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Division, welche in diesem Augenblicke in den Orient geschickt werden; sie bestehen aus 8 Regimentern und 2 Jäger-Bataillonen, 4 Ballerieen unc 4 Compagnieen Genie. Außerdem haben 4 Regimenter von der Armee in Lyon Befehl erhalten, sich marschfertig zu Hallen, und die Depots der bereits im Orient befindlichen Regimen­ter sind angewiesen worden, die stärksten und7kingcübtc- sten Mannschaften zu ihren Corps zu schicken.

Bom russisch-türkischen «Kriegsschauplatz

Die neueste Nachricht vom Kriegsschauplätze fin­det sich heute in folgender Depesche:

St. Petersburg, 26. Novbr. Fürst Menlschi- koff meldet vom 18. Novbr. (6. a. St.) Abends: Nach dem Seesturm vom 14. d. M. ist feftgestellt worden, daß die Verluste, welche die feindlichen Flotten erlitten haben, größer sind, als man vermuthet hatte. Die Zahl der Kriegs- und Transportschiffe, welche an die Küste geworfen sind, erhebt sich bis auf etwa 25. Man hat außerdem einige Kriegsschiffe gesehen mit großer Havarie (d. h. die große Seeschäden erlitten Hallen). — Die Belagerungsarbeiten des^ Feindes stehen still. Die Ka­nonade hat stufenweise abgenommen. Am 18. (6. a. St.) hatte sie fast ganz aufgehört.

— Das „Wiener Frembcnbläll" meldet: Omer Pascha erhielt Befehl, nicht gegen Bessarabien zu operiren — sondern unverzüglich 20,000 Mann nach B a la kla wa einzuschiffen. (Die Bestätigung ist abzuwarten).

Konstantinope l, 10. Novbr. Heute Morgens lief hier ein großes Schiff voll von Verwundeten auS der Schlacht vom 5^ November ein; es brächte den Be­fehl, Hospitäler für eine große Anzahl bereit zu halten. Das Schiff hatte zwei Flaggen in der Mitte der Masten, was Trauer andeuten soll, und es heißt in Folge dessen, das es wahrscheinlich gefallene Generale an Bord habe.

— Von Konstantinopel aus ist zu berichten, daß ein Brief aus Balaklawa meldet: Die Krim füllt sich im­mer mehr und mehr mit Russischen Soldaten^ Sie kommen massenweise zu Wagen. Das ganze Corps von Odessa^ steht in der Halbinsel. Jeden Tag muß man neue «schlachten, wie die am 5., erwarten^ Ist da eine Fortsetzung der Belagerung inöglich? eo fragt man auch schon überall im Lager der AUiirlcn. Als ein wich­tiges Moment darf bei diesen Zuständen nicht vergessen werden, daß es seit einigen Tagen anhaltend regnet und stürmt und daß der Winter früher als gewöhnlich in diesen Gegendtn mit ganzer Strenge aufzutreten ent­schlössen scheint.

Mmtliche- Bekanntmachungen.

Gefunden. — Ein Strang baumwollenes Garn. Der Eigenthümer desselben kann solches bet unterzeich­neter Stelle zurückempfangen.

Hersfeld, am 27. November 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. Ykuffarth.

Die Herrn Bürgermeister der Stadt- und Landge­meinden des Kreises Hersfeld werden hierdurch auf das, im Verlag von Oswald Bertram zu Kassel im Preise zu 2^ Sgr. erschienene Werkchen:

Kurzer Ber icht eines Augenzeugen über den

Brand zu- Walbkappel in der Nacht vom 25. — 26. Detober 1854. dessen Ertrag nach Abzug ter Druckkosten den durch daS Brandunglück Betroffenen zufließen soll, aufmerksam ge­macht um besten Anschaffung als Beitrag zu dem ange­gebenen milden Zwecke, thunlichst zu empfehlen.

Hersfeld, am 25. Noobr. 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. ^tuffarth.

Um die Entlassung des August Walther von Hcrs- feld aus dem Kurhessischen Unlerlhanenverbande, Behuf- Auswanderung nach Nordamerika, ist gebeten worden. HerSfeld, am 28. November 1854.

Kurfürst!. Lanbrathsamt. 4tuffarth.

Gefunden: zwei Cigarrenspitzen. — Der Eigenthü­mer derselben kann solche bei unterzeichneter Stelle in Empfang' nehmen.

Hersfeld, am 27. November 1854.

. Kuriürstl. Landrathsamt. Musfaeth.

Der wegen Bcltelns rc., schon mehrfach bestrafte Schulknabe Peter Wallyer aus Haltenbach hat sich nach seiner, vor einiger Zeit erfolgten Entlassung aus dem Zwangsarbcushausc in Ziegenhain nicht nach Haus be­gehen, sondern zieht wahrichcinlich wiederholt vagirend umher, weßhalb alle Polizeibehörden ersucht werden, auf denselben zu fahnden, ihn im Bcirctungöfalle verhaften und anher abliefern zn lassen.

Hersfeld, am 27. November 1854.

Kurfürst!. Lanbrathsamt. Aluffarth.

Kan-rathsamt HünfelS.

. In Gemäßheit des §. 47 des RekrutirungSgesestes. vom 29. September . 1848. wird die vorläufig abge­schlossene Kreisliste über die zur nächsten Aushebung kommenden Milltairpflichtigen acht Tage lang |»cm 4. bis 11. f. M. im Geschäftslocale dir unterzeichneten Behörde zu Jedermanns Einsicht^bercil gelegt werden.

Ein Jeder ist aufgefordert, Mängel oder Irrthümer, insbesondere übergangene Militairpflichtige, dem Land- rathSamte zur Berichtigung oder nachträglichen Einzeich« nung anzuzeigen und es werden die etwa übergangenen Milltairpflichtigen, bisichungSweise deren Ellein oder Vormünder, auf die L orschrift des §. 48 des Rekruli- rungö-Geseßes aufincrfsaM gemacht, wonach ihnen obliegt, wenigstens 3 Tage vor der Aushebung dem Ortsvor- stanve oder dem Landrathsamte Anzeige von der gesche«