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Flucht retten solle'; worauf Mazzini erwidert habe: »JesuS Christus fürchtete nicht seine Feinde, Mazzini scheut nicht die Polizei." Wenige Stunden darauf war er aber schon auf dem Wege.

London, 12. Octbr. Der Post-Dampfer »Arctic" zwischen Liverpool und New-Iork, ist am 26. v. M. ver­sunken. Don 200 Passagieren, welche sich auf demselben, befanden, sind 46 bestimmt gerettet. Die Post ist wahr­scheinlich verloren.

Warschau!, 10. Oct. Heute ist hier von Seiten der Regierungs-Commission des Innern eine Bekannt- machung erschienen, welcher zufolge das gegenwärtig im Königreich Polen bestehende Ausfuhr-Verbot für Roggen, Gerste, Hafer, Erbsen, Mehl jeder Art, ©rüge* uno Kartoffeln, laut Dekret des Avministrationöraths vom 3. d. M. bis aus Weiteres verlängert ist.

Wom russisch türkischen «Kriegsschauplatz.

— Die „C. Z. C." bringt folgende Mittheilung aus der Krim: Alle werthvollen unv feuergefährlichen ^Gegenstände im Hafen von Lrebastopol werden in bom­benfesten KeUergewölben untergebracht. DaS Feuer der Alliirten gegen die Stadt von der Landseite sollte am 8. oder 9j Oktober eröffnet werden. Die Erdarbeiten haben am 2. Oktober begonnen.

Petersburg, 15. Oktober. Bis zum 9. Oktober war vor Sebastopol nichts vorgefallen.

Wien, 16/Dctober. Nach eingetroffenen Nach­richten aus Odessa wäre bis zum 9. Oktober gegen Sebastopol nichts unternommen worden.

— Aus Odessa vom 6. Oktober meldet man, daß der General Osten-Sacken sich seit mehreren Tagen in Perekop befindet und die Berstärkungstruppen Person, lich anführen wird. Fürst Mentschikoff befindet sich in defensiver Stellung an der von Simferopol nach Alanhuata führenden Straße. '

Zu Wien hatte man am 15.. Nachmittags Nach­richt, daß das Osten -Sacken'sche Korps, 40,000 Mann stark, in die Krim eingerückt und im Anmarsch auf Sebastopol ist.

Eine Nachricht aus St. Petersburg meldet, daß der Kaiser Nikolaus, in Betracht der Kriegsumstänve, die nach Oesterreich hin gelegenen Gouvermenis Charkoff, Paltawa und Kiew in Kriegszustand erklärt hat.

Gallerte der verdientesten Kämpfer für Europa's Wohl in den Kriegen mit den Osmanen.

(Mitgkcheilt von Johann SteinHardt, Literat.)

(Fortsetzung.)

Auf aber ihr christlichen Streiter und Helden Euro- pas, auf ihr Fürsten, Edle und Völker, eS gilt die Schmach zu rächen, welche seit vier Jahrhunderten des

Erbfeinds blutbefleckte und grausame Thaten auf den christlichen Namen und die heiligen Stätten gehäuft, zie- hct wie damals Millionen, mit dem Paniere des Kreu­zes nach dem heiligen Lande, wo unser Erlöser gelebt, gewirkt und gelitten, ziehet aus zur Befreiung des Heili­gen Grabes, euer Panier ziere das Kreuz, das Kreuz eure Brust, mit ihm sei, wie bei den ersten Kreuzeshel- den, als sie Jerusalem und das heilige Grab von dens Händen der Ungläubigen befreiten, das Losungswort:, »Gott will es! Gojt will es!" Ja in ihm wertet ihr gewiß siegen über den Halbmond und durch solches den reichlichsten Lohn eurer Verdienste ernten.

Glaubet nicht, es sei in jetziger Zeit unmöglich sol­ches auszusührcn, vereinigt euch nur gemeinschaftlich in' Einheit zu einem großen Ziele und vertrauet dem Paniere ' des heiligen Kreuzes, durch welches allein Heil kommt; denn wie durch dasselbe mit Wenigen oft Tausende und Tausende besiegt wurden; so wird euch auch Gott durch dasselbe über alle Hindernisse hin zu glücklichem Siege führen. K ,

Du aber heiliger Stern deutscher Treue flimmere mit strahlendem Glänze in die Herzen gotlbegeist'erter, ' Kämpfer, damit der Feind des christlichen Namens und jedes anderen Volkes, der einst mit so teuflischer Grau­samkeit und Wuth die Christen, namentlich die Griechen,. gemartert und schonungslos hingemordct, von unserm Continente vertilgt und in der damaligen Hauptstadt der christlichen Welt, worin der schönste und prachtvollste Gotte^tempel der Christenheit, die noch stehende Vophia, die Aller Bewunderung auf sich zog, wieder das strah-; lende Kreuz unseres Glaubens ziere, und endlich das heilige Grab von den falschen Zöllnern, den Muselmän­nern, gänzlich befreit werde!

MmadeuS V. oder der Große.

Dieser Fürst, einer der Ahnherrn des noch jetzt be­stehenden savvyisch-sarcinischen KönigSstammes, mag die' Heldenreihe eröffnen^"ausgezeichnet in den Jahrbüchern von Savoyen und Oberitalien als Regent, Weiser und erfahrener Krieger, strahlt auch hier sein männliches Bild uns würdevoll entgegen. Er war geboren 1249 und starb 1323, in einem Älter von 74 Jahren. Sein Leben zeigt uns eine überall seltene Verbindung einer außerordentlichen Thätigkeit mit edler Mäßigung und weise berechnender Klugheit in allen Unternehmungen; mit einem Worte, einen FürsteN und Führer der Völker im achten Sinn des Worts, den übrigens noch die schön­sten Tugenden des Privatmanns und Bürgers vor so vielen seines Standes schmückten. Sein edler, großer Geist, den jedes Unrecht, jedes gewaltthätige Streben tief empörte, der sah und empfand, schon um ein volles Jahrhundert vor der verhängnißvollen Schlacht von Kossowa, und um anderthalb Jahrhunderte vor des Chri- stenreiches zu Konstantinopel Fall voraus, - die Gefahr und die Schmach, die Europa von den eroberungssüchti­gen und raubgierigen, aller sittlichen Cultur Hohn spre-