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sen Spott erregte, als ihm dieser zuvorkam mit den Worten: «Um Gottcswillen, Professor, was treiben Sie tenn? Sie machen ja mit einem Besen unter dem Arm Parade, als ob eS ein Regenschirm wäre." Nun begriff er erst, daß er in der Eile und Zerstreuung statt seinen Regenschirm den ebenfalls in einem Winkel des Hausflurs stehenden Besen ergriffen, da das Hausmäd­chen den Schirm in der Meinung, der Herr Professor habe selben vergessen, inzwischen weggenommen hatte.

In einer Provinzialstadt wurde einmal eine Verord­nung bekannt gemacht, nach welcher Jeder, der in der Nacht nach Hause ging, bei Strafe, eingesteckt zu wer­den, weder lärmen noch singen durfte. Gleich am ersten Abende nach Veröffentlichung dieses Verbotes zog ein lustiges Subject mit großem Geschrei an der Hauptwache vorüber, wurde sogleich angehalien und gefragt:Hissen Sie denn nicht, daß man keinen Lärm machen darf, wenn man nach Hause geht?"Ich gehe aber noch nicht nach Hause," war die Antwort.

Einer Schönen aus der Provinz wurden in einer Gesellschaft Schmeicheleien wegen ihres Vermögens ge­sagt.Ach," erwiderte sie,wir könnten noch viel reicher sein, wenn unser Vater nicht in unsere Familie gekom­men wäre!"

Mmtkiche Be§rrrtAtmaHssngen.

Termin zur Besichtigung der Privathengste, welche im Jahr 1856 zur Stuten bedeckung im Kreise Heröfeld zugelasien werden sollen, ist auf den 2. f. M. Vormit­tags 10 Uhr vor das LandrathSanusgebäude dahier an- beraumt worden, was die Onsvorstände des Kreises den Hengstbesitzern ihrer Gemeinden bekannt zu machen haben.

Heröfeld, am 21. Januar 1856.

Kurfürstl. Landrathsamt. Muffarth.

Karrdrathsamt Hürrfe!d.

Zur Unterstützung von Armen wird von unterzeich­neter Stelle eine Quantität Erbsen, Linsen und Kartof­feln anzukaufen gesucht.

Hünfeld, am 16. Januar 1856.

Kurfürstl. Landrathsamt. v. Wolfs.

Der gegen Jakob Schad von Kirchhasel unterm 26. December v. I. erlassene Steckbrief wird als erle­digt zurückgezogen.

Hünfeld, am 21. Januar 1856.

Kurfürstl. Landrathsamt. v Wolff.

Kan-rathsamt Ziegenhain.

Dietrich Dippel zu Jbra hat um Entlassung aus dem Unterthanen-Verbanve, Behufs Auswanderung nach Amerika, nachgesucht.

Ziegenhain, am 18. Januar 1856.

Kurfürst!. Landrathsamt. Groß.

P r o c 1 a m.

Am 31. d. M., Mittags 12 Uhr," soll in Asbach die auf den Namen des Müllers Johannes Glebe daselbst catastrirte, in dortiger Gemarkung gelegene, Mühle sammt Land und Wiesen, und zwar letztere ganz oder auch in einzelnen Parzellen öffentlich meist­bietend verpachtet werden.

Pachtliebhaber können im Termine selbst die Pacht­bedingungen erfahren und sonstige Auskunft bekommen.

Nieberaula, am 2. Januar 1856.

Kurfürstliches JustizamtS-Actuarial.

«Kraushaar v. A.

Privat - Bekanntmachungen.

Freitag den 25. d. M. findet im hiesigen Ver- einslokale ein großes

ZMrttmental- und Vokal-

Concert

statt. Gebr. Alnacker.

Es wird ein kleiner oder mittelgroßer freundlich ge­legener Garten zu miethen oder zu laufen gesucht. Von wem? sagt die Expedition d. Bl.

Unter Bezugnahme auf den Erlaß Kurfürstlichen Landrathsamis dahier vom 30. Januar v> I. in Nr. 9 des Hersfelder Anzeigers vom Jahr 1855 erlaube ich mir den Herrn Bürgermeistern die ergebenste Anzeige zu machen, daß bei mir zu jeder Zeit gut gearbeitete .Kly- stirspritzen mit verschiedenen Rvhxen, sowie Dro- kare nebst den erforderlichen Kästchen gegen billige Preise zu haben sind, auch etwaige Reparatur-Ar­beiten an solchen Gegenständen alsbald auf das Reellste von mir besorgt werden.

Heröfeld, am 4. Januar 1856.

Friedrich Trommer, Zinngießer, (wohnhaft in der Johannesstraße JYi 121.)

Redaction, Druck und Verlag von L. Funk.