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Nr. 1O1* Hersfeld, den 19. December. 1857.

Einladung zum Mvonn-mrnl.

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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Baukommissar Wilhelm Cäsar in Marburg zum Landbaumeister für den Kreis Rotenburg und den Baukommissar Julius Koppen zu Rodenberg

Napoleon in SauSfoaei.

Von L. Mühlbach.

- ..... (Fortsetzung.)

Hch seltsam, murmelte Napoleon, er war es müde, über Sklaven zu herrschen! Als ob es sich über freie Männer herrschen ließe! Ach ich möchte diesen König wovh gekannt haben, diesen König, der ein so absoluter Herrscher war, und doch die Sklaven verachtete, der das Schwert so sicher führte als die Feder, dem der Donner der Kanonen eben so melodisch klang, wie die süßen

Flöte, der mit Voltaire Verse machte und mrt Schwerin und Ziethen Schlachten gewann. Er war ein Universalgenie, und wir haben seitdem nicht Seines­gleichen gesehen.

Sire, murmelten die Marschälle, Ew. Majestät

, Still, meine Herren, rief Napoleon mit zorniger Summe, indem er mit ausgestrecktem Arm auf dcnLehn- stuhl bindeutete, still, meine Herren, keine Schmeicheleien sur mick an dieser Stelle. Ich wollte, ich hätte diesen großen Friedrich gekannt, denn ich glaube, wir Beide wurden uns verstanden haben!

Sire, sagte der Castellan, Se. Majestät, der große König, hat Sie wohl nicht gekannt, aber er hat doch von Ew. Majestät geträumt!

Napoleon wandte sich hastig nach ihm um. Wie? fragte er. Geträumt? Erzählen Sie mir das! Treten Sie näher.

Der Castellan, Napoleons gebietendem Wink foT« gend, trat leise und schwankend einige Schritte näher.

Sire, sagte er, es war einige Jahre nach dem sie­benjährigen Kriege. Ich war eben als Kammerdiener bei dem König eingetreten und hatte in jener Nacht ge­rade den Dienst beim König, das heißt, ich schlief im Vorzimmer des Königs, und hatte den strengen Befehl, den König am Morgen um die festgesetzte Stunde zu wecken, Nachts auch, sobald er mich rufen oder ich Ge­räusch vernehmen würde, in sein Schlafzimmer einzutre- ten. In dieser Nacht nun hörte ich plötzlich den König laut aufschreieu und Feuer! Feuer! rufen. Ich stürzte sofort in das Schlafzimmer, aber es brannte nirgends; der König lag auf seinem Lager, ächzend und laut ath­mend, und offenbar von schlimmen Träumen beängstigt. Ich nahm mir also die Freiheit, den König zu wecken und ihn so lange zu rufen, bis er erwachte und die Au­gen aufschlug. Ach, sagte der König hoch ausathmend, es ist gut, daß Du mich geweckt hast, ich hatte einen schrecklichen und seltsamen Traum, und zur Belohnung dafür, daß Tu mich geweckt hast, will ich ihn Dir er­zählen. Mir träumte, ich stand auf der Terraffe zu Sanssouci, und um mich her sah ich mein Land und alle meine Schlöller, ganz dicht Alles bei einander, und dahinter war mir's, als schaute ich die ganze Welt mit allen Städten und Ländern, das Alles lag da wie ein schönes Bild, und ich schante es an und freute mich.