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— Die „Gothaer Zeitung" schreibt: Um im Fall des Bisses eineS tollen Hundes oder eines giftigen Thieres sich sogleich helfen zu können, wird von französischen Aerzten ein Gemenge von ungelöschtem Kalk in dünnen, Lleistiftähnlichen Büchsen vorgeschlagen, auch Brom in einem paffenden Löschen; 'denn diese Stoffe, nnverzüg- lich nach geschehenem Bisse auf die Wunde getupft, sol­len alle Zellgewebe zerstören.

Fulda. Am 14. Abends gegen 8 Uhr wurde um sere Stadt durch Feuerruf erschreckt, als schon die bei­den Scheunen der in unmittelbarer Nähe der Stadt ge­legenen, sogenannten Kretzmühle in Hellen Flammen standen. Der Sohn des Besitzers, ein hessischer Garde- Tambour, welcher erst Tags vorher von Kassel in Ur­laub hier eingetroffen und mit seinem Vater in Streit gerathen war, hat in Gemeinschaft mit hinein eben so ruchlosen Compagnon aus Rache das Feuer angelegt. Durch schnelle Hülse wurde das Wohnhaus. gerettet. Die Pösewichter sind noch in derselben Nacht eingegogen und sollen die Unthat bereits eingestanden haben.

Darmstadt. Man erfährt jetzt über die am 14. in dem Dorfe Kleinumstadt ausgebrochene Feuersbrunst Näheres. Glücklicher Weise hat sich die Besorgniß, daß Menschenleben verloreu gegangen seien, nicht bestätigt; es blieb bei einigen Verletzungen durch Brandwunden. Abgebrannt sind 63 Wohngebäude mit den dazu gehöri­gen Oekouomiegebäuden. Die Kirche, im fünfzehnten Jahrhundert gebaut, blieb verschont. Das Gleiche gilt vom Pfarr- und Rathhause.

Assen heim. Am 10. Abends kurz vor " Uhr, traf unter plötzlichem furchtbaren Krachen der Blitz un­sern Kirchthurm, den er anßen und innen beschädigte, und zündete in dem Balkenwerk des Kirchdachs; allein den schnellbereiten, thätigen Einwohnern unserer Stadt gelang es mit Gottes Hülfe bald das Feuer zu ersticken und so von der Kirche, ihrer Umgebung, ja der ganzen Stadt eine große Gefahr abzuwenden.

MmMche WErMtMKchIMgE.

KaKZVatHssmL HessfM.

Mit Bezugnahme auf die diesseitige Bekanntmach­ung vom 3. Juni l. J. — in Nr. 45 des Hersfelder Anzeigers — wird hiermit veröffentlicht, daß die von der Königlich Würtembergischen Regierung erlassenen Verbote derÄusfuhr von Pferden, Schießpulver, Schlacht­vieh und Hafer über die Zollvereinsgrenze wieder auf­gehoben worden sind.

Hersfeld, am 19. August 1859.

Kurfürstliches Land rath samt. Muffarkh.

Mittwoch, den 31. d. Mts.

Vormittags 10 Uhr

soll ein ausrangirtes Gendarmeriepferd vor dem hiesi­gen Landrathsamts-Gebäude öffentlich meistbietend gegen gl-eich baare Zahlung verkauft werven, wozu Kauflustige eingeladen werden.

Hersfeld, am 15- August 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. MEarth

RlwHSKLhsKML HÜNfeld.

Pferdeverkauf.

Mittwochen den 31. d. Mts. Mvrgens 9 Uhr sol­len aus dem Stiftsanger dahier zwei ausrangirte Gen­darmerie-Pferde (die seitherigen Dienstpferde der Gen­darmen Körber und Lochhaas) öffentlich meistbietend ge­gen gleichbaare Zahlung in kassenmäßiger Münze ver­kauft werden, wozu Kaufliebhaber eingeladen werden.

Hünfeld, am 14. August 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt.

Für den Landrath

Der Kreissecretar Schilling.

Conrad Rehberg von Steinbäch hat um Entlassung seines Mündels Carl Rehberg aus dem Kurhessischen Uuterthanenverbande zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika nachgesucht.

Hünfeld, am 13. August 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. v. Wolfs.

Die unter demTitel- „Juchhe nach Italien!" in Bern und Genf im Verlag von Vogt 'erschienene Schrift ist im Kurstaate verboten worden, und haben die Herrn Bürgermeister des Kreises dieselbe im Vorfindungs- salle zu consiscireu.

Hünfeld, am 13, August 1859.

Kurfürst!. Landrathsamt. v WolU.

Nachdem im Kö big reich Würtemberg das Verbot der Ausfuhr von Pferden, Schießpulver, Schlachtvieh und Hafer über^die Zollvereinsgrenze aufgehoben wor­den ist, wird dieses hierdurch.besannt gemacht.

Hünfeld, am 19. August 1859.

Kurfürstliches Landrathsamt. v. Wolfs.

Die wegen Diebstahls bereits bestrafte und dem Trunke ergebene Theresia Schäfer; aus Treischfeld treibt sich in liederlicher Weise linker und ersucht man um, deren Verhaftung und Hierhersendung.

Dieselbe wird einen ginn Eintritt in einen Dienst zu Fulda vom Ortsvorstand zu Treischfeld am 27. Mai b. I. ausgestellten und dahier am 17. Juni di'J. un­ter Nr. 278 legalisirieu Hejmathschcin bei sich führen.

Hünfeld, am 18. August 1859. ‘

Kurfürstliches Landrathsamt. 9 Wolfs.

Signalement. Alter 21 Jahre, Größe 5 F. 2 Z/