Hersfelder Anzeiger. *
Nr. 47* Hersfeld/ den 13. Juni. 1855*
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vom Kage der Bestellung an umsonst.
Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnävigst geruhet:
den Hauptmann Bauer vom Teneralsiabe zum Artillerie- Negiment zu versetzen und zum Batterie-Ches der 1. Fuß-Batterie zu ernennen,
den bisher provisorisch bei dem Oberhofmarschall-Amte ange. stellten Kmziisten Gustav Schirm er nunmehr definitiv zu bestellen.
Bußglocke für die heutige Thristenheit.
Es haben einst gestritten Mit kühner, sreudger Hand Die treuen Christenmannen: Es galt das Heilge Land.
Sie stritten wider den Türken, Der Hölle finstres Reich; Ihr Schwert, das war so blitzend, Ihr Herz so glaubensreich.
Geschmückt mit ihrem Kreuze So zogen sie in den Streit, Und ob sie fielen im Kampfe, War's ihnen doch nimmer leid.
Sie wußten, für wen sie stritten: Der HErr selbst war ihr Lohn; Im Glauben haben sie funden Eine ehrliche SiegeSkron.
Ihr ruht nun still, ihr Helden, Ihr Treuen, in eurer Gruft! Doch ach! wer hört die Mahnung, Die aus deu Gräbern ruft?
O kommt, ersteht ihr Helden Und sehet dies Geschlecht, Wie's — sich zur ewgen Schande! Euch an den Feinden rächt.
Für Christi Feinde fließet Der Enkel-Christen Blut, Und wider Brüder streiten Sie gar mit grausger Wulh.
O daß darob uns brache Das Herz in tiefem Harm, O daß wir alle schrieen: Daß Gott, daß Gott erbarm!
Wähnt ihr, Der sei entschlafen, Deß Stuhl im Himmel steht: Weh! wenn sein Zorn entbrennet. Wenn sein Gericht anfäht!
Und ob ihrs nicht glaubt, dennoch Sein Wort ist ewig wahr, Sein Scepter Nicht verkürzet, Sein Reich währt immerdar.
O laßt euch doch erbitten, Besinnt euch, was ihr thut: Verspritzt für seine Höhner Das ihm geweihte Blut?
Daö Blut erschlügner Brüder Schreit laut zu Gott empor! Die Engel alle weinen Und tragen Trauerflor.
O laßt uns wieder nehmen