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Kandrathsamt Hünfeld.

Da die Theilnahme der Landwirthe im hiesigen Kreise an dem vaterländischen Vereine zur Versicherung gegen Hagelschaden immer noch sehr gering ist, so haben sich die Herrn Bürgermeister zu bemühen, die Grundbe­sitzer auf die Wohlthat des in ihrem Interesse errichteten Institutes aufmerksam zu machen und zur Förderung des letzteren in geeigneter Weise hinzuwirken.

Hünfeld, am 5. Juni 1856.

Kurfürst!. Lanbrathsamt. v Wolff

Die Herrn Bürgermeister deS Kreises haben in den ersten 8 Tagen eines jeden Monates die Orlssteuerheber mit solchen Gemeinvediensten zu verschonen, welche stö­rend auf die Erhebung der Steuern einwirken.

Hünfeld, am 5. Juni 1856.

Kurfürstliches Lanvrathsamt. v Wolfs.

Es laufen dahicr jetzt fast täglich Anzeigen von Dienstherrschaften ein, nach welchen Dienstboten männli­chen und weiblichen Geschlechtes, nachdem sie durch den Winter ernährt worden sind, heimlich und eigenmächtig ihren Dienst verlassen, meistentheils, um in der Gegend von Frankfurt höheren Lohn zu erhalten und ein unge­bundenes Leben zu führen. Da diesem Unfug mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegen getreten werden muß, so erhalten die Herrn Bürgermeister des Kreises hiermit die Auflage, sowohl vor Erlheilung von Beschei­nigungen zur Erlangung von Reisepässen oder Heimalh« scheinen sich zu vergewistern, ob die betreffende Person nicht etwa noch in einem Dienstverhältniß steht, als auch bei ihnen bekannt werdenden Fällen deS eigenmächtigen DienstverlaffenS den entlaufenen Dienstboten zur alsbal- digen Rückkehr anzuhalten und ungesäumt Anzeige anher zu machen.

Bei der Wichtigkeit, welche die Sache namentlich für die Ackerbautreibenden Dienstherr» hat, die durch das Weglaufen des Gesindes oft mitten in der dringen^ n Arbeit in die größte Verlegenheit kommen, erwartet man daß die Herrn Bürgermeister die nöthige Wachsamkeit und Strenge beobachten.

Hünfeld, am 4. Juni 1856.

^Kurfürstliches Landrathsamt. v. Wolff.

Wekanrrtmachirrrg.

Zum öffentlichen freiwilligen Beikaufe der auf den Namen des Tuchfabrikanten Hermann Klappert dahier katastrirten in hiesiger Gemarkung liegenden Immobilien: Ch. K. 688\ Ar. 12 Rt- Haus, Hof, und Stallung

691/ nebst Scheuer im Stcigraben 690 9 « Haus im Sleingraben

689 3 Gärtchen dahinter

Ch. M. 38 3A 3 zinsfreier Garten am Ende

des Zinkengrabens

K. 1134 | , 4 Land^ vorm Frauenthor

im Schlippenthal

ist zweiter Termin auf den 12. d. Mts- und dritter auf den 19. d. Mts. Vormittags 10 Uhr in hiesiges Gerichtölocal anberaumt, wozu Kauflustige eingeladen werden. Hersseld, am 5. Juni 1856. Kurfürstliches Justizamt I.

Gleim

vt. Dippel.

Wrivat = Bekanntm achungen.

Der Unterzeichnete macht hiermit dem geehrten Pub­likum die ergebene Anzeige, daß er alle Arten von Sonnen- und Regenschirme reparirt.

Zugleich empfliehlt sich derselbe im kitten und niethen von GlaS, Porzellan, Krystall u. dergl., und verspricht reelle und billige Bedienung.

Die Herrn Ortsvorstände werden höflich! ersucht dieses in ihren Gemeinden bekannt zu machen.

Jakob Spruek, wohnhaft in der Joyanncsgasse^U 126.

Alizarin-Tinte

palentirt für die Königreiche Sachsen und Hannover.

Diese neue Composition verdient mit Recht als die beste Tinte empfohlen zu werden. Sie fließt blaugrün und leicht aus der Feder, verwandelt sich auf dem Pa­pier sehr bald in tiefes Schwarz; giebt keinen Bodensatz im Tintegefäß und schimmelt nie. Endlich dient sie trotz ihrer Dünnflüssigkeil gleichzeitig als eine vorzügliche Copir-Tinte.

Verkaufs Depot in Flaschen ä 10, 6 und 3| Sgr. hat die Wallhaus'sche Buchhandlung

in Hersseld.

Alle Sorten Glace-Handschuh werden schön ge­waschen und gefärbt bei W. Bayebach Kappenmacher in der Breitenstraße.

Ein junger Hund, graue Pinscher Race, wel­cher sehr wachsam und ein guter Rattenfänger, ist zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl.

Redaction, Druck und Verlag von L. F u n k.