Hers selber Anzelger.
RV. CG. Hersfeld, den 19. August. 1857*
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Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:
den vorhinnigen Lieutenant im'Königlich Preußischen tOten Husaren-Regiment Carl Friedrich Theodor George Ludwig von Oertzen zum Kammeijunker und Cavalier Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich von Hessen zu ernennen,
dem Kaiserlich Königlich Oesterreicheschen General-Major und Truppen-Brigadier beim 7tda Armee-Corps in Verona, Fürsten Jablonowsky, das Commandcurkreuz erster Classe des Kurfürstlichen WilhelmS-OrdenS zu verleihen,
dem Geheimen Ober-Finanziathe Carvacchi zu Münster die erbetene Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des demselben von des KönigS von Preußen Majestät verliehenen rothen Adler-Ordens zweiter Klasse zu gewähren,
den Rittmeister von Amelunren vom 2. Husaren - Regiment mit Pension auSscheiden zu lassen.
Das Mädchen von Saragossa.
„Nimm endlich Dir ein Ehegemahl
„Mein Kind, eh Du welkst wie die Rose!"
Da sprach das Mädchen zuletzt: „Wohlan, „Nicht länger sollt ihr schmälen! „Den tapfersten und den kühnsten Mann, „Den will ich zum Gatten erwählen! „Den Besten allein, der Spaniens Schmach „Mit rächendem Arme zu tilgen vermag, „Dem will ich als Weib mich ergeben!" ,
„Vor Saragossa, der herrlichen, stehn „Gerüstet die feindlichen Heere, „Da will ich den tapfersten Krieger erspähn, „Der kämpft für Spaniens Ehre.
„Und wenn von Aragons felsigen Höhn „Frei wieder die spanischen Banner wehn, „Dann folg ich ihm zum Altare!"
Wie sausen die schnaubenden Rosse davon, So leicht, als trügen sie Flügel!
Das schönste Mädchen von Aragon Hält fest in den Händen die Zügel! Wie faßt ihr Auge so still und klar Das stolz sich brüstende Rossepaar, Das seines Gleichen nicht findet.
Das schönste Mädchen von Aragon Trug nimmer der Liebe Verlangen, Noch hatte kein Hidalgo den Minnelohn Von dein stolzen Weibe empfangen! Wohl buhlten die Besten um ihre Gunst, Die am meisten erfahren in jeglicher Kunst, Die Herzen der Frauen zu rühren.
Kein Lied der Liebe, kein Schmeichelten Vermochte sie zu erweichen, Das schönste Mädchen von Aragon Verschmähte den Reichsten der Reichen. Es bat die Mutter wohl hundert Mal,
Das schönste Mädchen von Aragon Hält fest in den Händen die Zügel; Die schnaubenden Rosse sausen davon, So leicht, als trügen sie Flügel! Und eh noch die Sonne zum Thale sich neigt, Da hat sie die herrliche Feste erreicht, Die Stolze am Ebrostrande.
Wild wogte der Kampf, heiß war die Schlacht In des Sommers glühender Hitze;
Es schwieg bei Tag nicht, nicht bei Nacht Das Donnergekrach der Geschütze! Da fochten die Kämpfer mit trotzigem Muth, Da floß in Strömen viel edeles Blut Für Freiheit, Ruhm und Ehre!
In Saragossa, der prächtigen Stadt, Giebts keine Zeit zum Trauern, Des Feindes Geschütze werden nicht matt, Schon schwanken und wanken die Mauern. Held Palafox, bald sinkt dein Stern!