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Sahet nicht die schrecklichen Gefahren, Die so sichwar euer Haupt bedroht, Alö ihr eure tapfern Heeresschaaren

Ausgeschickt, zu stiften Qual und Noth, Sie sogar vereinigt mit Barbaren ' Wider Recht und wieder das Gebot: „Du sollst dich nicht mit dem Feinde rüsten „Mit ihm nicht bekriegen Brüder Christen."

Dennoch habt ihr trotz Gebot und Mahnen

Frevelnd solche Ueveltyal vollbracht,, Habet eure kreuzgeweihten Fahnen

Hingegeben in des Halbmond's Nacht, Habt vergessen Die erhab'ne» Ahnen, Die so treu in langer, heißer Schlacht Für das Kreuz mit Leib und Blut gerungen, Stets im rechten Geist bin Sieg errungen.

Schöne Zeit, wo die erwählten Schaaren

GlaubenövoU zum Ausgang sich gewandt, Wo sie Schutz und Schirm der Christen waren,

Und befreiten das Gelobte Land Von den Sarazenischen Barbaren; x

Allen war da Gottes Wort bekannt,

Alle brachten hehre Opfergaben, Alle riefen „unser Gott wills haben."--—

Arge Zeit, die nun im Sturm erschienen, Wo bewußt so Viele abgewanbt

Nur dem Mammon und dem Wahne dienen, Und den Glauben, welchen sie bekannt,' Frech verleugnen und den Fluch verdienen, Und die Strafe, die der Herr gesandt Ueber die, die falsche Gruben graben, Das nicht thun, was Gott der Herr will haben.

Gott will haben, daß wir Seinen Willen,

Den 'Er offenbart und kunvgelhan, Willig gern mit treuem Sinn erfüllen. Daß wir sümpfen wider List und Wahn Und des Jammers bange Thräne stillen, Ihm und Seiner Ordnung Unterthan, Ehrgeiz, totol; und Neid und Raubgier hassen, für Recht und Pflicht das Schwert erfassen.

Kehret um, ihr, die ihr tief gefallen, Weil's noch Zeit ist, wendet euch zum Kreuz! .Laßt den Ruf VVN oben nicht verhallen: Aufwärts, vorwärts geht der Weg zum Kreuz! — Die vom Heil gen Bund nicht abgefällen, Die da gläubig streben hin zum Kreuz, Sollen nimmermehr verlassen werden Von dem Herrn des Himmels und der Erden!

I. v. N. P- Z-

Amtliche - Bekanntmachungen.

In Folge einer Requisition des Großherzoglichen Kreisamts zu Nidda vom 22. d. M wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß an Dem am 25. und 26. f. M. — Mittwoch und Donnerstag vor Simon Juvä — zu Nidda abgehalten werdenden Markte, wegen des am 80. und 31. desselben Monats zu Ortenberg stallfinbenben sog. kalten Marktes, weder Pferde noch Rindvieh zum Verkauf kommen können.

Hersfeld, am 26. September 1854.

Kurfürst!. Lanbrathsamt. Muffapth.

Um die Einlassung der Gebrüder Heinrich, Andreas und George -Lyding von Schenklengsfeld aus Dem Kur- hesst scheu Unierchanenverbande, Behufs Auswanderung nach Nordamerika, ist gebeten worden.

Hersfeld, am 25. September 1854.

Kurfürstl. Landrathsamt. Muffarth.

Am 30. v. 'M. wurde in derWerra bei Mihla der , Leichnam eines neugeborenen noch nicht völlig ausgetra- ' genen Kinoes aufgesunven. Beim Mangel alles Ver­dachts bringe ich den Vorfall zur öffentlichen Kenntniß mit dem Ersuchen, sich ergebende Verdachtsspuren bet mir zur Anzeige zu bringen, wobei ich ausdrücklich be­merke, daß das Kind nach dem schon sehr weit vorge­schrittenen Grade der Fäulniß zu schließen, >cho,n ober­halb Mihla i» die auch Kurfürstl. Hessische Orte durch- fließende Werra geworfen worden sein kann.

Eisenach, den 14. September 1854.

K. v. Seebach Untersuchungsrichter des Großherzogl. S. Kreisgerichts.

Unter weiterer Veröffentlichung vorstehender Be-, kanntmachung wird den betreffenden OrtSvorständen aus- gegeben, die erforderlichen Rachforfchurigen anzustellen, und falls diese ein Ergebniß liefern sollten, sofort dahier Anzeige zu bewirken.

Hersfeld, den 25. September 1854.

Kurfürstl. Lanvrathsamt. Muffart

Dem Ackermann Conrad Wehnes zu Kerspenhausen ist in der Nacht vom 22. auf den 23. d. M. ein Bie­nenstock mit Den darin befindlichen Bienen gestohlen worden. — Spuren des Thäters sind dahier anzuzeigen.

Hersfeld, am 25. September 1854.

Kurfürstliches Landrathsamr. Muffarth.

Am 21. d. M. sind auf dem Wege von Hersfeld nach Friedewald folgende Gegenstände verloren worden:

1) eine Quantuät Wecke, , .

2) drei Pfund Mehl,

3) | Pfund Kaffee,

4) eine Quantität Cichorke,

5) ein Halstuch,