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einen Dienst an, und behauptet dabei glücklich und zu­frieden zu sein.

„Auf die Jagd will ich Dich schon gehen lassen* sagte eine ängstliche Frau zu ihrem Garten, einem pas- stonirten Jagdfreunde; „aber das sage ich Dir gleich: die Flinte darfst Du nicht mitnehmen, denn sie konnte losgehen, und das ist mir zu gefährlich."

„In der nächsten Wurstzeit können Sie wieder eine Partie von meinen Gedärmen bekommen;" schrieb ein Fleischer an einen Collegen.

— (Aus dem Garnisonleben.) Offizier. Schämen Sie sich doch, Petersen, daß Sie schon wieder so unsau­ber vor Ihren Vorgesetzten treten, sehen Sie mal, wie proper Ihr Nebenmann Meyer ausschaut! Der weiß, was einen, wackern Soldaten ziemt. — Rekrut Petersen. Ja, Herr Lieutenant — Meyer geiht ook hüüt Namiddgg mit den Major siin Kööksch nut! (Meyer geht auch heut Nachniittag mit dem Major seiner Köchin aus.)

Das französische Pgquetboot „Constant" ward auf der Rückreise von Neuholland nach Europa von Stürmen verschlagen, es riß Hungersnoth ein und das Loos sollte entscheiden, welcher von den Passagieren — drei Weiße und zwei Neger — zuerst den Anderen zur Nahrung die­nen sollte. Die Weißen zitterten vor dem schrecklichen Schicksale, geschlachtet zu werden. Da trat ein herculi- scher Neger hervor und stieß, indem er mit lebhaften Gesticulationen seine Theilnahme ausdrückte, sich frei­willig das Messer in die Brust. Den folgenden Tag stieß das Boot an bewohntes Land.

In einem Gebirgsbache auf Madagaskar ist eine Menge fossiler Eier von ungewöhnlichster Größe — zwei Fuß acht Zoll lang und zwei Fnß zwei Zoll im Umfange haltend — aufgefunden worden. Die Einge­borenen behaupten, dies seien die Eier eines verschollenen Vogels von solcher Größe und Stärke, daß er einen Ochsen habe überwältigen und durch die Luft führen können.

Bei den Tschiniuk- und Coolitzstämmen am Colum­bia gilt es als vornehmstes Zeicken eines freien Man­nes, flachköpfig zu sein, weshalb die Kinder schon im frühesten Alter unter einer Maschine so lange gequetscht Herden, bis ihre Köpfe ein froschartiges Ansehen bekom­men haben.

— (Das treue Pferd.) Ein österreichischer Officier erzählt in einem Briefe, so uns zu Gesicht kam, Fol­gendes: Am Tage-der Schlacht bei Solferino stand ein Pferd von uns, dem der eine Fuß entzwei geschossen war, blutend da und richtete den Blick mit Wehmuth auf feine Wunde. In demselben Augenblick wurde zur At­

taque der Kavallerie geblasen. Das Pferd schloß sich hinkend an den linken Flügel der Karapiniers an und machte die Attaque ohne Retter und ohne Sattel auf drei Beinen" mit.

WEiche BsVarmtMachringen.

Kandrathsamt HerSfeld.

Durch Beschluß Kurfürstlicher Regierung zu Fulda vom 18. I. M. Nr. 5421 R. Pr. ist die Unterdrückung der im Druck und Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn in Braunschweig im lautenden Jahre erschienenen Broschüre: „Die provisorischen Gesetze in Kurhessen. Ein Beitrag zur Information des hohen Bundestags." verfügt worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.

Hersfeld, am 20. Oktober 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. Wuffarth.

Anfgefnndcn: ein baumwollenes Halstuch. — Der Eigenthümer kann sich zu dessen Rückempfang bet dem Bürgermeister Faust zu Krnspis melden.

Hersfeld, am 20. Oktober 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. Alusfarth.

Nach Mittheilung Kurfürstlichen Landrathsamts in Ziegenhain ist die unter dem Rindvieh des Ackermanns Adam Gies zu Hausen ausgebrochene Lungenseuche er­loschen, was hierdurch veröffentlicht wird.

Hersfeld, am 22. Oktober 1859.

Kurfürstl. Landrathsamt. Muffarlh.

Am 18. I. M. wurde im Forstorte Ringberg bei Landershausen eine geladene Doppelflinte anfgefundeu. — Der Eigenthümer derselben wird aufgefordert, sich dahier zu melden und seine Ansprüche an solche binnen 14 Tagen geltend zu machen, widrigenfalls anderweit darüber verfügt werden wird.

Hersfeld, am 22. Oktober 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. Auffavth.

Lan-rathsamt Hünfeld.

In der Nacht vom 16. auf den 17. d. Mts. ist zwischen Rückers und Marbach ein Regenschirm verloren worden. — Der Finder wird zur Ablieferung hiermit aufgefördert.

Hünfeld, am 18. Oetober 1859.

Kurfürst!. Landrathsamt. V. Wolfs

Auf dem Wege von Großentaft nach Treischfeld ist ein Messer gefunden worden. — Der Eigenthümer kann sich beim Ortsvorstande zu Treischfeld melden.

Hünfeld, am 19. October 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt, v Wolfs.