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anscheinend gefährlich verwundet befindet sich jedoch auf dem Wege der Besserung."
„Herrlich, auf Ehre!" sagte der Adjutant und befand .sich bald am Lager Eggens. „Machen Sie, daß Sie wieder gesund werden, „Herr Lieutenant," rief er laut. „Ja, ja, sehen Sie mich nur so an, Herr Lieutenant, ich freue mich, Sie als Rangeskamcrav begrüßen zu können. Ihr Muth hat höheren Orts Anerkennung gefunden, Fürst Schwarzenberg hat selbst Ihre Tapferkeit gesehen. Sie sind ein tüchtiger Kerl auf Ehre!" Mit den letzteren WorM entfernte sich der Adjutant.
Eggen wußte nicht, wie ihm geschah, jedoch zeigte sein Antlitz, daß ihn diese Nachricht erfreute.
„Ich gratulire, Herr Lieutenant," sagte Friedrich. „Sie haben Glück. Nun sind Sie doch Officier geworden und zwar durch Ihr Verdienst, das ist ehrenwerther, als durch anderer Leute Hülfe."
Eggens Wunde schritt schnell der Heilung zu und bald befand er sich wieder in den Reihen des muthig weilermarschirenven Heeres.
(Fortsetzung folgt.)
Amtliche Bekanntmachungen.
DanSrathsamt Ziegenhain.
Zur bevorstehenden Militäraushebung sind für den hiesigen Kreis folgende Tage, jedesmal von des Morgens 8 Uhr an, bestimmt worden:
1) Montag den 21. Januar k. J.
für die Militärpflichten der Stadt- und Landgemeinden des JustizamiSbez,rks Ziegenhain, sowie der Stadt Treysa und den Gemeinden: Appenbain, Dittershau- sen, Florshain, Gilserberg, Heimbach, Jtzenhain und Lischeid,
2) Dienstag den 22. Januar k. I
für die Militärpflichtigen der Landgemeinden: Mengs- berg, Moischeiv, Rommershausen, Lachsenhaufen, Schönau, Schönstem, Sebbetcrove, Wasenberg, Wiera und Winterscheid, sowie für die Städte und Landgemeinden des Justizamtsbezirks Neukirchen und
3) Mittwoch den 23. Januar k. J. für die Militärpflichtigen der Landgemeinden des Justiz- amtsbezirkS Oberaula was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Ziegenhain, am 15. December 1855.
Kurfürst!. Landrahtsamt. Groß.
Der Bürgermeister Hans Claus Feuerrohr zu Florshain ist heute als Ortssteuer-Erheber eidlich verpflichtet worden.
Ziegenhain, am 28. December 1855.
Kurfürst!. Landrathöamt. Groß.
LanörathSamt Hünfeld.
Den nachstehenden Beschluß Kurfürstlichen Ministeriums des Innern haben die Herrn Bürgermeister in den Gemeinden alsbald bekannt zu machen und bis zum 15. Januar f. J. ein Verzeichniß derjenigen Personen, unter Angabe ihres Gewerbes und Alters einzusenden, welche in den Gegenden der Elbe Arbeit zu suchen geneigt sind, auch haben die Orisvorstänve unter Bezugnahme auf den Schlußsatz erwähnter Verfügung bei etwaiger Mittellosigkeit der Arbeiter die nöthigen Vorschüsse zu leisten und den Betrag derselben in dein Verzeichnisse anzugeben.
Hünfeld, am 27. December 1855.
Kurfürst!. Landrathsamt. v. Wolff.
Auszug aus dem Protokolle des Ministeriums des Innern.
Lasset, am 14. December 1855.
Nr. 12,352. Bericht der Regierungs - Commission zu Rinteln, die Regulirung der Verhältnisse der alljährlich nach dem Auslande auf Verdienst reisenden Handarbeiter betreffend.
Beschluß. Sämmtlichen Polizei-Directionen und Land- ralhsämtern sowie der Regierungscommission zu Schmal- kalden wird eröffnet:
Schon seit einer Reihe von Jahren zieht aus dem Fürstenthum Lippe-Detmold jährlich eine beträchtliche Zahl von Arbeitern, denen in der Heimalh genügende oder hinlänglich lohnende Beschäftigung mangelt, nach Holstein, Jütlano und den Gegenden der Elbe, wo dieselben insbesondere an Ziegeleien und Backstein- brennereien Arbeit und so reichlichen Verdienst finden, daß den von der Regierungs-Commission'zu Rinteln eingezogenen Erkundigungen zufolge kräftige Männer nach fünfmonatlicher Arbeit 60 bis 10 Thaier erübrigten Lohn mit in die Heimat!) bringen. In neuerer Zeit haben sich diesen Arbeiterzügen mehrere hundert, im letzten Jahre 350 Leute aus der Grafschaft Schaumburg angeschlossen, welchen die Vermittelung der deß« falls in Lippe-Detmold bestellten öffentlichen Agenten, obgleich diesen nach dortigen Gesetzen nur inländische Arbeiter anzuwerben gestaltet ist, zu Gebote stand, weil die gedachten Agenten alle — im letzten Jahre in der Zahl vom nahezu 10,000 — begehrten Arbeiter im Fürstenthum Lippe nicht zu finden vermochten.
Für die Folge beabsichtigt der von der Regierungs- commission zu Rinteln als in jeder Hinsicht zu dem fraglichen Unternehmen geeignet bezeichnete und empfohlene Fabiitant Hausmann zu Rinteln, der Vermittelung eer Anstellung inländischer Arbeiter an Ziegeleien in Holstein, Schleswig, Jütland und den Gegenden der Elbe :c. gegen eine geringe Vergütung — in den auch in Lippe-Delmold üblichen Beträgen von 2 bis 2£ Thaler von einem s. g. Brandmeister oder Former, 1 bis 11 Thlr., von einem Strecker, Ausstecher, Kar« renmann rc., 15 bis 20 Sgr. von einem f. g. Müller,