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Borussia, du ruhtest lang! Wenn feilen Pöbelhorden Im Deutschen Land' eö auch gelang. Den Fnev^n hrnzumorken Mit Schelmengriff uno Lumpenkampf Und Hündisch feiger Rede: Des Heeres Tint und Husgestampf Bewältigte die Fehde.

Du ruhtest lang, Borussia, Nicht achtend Hunveklaffen! Jetzt aber heißt's: der Feind ist da! Auf, grcüe zu den Waffen! ^ Es rüstet sich ein grimmer Streit, Ein blutig Völkerrmgen, Der Löwe brüllt, der Adler schreit Unv schüitUl seine Schwingen.

Europa "steht, die Hand am-Schwert! Auch keine Waffen blitzen — Stur, wem kein Hieb wird sein bescheert? — Die Köpfe sich erhitzen.

Doch säume nicht Borussia!

Nicht acht' das Wort genüge: Der Freund ist du im Osten nah'! Dem Westen Deine Klinge!

Willst du dem Ellenkrämerthum Der Kaufmannsinlet trauen? Willst du aufs Frankenkaiserthum, Das wivcrkcutsche, bauen? Ach, jenes ist Nur Speculant, Fragt nur nach seinem Zolle, Unv hat von Dir sich bald gewandt Um eine Ladung Wolle!

Und diesem, wer vertraut ihm noch? Noch tönt eö uns im Ohre, Man schwur ja einst so treulich doch Dort zu der Tricolorc!

Heut rutt man: Hoch, der Präsident! Unv morgen: Hoch Der Kaiser!

Unv für ein Pöbcircgiment Schreit man wohl auch sich heiser.

Im Osten blüht allein dein Heil! Drum stehe zu Dem Osten!

Dort sich man nimmer noch das Beil, DaS Schwert, die Streitaxt rosten!

Die Waffen waren allezeit Für Tbron unv Lanv geschliffen, Den Freuno zu schützen stets bereit .Vor Frankreichs Diebesgriffen.

Im Osten steht ein fester Thron, Drauf herrscht ein starker Wille; Dem Braven wird dort Ehr' und Lohn,

Die Lumpen schweigen stille.

Der Osten hat nech^Mark im Arm!

Er ist der stärkste Stniter!

Der Osten hält,die Freunde warm!

Die Stich vom Schimpf befreit er!

Du ruhtest lang, Borussia,

; Nicht achtend Hundellafffn !

Jetzt aber bnßtV: Der Feind ist da!

i Aus! Greife zu den Waffen! iLchütz' deinen schönen, stolzen Rhein, Die alte Deutsche Wehre!

. Nie schau'n in seine Fluch hinein DeS Fränt'schen Feindes Heere!

£ Du ruhtest lang, Borussia!

Jetzt gilt es blutig Schaffen!

Der Feind ist da! Der Feind ist da!

Auf! Greife zu den Waffen!

Dem Westen wirf den Handschuh hin

Zum wilden Kriegestanze!

Fest knüpfe du, o Rittersinn, 1

Die heil'ge AUianze!

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Amtliche- Bekanntmachungen.

' Oeffentliche Ladung.

Auf den Antrag der Staatsbehörde wird Katharina Schubart aus Gelnhausen, deren vermaliger Aufent­haltsort unbekannt ist, in der auf erfolgte Berufung der Staatsbehörde bei dem unterzeichneten Gerichte anhängi­gen Strafsache wider sie, wegen Landstieicherci, auf den

2 0. October I. I., Vormittags 9 Uhr, in das Sitzungszimmer desselben mit dem Bemerken zur mündlichen Verhandlung vorgelaven, daß im Falle ihres Ausbleibens nach §. 389 des Strafprocest - Gesetzes die Sache unter ihrer Ausschließung verhandelt werden wird. Zugleich dient ihr zur Nachricht,' daß ihr der Obergerichts- Procurator Dr. Herquet radier als Vertheidiger von Amts wegen beigeorbnet ist uno alle künftig ergehenden richterlichen Verfügungen, mit Ausnahme des Urtheils, nur dem Vertheidiger bekannt gemacht werden.

Fulva, am 8. August 1854.

Kurfürstliches Oberger icht, Criminal-Senat.

In Abwesenheit, des «enats-Vorstands der Obcrgcrichis-Rath

Fuchs.

Der Buchbindergestlle Jakob Geier von hier hat, Behufs Auswanderung nach Nordamerika, um Entlassung auS dem Kurhessischen Untenhanenverbandc gebeten.

>HcrSfelc, am 14. August 1834.

Kurjürstl. Lanvrathsamt. Auffartb