franzosen, der Eugen geheißen.