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Np. LO3. HerS feld, den 24. December. 1859*
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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:
dem Amts- Assessor Dr. ‘So $ zu Marburg die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme nud zum Tragen des von Sr. Hoheit dem Herzog von Sachsen- Meiningen ihm verliehenen Verdienstkreuzes des Herzoglich L-achsen-Ernestinischen Hans-Ordens zu ertheilen.
Der Spion Napoleons.
(Fortsetzung.)
Er sah sich nach einem Manne um, der ihm bei diesem Plane beispringen konnte;'es schien ihm nur ein. Mann tauglich hierzu — der junge Dupres. Der Prinz kannte ihn jedoch nur tont Hörensagen. Der junge Mann hatte viele tolle Streiche begangen, und ganz Berlin kannte ihn. Gleichwohl vermochte man ihn nichts Unehrenhaftes nackzusagen, aber sein hartnäckiger, oppo- sitioneller Geist hatte ihn bei seinen Vorgesetzten und bei der Regierung mißliebig gemacht. Der junge Dupres 'rvollte schon als siebenzehnjähriger Jrurgling die Reformen Unsichren, welche fast ein Menschenalter später, und nachdem der preußische Staat fast bis zur Ohnmacht geschlagen, zerrissen und gedemüthigt war, durch Männer wie Stein und Hardenberg durchgeführt wurden.
Er wurde seines Amtes im Ministerium entlassen
und fortan that er nichts als tolle Streiche verüben' um seinen Mißmuth zu unterdrücken, und finstere Pro* phezeihungen ausstoßen, welche ihm in den Augen von Leuten, die sich scharfsinnig nannten, den Namen eines Narren erwarben. Mit seinem Vater lebte er beständig in Unfrieden, eben so mit seinen andern Verwandten. Nur die eine, kleine Amalie blieb dem tollen Cousin gewogen und gab ihm Recht, wenn alle Welt ihn ver- dahunte.
Das war der junge Marin, an welchen, der PrinL dachte, um ihn als Werkzeug zu gebrauchen.
Eines Tages ließ er ihn kommen.
Sie sind Dupres? —
Dupres, Königliche Hoheit.
Sie haben kein Amt? — Sie sind gegenwärtig ohne Beschäftigung? —
Ich habe kein Amt, aber ich bin nicht ohne Beschäf- tigung.
Worin besteht diese?
Ich studire die Gesetze und stelle diejenigen zusammen, die nichts mehr taugen.
Finden Sie deren viele? fragte der Prinz lächelnd.
Die meisten, Königliche Hoheit, gehören zu der letzten Kategorie.
Sie wären also wohl gern unser Gesetzgeber?
Königliche Hoheit, es wird ein mächtigerer kommen als ich, dem ich's gern überlasse —
So! Wer könnte das z. B. sein?
Die Zeit.