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andern Leuten bekannt machen muß, die bald mit Lieschen zusammenkommen sollten.
(Fortsetzung folgt.)
Vermischtes.
LL° Die in Folge des Gesetzes vom 1. August 1849 ausgegebenen herzoglich anhalt- dessauischen auf 5 Thaler lautenden Staatskassenscheine werden erngezogen und verlieren mit dem 1. März 1858 ihre Gültigkeit.
Aus Schweden und Dänemark- sind wieder 500 Personen nach dem Salzsee ausgewandert, um den Mormonenstaat zu bevölkern. Die armen Leute ließen sich hauptsächlich dadurch bestimmen, die weite Reise anzutreten, weil die Mormonen die Versicherung geben, daß am 13. Juni die Welt untergehen, das neue Zion am Salzsee aber allein erhalten werde.
Aus seinem prächtigen Landgute am Hudson lebt ein reicher Deutscher vom Rhein, ein ehemaliger Wein- Händler. Der Mann hat eine einzige Tochter und einen Bedienten, einen Jrländer, ein hübsches Kerlchen ohne alle Bildung. Die Tochter verliebte sich im Stillen in den Jrländer und verheirathete sich noch stiller mit ihm, wie sie's in Romanen gelesen hatte. Alles kommt aber an den Tag und der Vater tam hinter die Heirat!), war außer sich, sperrte die Tochter bei Verwandten ein und bot seinen: Bedienten große Summen, wenn er sich scheiden lasse und nach Californien gehe. Statt aller Antwort wendet sich der Jrländer an die Gerichte und fordert seine Frau. Die Polizei legt auf die Frau, die Nachts heimlich auf ein Schiff, das nach Europa fährt, gebracht wird, Beschlag, und die Amerikaner haben ihre große Freude daran, daß das einem Deutschen widerfahren ist.
Persisches Insektenpulver. Während man in Deutschland ächt persisches Insektenpulver verkauft, schreiben Aerzte, die sich in Persien befinden, daß man dort kein anderes Insektenpulver kenne, als jenes, welches au^ Pfeffer, Lorbeerblättern, gedörrtem Nußlaube, Krausemünze oder Wermuth bereitet, und nötigenfalls mit etwas Kampfer oder Moschus verwendet wird. Dieses Pulver kann somit überall bereitet werden, und ist nicht nöthig, dasselbe aus Persien zu beziehen.
Amtliche BeksNKtMachttngerr.
KanDrathsamt Hersseld.
In hiesiger Stadt sind 10 Sgr. aufgesunden worden, deren Eigenthümer solche dahier in Empfang nehmen kann.
Hersseld, am 30. April 1857.
Kurfürst!. Landrathsamt. Auffarth.
Aufgefunden: eine Tabackspfeife deren Eigenthümer solche dahier in Empfang nehmen kann.
Hersfeld, am 30. April 1857.
Kurfürst!. Landrathsamt. Mussarth.
KanDrathsaMt Ziegenhaitt.
Elisabeth Schenk aus Hausen hat um Ertheilung eines Reisepaffes nach Amerika gebeten.
Ziegenhain, am 28. April 1857.
Kurfürstliches Landrathsamt. Groß
Zugelaufen: ein weißgelber Pudelhund, dessen Eigenthümer sich beim Ortsvorstand zu Loshausen binnen 14 Tagen zu melden hat.
Ziegenhain, am 27. April 1857.
Kurfürst!. Landrathsamt. Groß
BekKAAtMachttttg.
Die der Elisabeth Gutzeit hier gehörige Hofraith soll im Hülfsvollstreckungsweg den 21. Juli d. I.
Vormittags 10 Uhr bei unterzeichneter Behörde öffentlich meistbietend verkauft werden. Das Nähere enthält das am Amtsbrett angeschlagene Subhastationspatent.
Vacha, den 25. April 1857.
Großhcrzogl. Sächsisches Justizamt das.
Putsche.
Bekanntmachung,
die Eröffnung der Fohlenweide im Thiergarten bei Bieberstein betreffend.
Die Fohlenweide im Thiergarten bei Bieberstein wird den 28. Mai d. J. eröffnet, und kann gegen Entrichtung von 3 Thaler Weidegeld (zur Hälfte bei der Aufnahme zur Hälfte im Juli zahlbar), ein Fuldaer Viertel Hafer in Natur oder Statt dessen gegen Erlegung des Ankaufpreißes und gegen Zahlung von. | Thaler Hirtenlohn für jedes Fohlen, bis Michaelis dieses Jahres benutzt werden.
Es werden ein-, zwei- und dreijährige Fohlen ausgenommen, zwei' und dreijährige Hengstfohlen (welche übrigens gegen angemessene Vergütung auf der Weide kastrirt werden können) sowie Fohlen, die an Krankheiten oder Mängeln leiden, welche _eine fortwährende ärztliche Behandlung und Aufsicht erfordern, oder durch ihren Aufenthalt auf der Weide das eigene Leben oder