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belief sich auf 167,910, also durchschnittlich in der Stunde 6996; und in der Mumie 116 Menschen. Die größte Anzahl passirte in der Stunde von 10 bis 11 Uhr Mor­gens, ' nämlich 13,433, also 224 in der Minute; nächst- dem von 6—7 Uhr Abends, nämlich 13,361, von 7—8 Uhr Abends 11,931, von 8—9 Uhr 10 526. Dann nahm die Zahl fdiueÜ ab, betrug aber Nachts von 2— 3 Uhr doch noch 200 und von 3—4 Uhr 111 Personen. Wenn man nun annimmt, daß an jedem Wochentage obige Gesammtzahl die Brücke passirt, an Sonntagen dagegen etwa nur die Hälfte dieser Zahl, so beträgt dies im Jahre 56 Millionen Menschen, also fast das Doppelte der Einwohnerzahl der drei vereinigten König­reiche. Die Zahl der Wagen belief sich während jener 24 Stunden auf 20,498, also durchschnittlich 854 in der Stunde; die Zahl der geführten gerittenen Pferde nur 54. —

— Während des furchtbaren Sturnies, welcher am 2. d. M. in und um London tobte, entlud sich über Lymington der Himmel einer wahren Sündfluth von Eisklumpen jeder Form und Größe. Sie waren, wie ein Augenzeuge berichtet, über drei Zoll im Durchmesser, einige, die man ausias, waren so dick wie Citronen, an­dere gleichen Hühnereiern. „Ich sah sie", fährt der Berichterstatter fort, „in weißen Haufen über das ganze Feld zerstreut. Sie zerschmetterten alle Fenster, die ge­gen Nordwest lagen; auf meilenweit in der Runde gab es kein unbeschädigtes Haus. In einer Wohnung allein waren 170 Scheibe^ zerbrochen. Gegen halb elf Uhr Abends war Alles wieder so still wie möglich."

Kassel. Gestern (den 20 ), Vormitags nach 9 Uhr, erschien wieder ein starkes Gewitter mit anhaltenden Blitzen und Donnerschlägen und heftigen Regengüssen. Vormittags nach 11 Uhr folgte ein zweites schwächeres Gewitter mit heftigem Platzregen. Die Regen waren für die Vegetation um so wirksamer, als der Tags vor­her stattgehabte schwächere Regen den harten dürren Boden gelockert hatte.

— Im Staate Misstssipi wurde kürzlich ein Kaufmann vom Bezirksgerichte zu 100 Dollars Srafe verurtheilt — weil er einer Negerin eine Crinoline verkauft hatte! Das schöne Kleidungsstück ist jenseits des Oceans ein Privilegium der weißen Schönheiten.

— Die Herzogin von Newcastle fragte den Bischof Wilkins spöttisch, wie sie nach der Welt im Monde, welche er entdeckt habe, gelangen könne, und wo sie, da der Weg zu lang ist, ausruhen könne. „Madame", ver­setzte der Bischof, „Sie haben zu viele Schlösser in die Luft gebaut, daß es Ihnen an Orten, um auszuruhen, nicht fehlen kann."

Die ehemaligen Menschenstämme müssen in Anbetracht

physischer Kräfte den Menschen unserer Zeit noch unend­lich überlegen gewesen sein. In Wien ergab sich neulich davon ein Beweis, als man eine Sammlung von Anti­quitäten in ein anders Local räumte. Da galt es eine vollständige Eisenrüstung wegzutragen, welche aus dem Jahr 1300 stammte und die ein damals in einer Schlacht gefallener Ritter auf dem Leibe getragen hatte. Um die Rüstung vom Platze zu heben, mußten jetzt die Kräfte von vier Menschen aufgeboden werden.

— Eine auf dem Krankenbette liegende Frau bat ih­ren Mann, er möge sich doch nach ihrem Tode keine andere Frau nehmen. — „Nein", antwortete er, „ich habe es mir auch selbst überlegt, ich will lieber einen Einspänner anschaffen.

— Nach abgelaufener Diensteszeit und mit ausgezeich­netein Abschiede in's Privatleben zurückgekehrt erbietet sich der Unterzeichnete zurErtheilung italienischer Sprach« und Conversationsstunden. Die Unterhaltung möchte sich meistens um den italienischen Freiheitskampf und die französische Hülfe drehen, und da garantire ich meinestheils für richtige Aussprache und Betonung. Gäribaldi, professore di lingua. (M. P.)

— Vor einigen Tagen patroullirte ein vacirender Handwerksbursche die Berlin-Charlottenburger Chaussee ab und sprach alle wohlgekleideten Personen um ein Viaticum an. Endlich kam er au einen alten Berliner Rentier und sagte: „Mein Herr, ich bitte um eine Gabe, ich bin außer Arbeit und zum Soldaten will man mich nicht nehmen." „Das ist sehr schade," andwortete dieser, denn Sie scheinen zum Fechten großes Talent 'zu haben."

— Ein belgischer Horticulturist, Herr Dubreuil, hat die Entwicklung aller Pflanzengattungen durch Begießung mit einer Auflösung von schwefelsaurem Eisen zu erstaun­lichem Resultat gefördert. Selbst die Früchte entwickeln sich riesenhaft, werden dieselben, sobald sie das erste Viertel ihrer Entwickelung erreicht haben, drei mal nach einander, wenn sie der Sonne nicht mehr ausgesetzt sind, mit einer Auflösung von Sulphate de fer, 1^ Gramm auf ein Liter Wasser, benetzt.

Der Wachtelfang in derMaina. Die Wach­tel langt auf ihrer Wanderung aus Europagegen Ende Septembers in so unermeßlicher Menge in Morea, be­sonders in der Mama, im Bezirke der Kakomainöten, an, wo die Wanderschaaren von ihrem Fluge über die Meeresfluten auszuruhen pflegen, daß mehre Tage hin­durch, so lange der Zug dauert, ganze Landstrecken, im buchstäblichen Sinne des Wortes, mit diesen Wander- schaareu bedeckt sind. Bei der Ankunft sind sie dermaßen ermattet, daß sie in der ersten Viertelstunde in eine fast völlige Unbeweglichkeit und Erschöpfung verfallen. In diesem Zustande werden sie dann von den Mainoten,