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den ist, hat sich zur Zeit noch nicht sicher herausgestellt. Uebrigens mag dabei nicht unerwähnt bleiben, daß der Feuerlärmbote erst gegen halb 5 Uhr Nachmittags nach dem vom Brandorte nur 2$ Stunden entfernten Mei- ningen gelangte obschon das Feuer bereits um 12 Uhr Mittags ausgebrochen war.
In dem preußischen Dorfe Jhlebur'g hatte ein Ehepaar Feuer gelegt, wodurch mehrere Bauernhöfe vernichtet wurden. Als die Thäter sahen, daß sie die That nicht mehr leugnen konnten, ertränkten sie sich in einem nahen See.
Am 5. d. M. wurde die von Mailand kommende Diligence um 11 Uhr Vormittags in der Entfernung von 1s Miglie von Cingia von beiläufig zwölf bewaffneten Räubern angefallen und von denselben der Wagen sammt den Reisenden auf 200 Schritte von der Straße seitwärts in ein Kornfeld geführt. Hier forderten sie vom Kondukteur Ripari unter Lebeusbedrohuug den Schlüssel zur Kasse, während einer derselben sein Gewehr abfeuerte, ohne jemanden zu beschädigen. Da sie sahen, daß' der Kondukteur keine Schlüssel habe, ließen sie die Reisenden aussteigen und beraubten dieselben ihres Geldes und anderer werthvoller Effekten. Nicht zufrieden mit dem, stiegen sie in den Wagen und öffneten mit Brecheisen die Kasse und beraubten dieselbe ihres Inhalts. Man sagt, der Schaden belaufe sich auf ungefähr 35,000 Zwanziger.
Der Dampfer Montreal ist bei Quebeck mit 200 Auswanderern zu Grunde gegangen. Er befand sich in der Nähe von Cap-rouge, als einige von den darauf befindlichen Reisenden entdeckten, daß das Schiff brenne. Von ihrem Lärm erschreckt, sprangen von den Passagieren viele ins Wasser und ertranken. So furchtbar war die Verwirrung, daß die Thätigkeit der Qfficiere völlig gelähmt war. Von 500 Personen, die am Bord waren, sind nur 175 gerettet worden.
Das Muster eines Geizhalses verschied vor einiger Zeit in Mons. ^Scit das Kalbfleisch, das Lieblingsgericht des geldsü' tigeu, reichen Mannes im Preise aufgeschlagen, begann er in Folge des verhaltenen Grolles und Unmuths zu kränkeln. _ Seine Nachbarn behaupteten bereits damals, daß er sich sicherlich erhängt haben würde, wenn er die Kosten für den Strick nicht gescheut hätte. Sein Unwohlsein nahm endlich einen bedenklichen Charakter an und er verschied am 27. Mai. Wenige Augenblicke vor seinem Tode raffte er sich mühsam auf und blies mit seinem letzten Athemzuge ein Licht aus, das auf seinem Nachttische stand und das ihn offenbar zum Verscheiden überflüssig gedünkt.
(Hohe Alter.) Vor Kurzem starb zu Arnheim (in der Niederländischen Provinz Geldern) Thomas
Peiers. Derselbe war am 6. April 1745 zu Leeuwar- den geboren und hatte mithin das seltene Alter von 113 Jahren erreicht. Er war bis zu seinem Tode im Besitze aller seiner Sinne und erzählte oft Züge aus seinem bewegten Soldatenleben mit Klarheit und Verstand. Unter Napoleon hatte er im Jahre 1798 den Feldzng nach Aegypten mitgemacht. — In Bilin (in Böhmen) starb vor einigen Tagen eine Frau, Franziska Zitger, im Alter von 92 Jahren. Bei der Beerdigung trugen 8 Enkel, meist Männer über 40 Jahren, die Leiche, 8 Urenkel über 16 Jahre folgten mit Fackeln, 8 Urenkel unter diesem Alter mit Kerzen. Ueberdies gaben der Leiche noch 5 Kinder und 23 Enkel und Urenkel das letzte Geleit.
Mittel gegen den Biß eines tollen Hundes. Die Sächsi. Const. Ztg. findet sich durch einen in Sachsen vorgekommenen Fall des Bisses eines tollen Hundes veranlaßt, den sehr beherzigenswerthen Rath des Kgl. Bezirksarztes D. Werner in Frankenberg zur Kenntniß eines größeren Publikums zu bringen, der nach dem Biß eines tollen Hundes als einzig wirksames äußeres Mittel das Netzen der Bißwunde rmt Lip. Kali caustici acitl nitricum empfiehlt. Das Ausschneiden der Wunde empfiehlt D. W erne r nicht, da es immer möglich ist daß man dabei, besonders an Stellen, wo man nicht tief genug schneiden kann, z. B. am Schienbein, an den Fingern rc., mit dem Messer das Gift berührt und dadurch dasselbe auf die neue Schnittwunde fortimpft. D. W. beobachtete mehre Fälle, wo nach dem Ausschneiden der Wunde dennoch die Wasserscheu erfolgte, und empfiehlt deshalb um so eindringlicher das kunstgerechte Netzen, von dem er stets nur höchst günstige Erfolge gesehen und zu welchem sich die Kranken überhaupt stets leichter entschließen, als zum Ausschneiden. Man darf auch nicht fürchten, daß es zu spät sei, wenn das Netzen nicht augenblicklich angewendet wurde: die Aufsaugung des Giftes und dessen Vermischung mit der Säftemasse erfolgt nie sogleich, sondern erst nach mehreren Tagen,- selbst Wochen, jauch Jahren, jedenfalls weil durch den Biß die Saugadern gequetscht und zum Aufsaugen eine Zeit lang unfähig gemacht werden.
MEichs MeBKHNtMachmrgE.
KarrDrathsaMt Helfers.
Aufgefunden: zwei Schlüssel. — Der Eigenthümer kann dieselben dahier in Empfang nehmen.
Hersfetd, am 25. Juli 1857.
Kurfürstliches Landrathsamt. Muffarth»
Um Entlassung des Jacob Johannes Gutberlet