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eine starke Besatzung und zu Karschau ist neben der Ci­tadelle eine Pontonbrücke geschlagen.

Amtliche - Bekanntmachungen.

Derl zur Vermittlung des Transports von Auswan­derern für den Hauptagenten Kaufmann Ferdinand Dun­kel dahier bestellte Unteragent, vorhinnige Bürgermeister Johann Georg Volten and in Bengcndorf hat um Zurückziehung der ihm dieserhalb ertheilten Gestal­tung ^c. gebeten, was mit dem Bemerken hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß etwaige Ansprüche, welche der Rückgabe der von rc. Volkenand hinterlegten Caution entgegen gesetzt werden sollen, ,'nneihalh sechs Monaten vom Tage dieser Bekanntmachung an gerechnet, bei unterzeichneter Stelle mit einer Nachweisung darüber anzumelden sind, daß wegen dieser Ansprüche bei Gericht Klage ei hoben worden ist, widrigenfalls die Zurückgabe der Caution verfügt werden wird.

Hersfeld, am 25. Oktober 1854.

Kurfürst!. Lanvrathöamt. M uffarth.

An der Würzburger Straße und zwar in der Ge­markung Hersfeld sollen circa 150 Stück abfällig gewor­dene Pappeln auf dem Stamme öffentlich mcistbietenv verkauft werden und wird hierzu Termin auf den 4. November d. J. Vormittags 9 Uhr an Ort nnd Stelle angesetzt, wozu Kaufliebhabcr mit dem Bemerken einge- laden werden, sich zur erwähnten Zeit ibei der Hauna- brücke einzufinden. Hersfeld, am 25. Octobcr 1854.

Der Landrath. Der Lanvbaumeister.

Muffarth. Kandgrebe.

Anberweiter Termin zur Verakkordirung der Fourage- Lieferung für die im Jahre 1855 im hiesigen Etappen- Bezirk einquartirt wervenom Königlich Preußischen Trup- pen-Pferve ist auf den-3. November d. I. Morgens 10 Uhr vor unterzeichnete «telle anberaumt worden.

Hersfeld, am 27. Oktober 1854.

Kurfürstliches Landrathsamt.

F. d. Landrath Baumbach f. A.

Johannes Sippel von Oberhaun hat, Behufs Aus­wanderung nach Nordamerika, um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterthanenverbanbe gebeten.

Hersfeld, am 25. Oktober 1854.

Kurfürsstl. Landrathsamt. ^ktuffarth.

Gefunden: 1) eine Mütze, 2) eine Tabacks-Pfeift und 3) ein Löffel. Der Eigenthümer kann diese Sachen dahier in Empfang nehmen.

Hersfeld, am 26. Octobcr 1854,

Kurfürstliches Landrathsamt.

F- d. Landrath Baumbach k. A.

Dem Bauer Georg Walter in Cruspis ist'im Zeit­raum vom 21. bis zum 23. d. M. aus seinem Pfirch

ein dreijähriges Mutterschaas gestohlen worden. Spu­ren des Thäters sind dahier anzuzeigen. ,

Hersfeld, am 26. Oktober 1854.

Kurfürstliches Landrathsamt.

_____________F. d. Landrath Baumbach k. A.

-Die Ortsvorstände des Kreises werden in Folge einer Requisition des Großherzoglich Hessischen Kreisamts zu Alsfeld angewiesen, die hierunter signalisirte Maria Katharina Pfeifer aus Vadenrod, welche sich heimlich von Haus entfernt und der über sie verhängten polizei­lichen Aufsicht entzogen hat, wenn sie sich in ihren Ge­meinden betreten läßt, zu verhaften und anher abliefern zu lassen. Hersfeld, am 25. Oktober 1854.

Kurtürstl. Landrathsamt. Muffarth

Signalement. Alter: 42 J., Größe: 6 F., (Darmst. M-), Haare: schwarz, Stirn: niedrig, Angenbr-: blond, Augen: grau, Nase u. Mund: mittet, Kinn: rund, Gesicht: länglich, Farbe: gesund. Best Kenn;.: Nase und Mund ziehen sich schief nach der linken Seite.

Vorlage

.zur

Gründung eines UnterstützungsvereinS für erkrankte hiesige Dienstboten.

Von dem Genuß der hiesigen Wohlthätigkeitsanstalten ist eine Klaffe der armen Bevölkerung ausgeschlossen, deren Individuen wegen einer Menge von ungünstigen Einflüssen häufig einer Erkrankung unterliegen, durch diese aber in eine mißliche Lage gerathen. Der kranke Dienstbote besitzt selten ein Heizbares, gegen Luftzug verwahrtes, venlilir- bares Zimmer, genießt selten die Segnungen einer sorg­samen Pflege, welche ein so wesentliches' Element einer gedeihlichen Kur ausmacht. Wird ihm auch ärztliche Hülfe zu Theil, so vermag diese unter den angegebenen nachteiligen Verhältnißen meist nur wenig zu leisten. Diese UebelstänDe konnten natürlich einer einsichtigen Dienstherrschaft nicht entgehen, und so kam es denn, daß der kranke Dienstbote entweder dein hiesigen Lazarett) zur Verpflegung und ärztlichen Behandlung übergeben, ober daß er nach seinem Hcimalhsorl transportirt wurde. Er­steres war mit nicht unbeträchtlichen Kosten für den Dienstherr», Letzteres mit größerem ober geringerem Nach­theil für den Kranken verbunden. .

In Rücksicht dieser thatsächlichen Umstände erscheint daher die Gründung eines Vereins ebenso human als zweckmäßig, dessen Mitglieder gegen Erstattung eines ver- hältnißmäßigen Beitrags das Recht erhalten, 'eine Kran­kenanstalt zu benutzen, in welcher dem kranken Dienstbo­ten neben freier Verpflegung unentgeltliche Arznei m b ärztliche Behandlung zu Theil wird.' Das zum städ­tischen Krankenhaus bestimmte Schützenhaus enthält die erforderlichen Räumlichkeiten und Utensilien zur Aufnahme auch dieser Klaffe von Kranken.