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Hersfelder Anzeiger.

Nr. 85. HerSfeld, den 25. Oktober. 1854.

Der »HerSfelder Anzeiger» erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expe- tition (Neumarkt No. 587) pro Quartal 7 Sgr. 6 Hllr.; bei den Postanstalten kommt der übliche Postaufschlag hinzu. Anzeigen Aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet: \

den bisherigen Hostakaien Leopold Steindecker zum Hof- Offizianten zu ernennen,

den Rechnungs-Probator Drepmann bei der Abtheilung des Finanz-Ministeriums für die Berg- und Salzwerke zum Rech- nungsführer bei der Saline Nodenberg zu ernennen,

den AmIS-Assessor Wilhelm Theys in Rotenburg zum Ju- stizbeamten bei dem Justizamte in Broilerode und

den ObergerichtS-ReferendarLudwig Carl Ferdinand Spohr von Gaffel zum Anus-Assessor bei dem Justizamte in Rinteln zu bestellen,

dem Pfarrer Heinrich C o inL zu Harte die erledigte tste Pfar- rerstellc in Lichtenau zu übertragen und denselben zum Metropo- iitan der Classe Lichtenau zu bestellen,

den zu d Pfarrei Michelbach in der Classe Wetter prüfen- tirten Pfarrer Wilhelm Sch lund zu Weitershausen zu bestätigen, dem General-Major, General-Adjutanten von L o ßb erg, die erbetene Erlaubniß zur Annahme und, zum Tragen des von Sei­ner Majestät dem König von Sachsen demselben verliehenen Groß- kreuzes des Albrecht-Ordens zu ertheilen.

EageSvegebrnheiten.

Berlin, 24. Oct. Gestern ist hier folgende telegr, Depesche aus St Petersburg vom 22. Oclober kingegangen:

Nach den vom Fürsten Mentschikoff eingegangenen Nachrichten vom 3. (15. Oclober n. St.) bis 4. Oclober (16. Oclober n. St.) Halle der Feind angefangen, vor Sebastopol Bauerieen zu errichten, aber behindert durch die erfolgreiche Thäligleit unserer Artillerie konnte er sein Feuer nicht eröffnen.

Wien, 21. Oclober. Die heutige »Oesterreichische CorrespondeNz" meldet, daß nach Nachrichten aus der Krim bis zum 15. t. nichts Entscheidendes porgefallen sei. Große Russische Truppenmassen hätten die Krrm betreten und wäre die Verbindung mit Debastopol frei.

Nach hier eingetroffenen Nachrichten aus Odessa lst bis zur Nacht zwischen dem 15. und 16. vor Sebasto­pol nichts Entscheidendes vorgefallen.

Gallerie

der verdientesten Kämpfer für Europa's Wohl in den

Kriegen mit den Osmanen.

(Mitgetyeilt von Johann Reinhardt, Literat.)

(Fortsetzung.)

Auf den wackeren Billaret folgten in der Würde als Ordensgroßmeister noch 21 tapfere Ritter während des Aufenthalts deS Ordens auf der Insel RhoduS. Ihre Namen waren folgende:

Helian von Billeneuve (von 1323 1346), Theodat von Gozon, 1346 1353,

Peter von Cornillan, 1353 ~ 1355,

Roger von Pins, 1355 1365,

Raymund Berengar, 1465 1374,

Robert von Zulliac, 1374 1376,

Johann Ferdinand von Heredia, 1376 1396, j

Philibert von Naillac, 1398 1421,

Anton von Fluviau, 1421 1437,

Johann von Lastic, 1437 1454,

Jakob von Willy, 1454 14hl,

Peter Raymund Zacosta, 1461 1467,

Johann Baptist Orsini, 1467 1476,

Peter von Ambuffon, 1476 1503,

Emmerich von Amboisc, 1503 1512,

Guido von Blanchefort, 1512 1513,

Fabrizio del Carrelio, 1513 1521,

Philipp Villiers de l'Jsle-Adam, 1521 1534.

Achlungöwerth für alle Zeiten ist die Thäligkest, mit welcher ein jeder dieser tapfern Meister für Europa's, der Kirche und des Glaubens Wohl gewacht und gesorgt; allein vorzügliche Auszeichnung unter ihnen verdienen zwei, Ambuffon und I'Jsle Adam, deren Leben und Wir­ken an diesem Orte in aus'ühr sicher Darstellung vielletchjl nicht ungern gelesen werden dürfte.

Peter d'Aubusson war der Sohn des Rainald d'Aubusson, aus dem Geschlechte der VwomteS von Mon- teil, in der ehemaligen Grafschaft Marche in Südfrank- reich und der Margaretha von Comborn, ebenfalls aus einem altaveligen Geschlechte. DaS Jünglingsalter die­ses Mannes fiel in die Zeit der letzten Kämpfe der Eng­länder und Franzosen in Frankreichs Ebenen, welche