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Hers seid er Anzeiger.

Mr. 11. Hersfeld, den 5. Februar. 18LS.

DerHersfelder Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. -Preis dessel­ben bei der Expedition (Nenmarkt Nr. 587) pro Quartal 7z Sgr.; bei den Postanstalten kommt der übliche Post, «ufschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Vorstand des Kriegs-Ministeriums General- Major von Kaltenborn zum Hauptdirector der Prinz Georg'schen Stiftung,

den Forstgehülfe» Wilhelm Sahl zu Löhlbach provisorisch zum Revierförster des Hainaer Hospitals- forstes Oberholzhanse» zu bestelle», _

die erledigte Rectorstelle an der Stadtschule zu . Treysa dem Kandidaten der Theologie Fennel aus Leimsfeld zu übertragen,

den Landbaumeister H e yüe n zu Eschwege in glei­cher Eigenschaft nach Rinteln nnd

' den Gymnasiallehrer Dr. Dom me r i ch zn Hanau in den Ruhestand zu versetzen,

den Forstinspector der Forstinspection Schaumburg, Forstmeister Emil von Buttlar zu Rinteln, zur Forstinspection Habichtswald mit dem Wohnsitze in

; Kassel in gleicher Eigenschaft zu versetzen,

den Secondlieutenant Bäumler von: 2. Infan­terie Regiment zum Schützen-Bataillon zu versetzen, dem Kurfürstlichen Konsul Angelrodt ^zu St. Louis die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von des Königs von Bayern Majestät verliehenen Ritterkreuzes Ir Klasse des Verdienst Ordens voM heiligen Michael zu gewähren.

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Ein Geisterfehek

Novelle von Leo Goldammer.

(Fortsetzung.)

Bis zu.diesem Varsatze war sie in ihren Gedanken gekommen, als das Krachen der Böller sie auch schon mahnte, ihn zur That zu gestalten. Schnell erhob sie stch von ihrem Lager, und die Laterne in der einen Hand, das schwere Bund Schlüssel in der andern, schritt sie hinaus auf den Gang. Kaum aber hatte sie den ersten Kerker geöffnet, in welchem sich die Mutter der Mörder befand, als sie den Hufschlag eines Pferdes zu hören

glaubte. Unwillkürlich zögerte sie weiter zu gehen und horchte und ließ es geschehen, daß ihr die eben Be­freite die Schlüssel und die Laterne entriß, um ihre Kinder selbst zu befreien. Sie bebte vor Schreck, denn sie fürchtete in dein Reiter ihren Verführer, und als das Pferd hielt vor dem Gefängniß, und gleich darauf der hastige Schritt eines Mannes in dem Gange ertönte, da war ihre Furcht zur Gewißheit geworden, und da in diesem Augenblick die Mutter der Mörder in den Ker­ker eines ihrer Söhne getreten war, dessen Banden sie erst zu lösen hatte aus Vorsicht hatte man die männ­lichen Glieder der Mörder-Famuie gefesselt so war es grade so dunkel im Gange daß sie sich an die Wand drücken und ungesehen den Mann an sich vorüberlassen konnte. Sie wollte nicht wieder mit ihm zusammenkom­men. Als sie ihn daher nach ihrer Zelle eilen und in den: Scheine vom Fenster her, sich dort bücken und nach Etwas suchen sah, schritt sie auf den Zehen in entgegen­gesetzter Richtung weiter und dem Ausgange zu, und. traf dort fast ohnmächtig vor Angst und Erregung auf Samuel.

Gott sei Dank, Mädchen, da bist Du l

Ach Samuel! Samuel!

Was ist Dir?

Der Brenntner, der Brenntner--

Ich habe sein Pferd schon gesehen. Laß ihn nur suchen nach Dir. Wir muffen jetzt eilen, aufs Schloß zu kommen!

Kaum hatte er aber diese Worte gesprochen, als ein langer, entsetzlicher und wie aus tausend Kehlen drin­gender Schrei von: Damme her den Durchbruch dessel­ben verkündete, und fast zu gleicher Zeit auch der kurze, gellende Wuthschrei eines Einzelnen aus dem Gefäng­nißgange ertönte. Dort folgte dem Schrei der Lärm und die Verwirrung der wildesten Flucht; hier hatte er heftige Worte, schallende Schläge, Aechzen, Stöhnen, kurz alle Merkzeichen eines erbitterten Kampfes im Ge­folge, dessen Anblick auch nicht lange auf sich wartet! ließ. Die Mördermutter, als sie kaum ihren ältesten Sohn befreit hatte und aus dem Kerker desselben heraus­getreten war, hatte die Aufmerksamkeit Bremitners, er war es, auf sich lenken müssen, und als dieser auf sie