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Hersfelder Anzeiger.

Wir, 78, Hersfeld/ den 29. September- L8LL.

,jg Der ,,Hersfelder Anzeiger» erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expe­dition (Reumarkt No. 587) pro Quartal 7 Sgr. 6 Hllr.; bei den Postanstalten kommt der übliche Postaufschlag hinzu. Anzeigen aGer Art «erden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 HUr. berechnet.

WZ" Bestellungen auf den Hersfelder Mnzeiger für vas mit dem 1. Detober beginnende vierte Duartak können schon jetzt bei allen Moststellen ge­macht werden.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Mini­ster am Kaiserlich Königlich Ocsterreichischeu Hofe, Kammerherrn und Geheime Legmionsrath Georg von Schachten in Wien, zum Gcheimerathe zu ernennen,

dem Pfarrer Wilhelm Burghard Paulus zu Ehlen die er- ledigle Pfarrei Kirchbauna, in der Klasse Wilhelmshöhe, zu übertragen,

den zu der erledigten ersten Pfarrei zu Wächtersbach prä- sentirten seitherigen Pfarreiverweser Ernst von Stark daselbst zu bestätigen,

zu der Bestellung des Kaplans Nikolaus Weß in Fritzlar zum Kaplan an der Dompfarrei zu Fulda,

zu der Versetzung des Pfarrers Baptist Hartmann von Burgberg nach Großauheim, im Landkapitel Hanau, und

zur Bestellung des KaplanS und Cooperators Hilarius Jost auS Haselstein zum Pfarrer in Burgberg bei Bieder, im Land- kapitel Hanau, die allerhöchst landesherrliche Genehmigung zu ^"dcm Ober-Schulinspector Pfarrer Adolph Gustav Otto Grau in Marburg die Stelle des Schul-Referenten bei der Negiernug daselbst für die Angelegenheiten der evangelischen Schulen als Nebenstelle zu übertragen, .

den zum ersten Lehrer an der Realschule tn Kassel prasentir- ten Gymnasiallehrer Dr. Ernst Wilhelm Grebe in Marburg, unter Beauftragung desselben mit dem Rektorat der gedachten Anstalt, sowie .

ten zu der 2ten Lehrerstelle an derselben präsentirten bishe­rigen 3ten Lehrer Dr. Carl Hölt ing,

den zu der 3ten Lehrerstelle an derselben präsentirten bishe­rige» 4teu Lehrer Johann August Martin Janson, auch

den zu der erledigten Rectorstelle an der Stadtschule tn Wannsried präsentirten außerordentlichen Pfarrer Johannes Lorch aus Niederwald zu bestätigen,

den Phpsikus 0r. Bernhard Sucht er zu Friedewald tn glei­cher Eigenschaft nach Neukirchen zu »ersetzen, demselben auch die wimdärzlliche Praxis zu gestatten,

denPhpsikus und Amtswundarzt Vr. Georg Wilhelm Hüter zu Niederaula in gleicher Eigenschaft für den Amtsbezirk Bisch- hausen, mit dem Wohnsitz zu Walrkappei, zu bestellen,

dem Dr. med. Georg Gottlicb Söchting die erledigte Bmtswundarzlstelle zu Spangenberg provisorisch zu übertragen,

den Kreisthierarzt Johann Curt Schmidtkunz zuGchlüch- -ern in gleicher Eigenschaft nach Ziegenhain zu »ersetzen,

dem Vorstände des technischen Heichnen - Bureaus bei der Ober-Bau-Commission, Baurath Conrad Wilhelm Rudolph zu Caffel, die nachgesuchte Versetzung in den Ruhestand zu bewilli­gen, und

dem 2ten Pfarrer zu Bockenheim August Grünewald die nachgesuchte Eutlaffung vom Pfarramte zu ertheilen,

den Oberrentmeister Hampe zu Hersfeld und

den Erheb» bei dem Rebensteueramte zu Hersfeld Lappe in den Ruhestand zu versetzen,_aucs>

den Feldwebel Bonifaz Dauerbier bei der Pionnicr- Compagnie zum Werkschreiber bei der Main-Weserbahn auf Wi­derruf zu ernennen,

den Staatsrath Friedrich Heinrich Ernst Leopold Scheffer zum Mitgliede des Gesammt-Slaats-Ministeriums zu ernennen,

den CriminalgerichtS^Affeffor Carl Friedrich Wilhelm Wil- kens in Eschwege zum Justizbeamien bei dem Justizamte in Oberkanfungen, und

den Amts-Assessor Hermann Bu d n itz in Fulda zum Justiz­beamten bei dem Justizamte in Frankenberg zu bestellen.

Die BelKgerung von Beesla«.

Eine Erzählung auS dem siebenjährigen Kriege, von Eugen von Sobbe.

(Fortsetzung.)

Die ganze Erscheinung des Mädchens fiel ihm son­derbar auf und begann den Verdacht in ihm zu erregen, als sei das Geschäft jenes Verkaufs wohl nicht das einzige, welches sie betreibe. Er nahm sich vor, sie fer­ner zu beobachten. Er ging in die offene Hauelhüre der eigenen Wohnung, und hier in den Hintergrund des dunkeln Hausflurs tretend, beschloß er die Zurückkunft des Mädchens abzuwarten. Nicht lange nachher trat sie aus dem Hause und ging, aufmerksam nach allen Seiten umsichsebend, langsam die Straße hinab. Er folgt ihr unbemerkt, auf's Neue. Sie schlägt den Weg durch verschiedene Seitengassen ein, welche endlich zu ei­ner am Wall gelegenen 41 alerne führen, in deren Ein­gang nach kurzer Unterredung mit der Schlirwache,