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bauen. Siebentes Gebot: Du sollst ein vernünftiges Wirthschaftssystem einführen. Achtes Gebot: Du sollst das urbare Land nach Kräften verbessern und öde Plätze zum Anbau herbeiziehen. Neuntes Gebot: Du sollst Buch und Rechnung führen. Zehntes Gebot: Du sollst alle die Eigenschaften haben oder Dir dieselben zu er<- werbest suck'en, in deren Besitze ein Landwirth sein muß, wenn er seine Wirthschaft mit dem größtmöglichen Vor­theil führen will.

Belgische Landwirthe veröffentlichen, daß sie in­mitten der allgemeinen Calamität der K ar to ffel kr a n k- heit ihre Kanoffeln beständig gesund und einträglich er­halten haben, indem sie beim Legen der Kartoffeln in jedes Lock zuvor und auch über die eingelegte Kartoffel eine Hand voll Sieinkvhlenasche gestreut haben.

Die englische Regierung ist entschlossen, den- Gu a no h a n bel auf alle Weise zu erleichtern und, wenn irgend möglich, denselben ganz frei zu geben. Sie verschafft sich zu diesem Behufe von den anderweitigen Vorhandensein von Guanolagern Kenntniß, um durch neueröffnete Quellen eine Coucurrenz herbeizuführen, mit deren Hilfe sie ihre Absicht auch bei een Regierungen von Peru und Bolivia zu erreichen hofft.

Buntes.

(Amerikanische Spitzbuben.) Vor zwei Mo- uaTrhT'ol? em omtcFFr Herr dürch eine der größten Straßen New-Iorkö gintz, wurce ihm seine Uhr auf eine unerklärliche Weise entwendet. Er ließ eine Anzeige in ein doUiges Blatt rücken, in der er dem Wiederbiinger 20 DvU. zusicherte mit dem Versprechen, man würce keine weiteren Fragen an ihn richten. Incest vergingen beinahe zwei Monate, ohne daß sich Jemand meldete; da.plötzlich redete ihn eines Tages auf bffener Straße ein wohlgekleideter Mann mit den Worten an:Mein Herr, Sie haben vor einiger Zeit ihre Uhr verloren und demjenigen, welcher sie Ihren wieder zusieUen würde, zwanzig Dollars versprochen, nicht wahr?"Das habe ich."Sind sie bereit, diese zwanzig Dollars gleich auszuzahlen?"Ja."Gut, hier M Ihre Uhr." Der Herr zahlte hierauf die versprochen c Summe, und indem er die Uhr in Empfang nahm und zu sich steckte, bemerkte er:Ich fartu gar nicht begreifen, wie ick sie habe ver­lieren können."Das will'ick Ihnen sagen," antwor­tete der Andere.Siinnern Sie sich nicht, daß in einem Gedränge Jemand heftig gegen Sie stieß?"Listen erinnere ich mich sehr wohl." Nun, gerade in demselben Augenblicke, als der Mann so gegen Sie stieß," und der Fremde gab dem allen Herrn einen starken Stoß gerade in demselben Augenblicke war Ihre Uhr ver­loren." Mit diesen Worten wünschte er ihm einen guten Morgen und entfernte sich. Der alte Herr setzte seinen Weg fort, ganz zufrieden mit der erhaltenen Erklärung. Als er wenige Minuten später nach der Tasche griff.

fand er, daß der Dieb ihm seine Uhr zum zweiten Male entwendet hatte. . . ,

Der Par laments-Präsident Gortail hatte die Tochter des Geheimschreibers Ludwig XVI., Rosa, geheiralhet. Bald nach der Verheirathung beschwerte sich der Schwiegersohn bei dem Echwiegervatter über die unausstehlichen Launen seiner Gattin. Rosa suchte den Kläger zu besänftigen und ihn zur Nachsicht zu stimmen. Das half kurze Zeit, aber der Präsident erneuerte immer wieder seine Beschwerden und führte zum Beweise manche. Beispiele eines hartnäckigen Eigensinnes und störrischer Rechthaberei an. Da sagte Rosa zu ihm:Ich sehe leider,' daß sie vollkommen Recht haben. Ich habe meine Tochter so oft ernstlich ermähnt, sich zu ändern, aber es hat nichts gefruchtet. Jetzt bleibt mir nichts übrig, als' sie für ihren Ungehorsam auf eine Weise zu bestrafen, daß sie ihn zeitlebens bereuen soll. Ich werde sie gerichtlich enterben." Der Parlaments - Präsident fchwieg bestürzt. Von diesem Augenblicke an kam nie wieder eine Beschwerde über seine Gemahlin bei deren Vater über feine Lippen.

Räthsel.

i.

Ging über Feld ein Wandersmann, In Des Jahies längsten Tagen; Der stimmt ein seltsam Liedchen an; So rathet denn, wer rathen kann! Das Liedchen will lch sagen:

Daß ick Armer mich erlabe, Wünsch' ich längst tchon, was ich habe. Hätt ichs seit dem frühsten Licht Heut nicht schon, so sucht' ich's nicht; Doch so bald ich's werde finden, Wird es gleich bei mir verschwinden.

2.

Ich nahe Dir zuerst an jedem Tage,

Ich bin bestimmt, den nächsten zu benennen, Und hast Du vielfach mich, von gutem Schlage, So wird man als begütert Dich erkennen.

A mtliche - Bekanntmachungen.

Oeffentliche Ladung.

Auf den Antrag der Staatsbehörde wird Johann Ferdinand Binder', Musikus aus Fulda, dessen der- maliger Aufenthaltsort unbekannt ist, in der durch seine Berufung bei dem unterzeichneten Gerichte anhängig ge» wordenen Strafsache gegen ihn, wegen Anfertigung, resp. Verbreitung eines Pasquills, auf

den 16. Februar h I., Vormittags 10 Uhr, in daS Sitzungszimmer des Obergerichts zur mündlichen