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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Assistenzarzt Stiehl vom 2. Infanterie-Regi­ment zum 2. Husaren-Regiment zu versetzen,

die Kandidaten der Wundarzneikunst Wilhelm Lips und Franz Schneider zu provisorischen Unter Aerzte«, ersteren im Leibgarde-Regiment, letzteren im 2. Infante­rie-Regiment zu ernennen,

dem vom Erblandpostmeister, dem Herrn Fürsten von Thurn und Taxis, zur Versetzung in Vorschlag ge­brachten seitherigen Postmeister Appell zu Rinteln als Secretair zum Postamte in Fulda, unter Wegfall des PrädikatsPostmeister", die allerhöchstlandesherr­liche Bestätigung zu ertheilen,

den Secondlieutenant von Stein vom2.Husaren- Regiment zur Dienstleistung als Adjutant der Cavalle- rie-Brigade zu kommandiren und zu bestimmen, daß derselbe a la suite des genannten Regiments geführt werde,

dem vom Erblandpostmeister, dem Herrn Fürsten von Thurn und TaxiS, zum Postverwalter in Trendei­burg in Vorschlag gebrachten Postverwalter August Stöhr zu Rosenthal die allerhöchstlandesherrliche Be­stätigung zu ertheilen.

Theil des alten Harlemer Meers gehörte aber gewiß schon zu den Binnenseen, durch welche die Römer fuhren.

Wie Reinecke dem Geistlichen den Braten wegsti- pitzt, hat Jeder in seinem Kaulbach gesehen. Das är­gerliche Gesicht des Mannes ist köstlich! So ein's mag neulich Einer gemacht haben, der seit 2 Jahren keine Martinsgans von der gestrengenEhebälfteverwilliqt erhielt. Dennkarger Sold ernährt sie nur". Doch Beharrlichkeit führet zum Ziel. Das verwilligte Ta­schengeld wird gespart und nachdem 60 harte Tage ' vorüber sind, wird eine Thaler-Gans erstanden, mit der Weisung, dieselbe zur Frau zu bringen und sie ihr ja ja! ganz billig zu lassen. Das geschieht. Die ökonomi­sche Frau ist voller Freude über so wunderbar billigen Gänsekauf und der aus der Sitzung heimgekehrte Mann hat seit der Hochzeit seine Liebe nicht so aufgeräumt gesehen. Da fragte der Schlaue: Warum so lustig? Denk Dir, Männchen, was ich für einen Handel ge­macht! Eben kaufe ich eine ganz billige Gans, die so schwer und fett, und alsbald profitire ich daran wie- ber5 Sgr. Die Madame da über uns hat sie mir gleich wieder abgenommen und will uns so glaub' ich zum Braten einladen.

Verwischte S

Aus Calcutta wird einem französischen Blatte geschrieben: Die Heldin unserer Salons ist in diesem Augenblick die schöne Miß Jameson, deren künftiger Ge^ mahl, der junge Kapitän W..., zu Lucknow furchtbar blessirt wurde. Da er das linke Auge, einen Theil des Backens verlor und für sein ganzes Leben entstellt ist, so beauftragt er einen seiner Freunde, Miß Jameson vorzustellen, daß er es für Ehre und Pflicht halte, ihr ihr Wort zurückzugeben.Antworten Sie Georg, sagte das junge Mädchen daß, so lange ein Stück von sei­nem Körper übrig sein wird, groß genug, um seine Seele zu enthalten, ich mich als seine Frau betrachten werde und nicht einwilligen kann, mein gegebenes Wort mrückzunehmen." Was dieses Benehmen noch edler erscheinen läßt, ist das große unabhängige Vermögen der schönen Jameson und die Armuth des jungen Officiers, der nichts hat als seinen Degen.

Der Grund des Harlemer Meers, beginnt, sich zu senken. Jeden Augenblick trifft die Pflugschaar der neuen Bewohner auf Grundlagen alter Gebäude und andere Gegenstände. Unlängst fand man ein Schwert von einem Schiff, später eine Theerpütz (Theereimer aus einem Schiff). Dieses Schiff ist wahrscheinlich ge­rade vor tausend Jahren untergegangen, als in einem fürchterlichen Wetter die alte ursprüngliche Rheinmün­dung westlich davon bei dem jetzigen Katwijk durch die Importen Meereswogen mit Sand verschüttet ward. Ein

Ekwtliche BekarmtWachrmge«.

KanDraGsswt HersfeSS.

Im Orte Niederaula oder auf dem Wege von da bis vor das Johannesthor dahier ist am 9. d. M. eine kleine mit Perlen gestickte Schreibtafel, worin folgende Gegenstände

1) ein Waffenschein,

2) eine Paßkarte und

3) ungefähr 15 bis 16 Thaler Papiergeld, bestehend in einem Fünsthalerschein, das übrige in Eintha- lerscheinen, befindlich gewesen, verloren worden.

Der Finder wird zur alsbaldigen Ablieferung an- her mit dem Bemerken aufgefordert, daß vom Eigen­thümer eine angemessene Belohnung zugesichert worden ist.

Hersfeld, am 10. December 1857.

Kurfürstl. Landrathsamt. Nusfarth»

Auf der Straße vor dem Gymnasium bis nach dem Petersthore dahier sind am 9. d. Mts. 4 Thaler, be­stehend aus drei Weiniar'schen und einem Gothaischen Thalerscheine, verloren worden.

Der Finder wird zur alsbaldigen Ablieferung an- her aufgefordert.

Hersseld, am 10. December 1857.

Kurfürstliches Landrathsamt, ^uffarth.

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