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Hersfelder Anzeige

Nr. 104» HerSfeld, den 31. December. 1859*

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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

dem voni Erblandpostmeister, dem Herrn Fürsten von Thurn und Taxis, zum Postmeister in Gcln- Hausen vorgeschlagenen Postverwalter August Peter Hahn zu Neustadt die auerhöchstlandesherrliche Be, stätigung zu ertheilen.

Der Spion Napoleons.

(Schluß der ersten Abtheilung)

Wer ist der Mörder?

Als der Prinz die Assemblöe verlassen hatte, hoffte er eine glücklichere Stunde an der Leite derjenigen, welche er wahrhafl zu lieben wähnte, zu verleben. Aber er fand, wie wir bereits erwähnt, das Haus geschloffen, und statt des lebenswarmen Hauches der schönen Agnes, rollte ihn: ihr kalter, blutender Leichnam zu seinen Wen.

'J^Prinz Louis, welcher seinen Degen gezückt hatte IießX^sen entsetzt aus der Haud fallen.

ihn Dupres.

Er hakteAgues mit seinem Freunde vergeblich vor dem Opernhaus« erwartet, und hatte die Nacht umher- schwarmend auf der Straße verlebt, er- war in der Nähe der blutigen That, als ihü der Schrei der Ermordeten

in deren unmittelbare Nähe führte, er sah den Prinz noch starr vor Entsetzen dastehen, er sah seinen Degen neben dem Leichnam liegen wer war der Mörder, wer konnte es anders sein, als der Prinz?

Es galt, die blutige That der Eifersucht mit ewiger Nacht zu bedecken. Er rüttelte den Prinzen aus. seinem Entsetzen auf, er geleitete ihn nach seiner Wohnung, und kehrte dann zu dem Leichnam zurück. Der Prinz ivar völlig besinnungslos, so sehr hatte ihn dies entsetzliche Ereigniß erschüttert. Dupres ließ den Leichnam zu der Mutter bringen; am andern Tage durchdrang das Ge, rücht von der schaurigen That die Stadt. Wer war der Mörder des schönen Mädchens?

Dupres glaubte es zu wissen der Prinz. Aber er schwieg.

Da trat plötzlich in den Verlobten des jungen Mäd­chens ein Ankläger auf. Er bezüchtigte Dupres der Mordthat. Er theilte mit, daß Dupres das Mädchen entführt habe, als sie die Oper verlassen hatte. Kein Anderer konnte der Mörder sein! Er war ja auch zur Zeit der That an Ort und Stelle es war kein Zweifel, Dupres liebte das Mädchen und hatte es aus Eifersucht getödtet.

Es war seltsam, daß auch der Prinz Dupres für den Mörder hielt. Der verhüllte Mann, dem er ge­folgt war, hatte ganz die Gestalt des jungen Menschen, dessen Haltung, dessen Größe. Er hatte die Mordthat begangen, er war entflohen, und später, um jeden Ver­dacht von sich abzuwenden, zurückgekehrt. Das Motiv