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niedergehauen. Da ergriff die Kungsi ein panischer Schrecken. Ihre besten Soldaten waren gefallen, ihre Anführer waren getödtet, ihre Schiffe genommen nur noch eine Hoffnung blieb, die Flucht in die Wälder. Auch die Chinesen, welche noch in Balidah, Siniawen und Bauh geblieben waren, wurden durch die Nachricht von der Niederlage ihrer Landsleute so erschreckt, daß sie in das Innere entflohen.

In der Nacht auf den 11. März waren dte Kungsi im vollen Rückzüge nach Sambas, wobei ihnen die Ma- layen dicht auf dem Fuße folgten und nie verfehlten, jeden Nachzügler abzuichneiden. Die Kungsi entflohen mit Frauen und Kindern iu einem dichten Haufen, der in der That so dicht war, daß die Malayen keinen Ein­druck auf denselben hervorbringen konnten. Nach der mäßigsten Schätzung sind eintau,end Chinesen getödtet worden; außerdem sind wohl zwei Mal so viele in den Wäldern umgekommen, daher man annimmt, daß von den vier- oder fünftausend Kungsi höchstens zweitausend, mit Einschluß der Frauen und Kinder, übrig geblieben sind. So strenge war die Vergeltung.

Wir können nicht umhin, den Verlust so vieler Menschenleben zu bedauern, aber wir dürfen auch nicht vergessen, daß Sir Janies Brooke gezwungen war, ein strenges Beispiel zu statuiren, um sich und seine Unter­thanen gegen die Wiederholung ähnlicher Beleidigungen zu sichern. Er wird von den Eingebornen die früher seine bitteren Feinde waren,der Freund der Insula­ner" genannt und sein Name wird von jedem einfachen Dayak in dem Sarawak-Territorium gesegnet, denn er hat eine unfruchtbare Wildniß in einen lieblichen Gar- tm umgewandelt, in welchem Frieden und Glück herrsch­ten, bis die Chinesen ihr feiges und grausames Blut­bad anrichteten.

- Nicht ohne die innigste Theilnahme können wir an den wackeren Engländer denken, der unter barbarischen Stämmen Cultur verbreitet, unter Wilden einen segens. reichen Einfluß ausgeübt und einstige Menschenjäger zu Bergleuten, Pflanzern und Schiffern gemacht hat, indem er solchergestalt die Worte der heiligen Schrift verwirk­lichte:Die Einöden der Erde sollen schön werden und die Wüste soll blühen gleich einer Rose."

Wir hoffen, daß Sir Brooke bald seine Verluste wieder ausgleichen werde und wünschen diesem englischen Rajah, der sich einen Platz unter den souverainen Für­sten des Ostens erworben hat, noch langes Wohlergehen.

Die Heimath.

«Mo ist Dein Haus?" fragt ich ein Kind, Das froh mit Blumen spielte, Die Wange roth von Lenzeslust Die sanft der Westwind kühlte. Mein Haus ist, wo die Sonne scheint, Wo duftge Rosen blühen,

Wo Vogelfang die Luft durchdringt,

Wo helle Wolken ziehen!" Gott segne Dich, Du arglos Herz, Du bist geliebt vom Glücke! , Ja Dir gehört die ganze Welt, Drum leuchten Deine Blicke!

Wo ist Dein Haus?" fragt ich die Maid,

Die an dem Jüngling lehnte, Mit Augen voller Liebesglanz

Sich überglücklich wähnte.

Sie sah mich an und sagte nichts, Doch blickte sie so fröhlich!

Ach ihre Heimath war sein Herz, Sein Herz, wie ihres selig! Gott segne Dich, Du treu Gemüth Und mache reich Dein Leben! Doch ist ein Herz veränderlich, Das Heimath Dir gegeben.

Wo ist Dein Haus?" fragt ich den Greis

Mit silberweißen Haaren Er kam so sinnend und allein, Er hatte viel erfahren.

Wie ernst schlug er das Auge aus

Und eigte in die Höhe: Mein Haus ist wo die Sterne ziehn,

Die ich vertrauend sehe!" Dreimal gesegnet sei der Mann, Dem solche Heimath blühet, Und den, von Erdenfesseln frei, Der Himmel zu sich ziehet!

Wi^$ BeksmntMachtMgen.

ErmDrsthsamt Hersfeld.

Um Ertheilung einer Reiselegitimation nach Ams- rtka für die Ehefrau des Eisenhändlers Conrad Heß und deren zwei Töchter von hier ist gebeten worden.

Hersfeld, am 13. August 1857.

Kurfürstliches Landrathsamt. Wusfarth.

Um Entlassung folgender Personen: .

1) des Christian Göttlich 2r

2) Heinrich Fischer und

3) Lorenz Rosenthal sämmtlich von Rans- bach aus dem Kurhessischen Unterthanen-Verbände zum Zwecke der Auswanderung nach Amerika ist gebo­ren worden.

Hersfeld, am 14. August 1857.

Kurfürst!. Landrathsamt. Mu^arth

Schreinergeselle Johannes Seelig von hier hat um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterthanen-Verband