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Zustimmung hn rauf gerichteter Antrag ,ist schon allen Bundesregierungen behufs Jnstruirung ihrer Gesandten am Bunvestage, mitgetheiil worden. (K. Z.)

Höchst, 26. Juli. [Opfer her Spielh ölleJ Die wieder ins Leben gerufenen Deutschen Spiel­höllen haben ein entsetzliches Opfer gefordert. In den jüngsten Tagen ward unsere Stadt durch einen schreckli­chen Auftritt^geängstigt. Ein blutbedeckter Mann vurch- rannte die Straßen und stürzte sich kopfüber in den Main, als ob er sich in demselben zu begraben dachte. Mehrere Schiffer, vie am Ufer weilten, sprangen gleich in die dort ankernden Kähne, und entrissen ihn rasch Den Fluthen, bevor er ersticken konnte, tote fanden, daß er am Halse wie am Arme blutete, und daß er gefährlich verwundet sei, und trugen Sorge, daß er, obgleich er widerstrebte, verbunden und so gerettet wurde. Als man nun zum Hause des Verwundeten eilte, um Hm dort Pflege vorzubereiten, fand man daselbst noch einen schreck­licheren Anblick: die Gattin des Geretteten mit abge­schnittenem Hauple. Eine Menge blutiger Messer lagen umher, mit welchen der unglückliche Gatte die tocpauDer» that vollbracht halle. Anfangs schloß man, daß plötzli­cher Wahnsinn ihn ergriffen, da er stets mit seiner Gefährtin in musterhafter Ehe gelebt hatte, und noch müssen wir eine solche Störung der Geistesthäligkeit un­terstellen, obgleich jetzt die Ursachen näher einleuchten, durch welche Der sonst so stille Mann zu diesem Ver­brechen geführt wurde. Er hatte sich in Wiesbaden zum Spiel verleiten lassen, nicht nur all sein Hab und Gut verloren, fonoern auch noch ein bedeutendes geliehe­nes Capital, welches er auf seinen Grundsitz ausgenom­men, um davon seinen Sohn stuviren zu lassen, und ist so Den finsteren Mächten verfallen. Von Wilhelms- dad, Nauheim und Homburg verlauten ähnliche Vorgänge. Bei letzterem Orte fand man neulich einen jungen Mann, welcher sich, nachdem er alle ihm anver- trauten Gelder verspielt, im Walde erhängt hatte.

England. In Leebs fand unlängst ein Mee­ting über die Sonntagsfeier statt. Etwa 40,000 Per­sonen waren zugegen, und die überwiegende Majorität dieser Monstre-Versammlung erklärte sich für völlige Schließung aller Wirthshäuser am Sonntag.

Wom russisch türkischen «Kriegsschauplatz

Von Der Donau. DerMonsieur" meldet aus Bukarest vom 31. V- M-, daß Fürst Gortschakoff, bevor derselbe Bukarest verließ, Die Bojaren um sich versammelte, um. ihnen seine Zufriedenheit wegen der Behandlung Der Russischen Truppen in der Walachei zu bezeugen.

Nach in Wien eingegangenen Nachrichten aus 'Jassy vom 2. August haben sich einige Russische Regi­menter bereits hinter den Prulh zurückgezogen, was Russische Blätter als Beweis von Friedensliebe Rußlands darstellen.

DieOesterr. Corresp." meldet aus Odessa vom 31. Juli, daß dem Vernehmen nach seit gestern die ver­

einigte Englisch-Französische Pontus-Flotte mit zahlreichen Transportschiffen vor Sebastopol in Sicht erschie- nen sei.

London, 5. Aug. Die heute erschieneneTiweS" meldet, daß ein Angriff auf Sebastopol zu Lande durch 80,000 Mann bevorstehe.

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Amtliche- Bekanntmachungen.

Der Schmiedegeselle Anton Engler aus Speyer will am 5. d. M>, auf dem Wege von Sieglos nach Hers­feld seinen, vom Königlich Bayerschen Landkommissariat zu Speyer im Monat Juni v. I. ausgestellten Reisepaß verloren haben, was zur Verhütung eines etwaigen Miß­brauchs hierdurch veröffentlich wird.

Hersfelv, am 6. August 1854.

Kurfürst!. Lanvrathsamt. Anssarth

Gefunden: ein Schlüssel. Der Eigenthümer kann denselben dahier in Empfang nehmen.

Hersfelv, xam 8. August 1854.

Kurfürstliches Landrathsamt. Ausiarth

Die 10 Jahre alte Catharina Elisabeth Henzel, Tochter des Tagelöhners Heinrich Henzel in Gittersdorf hat sich seit einiger Zeit von HauS entfernt und treibt sich wahrscheinlich bettelnd umher, weßhalb alle Polizei­behörden ersucht werden, auf dieselbe zu fahnden, sie im Betretungsfalle verhaften und anher abliefern zu lassen.

Hersfelv, am 5. August 1854.

Kurfürlst. Landrathsamt. Wuffarth

D^er unterm 26. Mai d. J. gegen die Catharina Gieß von Sieglos erlassene totecforief wird, als erledig; zurückgezogen. Hersfeld, am 3. August 1854.

Kurfürst!. Lanvrathsamt. Äkuffarth..

Den Schäfern Johannes Gerlach und JakabReich- Hard zu Wivdershausen sind am 10. d. M. aus ihren im dasigen Felde stehenden Hütten zwei Bettdecken gestoh­len worden. Spuren ped Thäters sind dahier anzu- zeigen Hersfelv, am 9. August 1854.

Kurfürstl. Lanvrathsamt. Musfarth.

Kan-rathSKMt Hünfel-.

Nr. 7127 O. R. Die eigenmächtige Entfernung aller von dem Vermessungs-Personal zum Zweck der Aus­führung der General-Vermessungen ausgestellten Steine, Stangen, Pflöcke u. s. w. währ^nv der Dauer der Ver­messung, sowie das eigenmächtige HesausnehnM gesetzter Poligonsteine auch nach Beendigung Der Vermessungen wird hei strafe von 5 Thlr. verboten.

Hünseld, am 3. August 1854.

Kurfürst!. Lanvrathsamt. Cassian, k. A.

Herausgeber: L. Funk. Druck und Benag von demselben.