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Hers seid er Anötiger.

NV. 102

Hers seid, den 21. December.

1859t

Einladung zum Abonnement.

DerHersfelder Anzeiger" erscheint auch im nächsten Jahre wie bisher als Anzeige- und UnKrhaltungsblatt wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends.

Diejenigen, welche ihr Abonnement erneuern oder neu hinzutreten wollen, belieben dieses Lei der ihnen zunächst gelegenen Poststelle baldigst zu thun. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die Nummern vom Tage der Bestellung an bis zum 1. Januar k. I. umsonst. Das Quartal kostet Lei der Expedition 7 Sgr. 6 HIr., bei den Poststellen kommt der geringe Postaufschag hinzu. Alle Poststellen nehmen Bestellungen an. -

Anzeigen aller Art, (welche durch dieses Blatt eine weite Verbreitung finden, indem dasselbe nicht nur in sämmtlichen Gemeinden der Kreise Hersftld, Hünseld und Ziegenhain gehalten wird, sondern auch unter Privaten im ganzen Kurstaat einen weiten Leserkreis gewon­nen hat), werden ausgenommen und die Garmond-Zeile oder deren Raum mit 8 Hellern, bei Wiederholung aber mit 6 Hlr. berechnet. Bei öfterer Benutzung unseres Blattes zu Jn- sertionen gewähren wir noch außerdem einen angemessenen Rabatt. Die Redaction.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

zu Premier-Lieutenants zu ernennen die Seconv Lieutenants:

Schröder vom 2. Infanterie-Regiment in dem­selben,

Schul theis vom 3. Infanterie-Regiment in ' demselben,

Runkel vom 2.Infanterie-Regiment im Schützen- Bataillon,

Baumann vom Jäger Bataillon in demselben, Nor mann vom Artillerie-Regiment intemselben, ferner

, den Assistenz - Arzt Oeste vom-er-Bataillon zum Trabs- und Bataillons-Arzt im 3. Jnrauterie- Regimenr, und

den Assistenz-Arzt Decht vom 2.Infanterie-Regi­ment zum Stabs- und Lataillons-Arzt in demselben zu ernennen.

Der Spion Napoleons.

Bon Dr. Bernhard Heßlein.

X (Fortsetzung.)

dieser Zeit wurde der Fürst von Hatzfeld mitten au- 'emer Familie herausgerisien und in's Ge- langmp gebracht. Mqn wußte nicht, wesbaib. Seine

Gattin, die Fürstin, fuhr entsetzt auf s Schloß, wo sie von Düroc vernahm, daß Napoleon nicht anwesend sei.

Indessen war das Kriegsgericht schon versammelt, und der Fürst von Hatzfeld befand sich in der größten Lebensgefahr.

Die Fürstin wandte sich wehklagend an Düroc, welcher sie schon von früher kannte; dieser versprach sein Mögliches bei dem Kaiser zu thun, wenn dieser zur rechten Zeit wieder zurückkehren würde. Die Für? stin wartete eine entsetzlich lange Stunde. Endlich kam Napoleon zurück.

Düroc meldete ihm die Fürstin, und Napoleon be­fahl, sie in fein Eabmet zu führen.

Mit seinem durchbohrenden Blick sah er die Für­stin c nige Secunden lang an, dann sagte er, 'intern er ibr den Brief des Fürsten zeigte, mit barscher Stimme: .

Kennen Sie diese Handschrift?

Die Fürstin warf einen Blick auf den Brief, und mit schluchzender Stimme versetzte sie:

Ja, es ist die Handschrift meines Mannes.

Nun, wohlan, sagte Napoleon, so werden Sie ein» sehen, daß ihm sein Rechr geschieht. Wenn er dem Könige dienen wollte, was hielt ihn ab, ihn? zu folgen? Warum blieb er hier zurück? Um den Spion zu machen? das ist es! Dieser Brief enthält einen ausführlichen Bericht über die Dinge, die hier vorgeben, über die Stellung meiner Heere; ja, der Fürst ist ein Spion, und in einer Stunde wird er er.*: "er sein.