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& er? selber Anzeiger.

wn 32. Hersfeld, den 20 April. 18SS.

DerHerSfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis defsel» Sien bei der Expedition (Neumarkt Nr. 587) pro Quartal 7| Sgr. ; bei den Postanstalten kommt der übliche Post« «ufschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.

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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruht:

den Premierlieutenant im Leibgarde-Regiment, Prinzen Wilhelm von Hanau, Durchlaucht, zum 3. Infanterie Regiment zu versetzen,

zu Secondlieutenants zu ernennen die Portepee Fähnriche: von Stamfort vom 3. Infanterie-Re­giment in demselben, Bödicker vom Schützenbataillon in demselben, und von Bi sck o ffsha u sen vom 1. Infanterie Regiment, Kurfürst, in demwlben,

den Hauptmann Rothe vom 3. Infanterie-Regi­ment a la suite desselben zu setzen,

den Haupunaun Witzelt vom 2. Infanterie-Re­giment zum 3. Infanterie-Regiment zu versetzen,

den Premierlieutenant Frederking »om 3. In­fanterie- Regiment zum Hauptmann und Compagnie- Ehes im 2 Infanterie-Regiment

den Premierlieutenant von Colson vom Leib­garde Regiment zum Hauptmann und Compagnie-Chef in demselben und

den Secondlieutenant v. Hundelshausen vom Leibgarde-Regiment zum Premierlieutenant in dem­selben zu ernennen.

Napoleon in Deutschland.

Roman von L. Mühlbach.

(Fortsetzung.)

Meister Wenzel stieß einen Schrei aus und wankte bleich vor Entsetzen einige Schritte zurück.

Ew. Exellenz wußten,

Ja, ich wußte, unterbrach ihn Tlmgnt streng, daß Leute, welchen wenig gelegen ist an derEhre und Würde ihres Vaterlandes, Leute, die einfältig genug sind, zu gruben, es wäre besser, sich der fluchwürdigen französi- ,ch°n Republik freiwillig zu unterwerfen, statt mit Wehr t Legen sie anfzutretcn, daß diese Leute Euch bezahlt haben, dami- Ihr Euer Maul aufreißen und schreien sollt von Dingen, die Ihr nicht versteht und Glich h^r nicht kümmern, denn

diesem Augenblick vernahm man von außen her

angstvolles Schreien und Flehen, dazwischen heftige, dro­hende Stimmen und militairische Commandoworte. Die Männer schauten angstvoll sich um und mit Entsetzen gewahrten sie, daß die Treppe, auf welcher sie sich vor­her Kopf an Kopf gedrängt hatten, jetzt ganz leer war.

Aber in diesem Moment erschienen zwei Gestalten auf derselben. Diese indeß waren wenig geeignet, den Schrecken der Männer zu sänftigen, denn man erblickte an ihnen die Uniformen der gefürchteten und strengen Polizei, welche unter dem Ministerium Thugut eine so bedeutende und schrecke usreiche Rolle spielte.

Diese beiden Gestalten näherten sich der Thür der Antichambre, au welcher ihnen der Kammerdiener Ger« Main entgegentrat unv sich leise mit ihnen besprach. Alsdann "eilte Germain zu der Thür bei Salons, und die scheu zurückweichenden Empörer kaum eines verächt­lichen Blickes würdigend, trat er ein.

Nun, was gicbt's Germain? fragte Thugut.

Excellenz, der Herr Polizeidirector läßt Ew. Excek lenz vermelden, daß er alle Thüren des Hotels besetzt hat, so daß Niemand heraus kann, daß ferner die Stras­sen gesäubert und die Empörer auseinander gejagt sind. Der Herr Polizeidirector, welcher unten auf dem Vor­platz sich befindet und damit beschäftigt ist, die Namen der im Hotel befindlichen Empörer aufzuzeichnen, läßt sich die ferneren Befehle Eurer Excellenz ausbitten.

Ah, er ahnt nicht, daß sein erster Chef, der Herr Polizeiminister, sich selber hier befindet, sagte Thugut, sich lächelnd zu dem Grafen wendend, welcher, da er einmal dazu verbammt war, ein müßiger und nnthäti- ger Zuschauer dieser Scene zu sein, sich in eine Fenster- niesche zurückgezogen und von dort aus dem Gespräch zugehört hatte.

Erlauben Sie, Herr Graf, daß der Polizeidirector hier herauf komme und Ihnen selber rapportire? fragte Thugut.

Ich bitte Sie darum, Excellenz, sagte der Graf, indem er zu bem Minister trat.

Germain flog wieder in das Vorzimmer zu den harrenden Polizisten.

Und wir? fragte Meister Wenz l kUinlap'.

Ihr werdet warten! sagte Shmi . Duckt Euch dort in jene Ecke, vielleicht sieht Euch turn! der Poli­zeidirector nicht!