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, lheidiger und des Commandanten zu nahe treten zu wöl- len, glaube ich doch bemerken zu müssen, daß einen gro­ßen Antheil an dieser sogenannten Aufhebung die mili- ^ tairische Vorsicht des Russischen Höchstcommandirenben hat. Im Angesicht der Oesterrei chischen Truppen- märsche, welche den ganzen Raum von der Serbischen Grenze an über Siebenbürgen bis zur Bukowina bedck- ken, und Flanken unv Rücken der Russischen Armee durch den so gut wie gewissen Einmarsch in die Donau -Für- stenthümer bedrohen, wäre es mehr als Tollkühnheit, seine Truppen auszuopfern wegen des Besitzes einer Stadt die am Ende bei der Absperrung des Schwarzen MeereS durch die Englisch-Französische Flotte doch nur von un­tergeordneter Wichtigkeit wäre.

Der tapfere General Schilder ist an seinen vor Silistria erhaltenen Wunden gestorben.

Die dritte Ausgabe derTimes" bringt folgende Depesche aus Wien von Montag Morgen:Vorgestern Abend ist die Russische Antwort auf die Oesterreichische Note in Wien angelangt. Sie lautet dahin, daß Ruß­land, zum Zeichen seiner hohen Achtung vor Oesterreich, das Türkische Gebiet räumen wird."

DemJournal des Debats" zufolge waren am 15. Juni' schon über 50,000 Franzosen und nahe an » 30,000 Engländer in der Türkei daher mit Einbegriff

der ottomanischen Truppen binnen Kurzem 150,000 Mann auf dem kleinen Raum zwischen Varna, Schumla unv Silistria im Balkan oder im Donauthal massift stehen werden.

Gemeinnütziges.

i Die Geheimmittel der neuesten Zeit.

4.

Die Goldbergee schen «Ketten.

Dr. Borchard S aromatisch - medieinische «Kräuterseife.

Dr. Suin Le Boutemard s aromatische

Zahnpasta.

Dr. «Koch s «Kräuter-BonbonS.

^t ^ü einem Jahre sind die früher zur Ungebühr wiederholten Anzeigen der Gvld berger 'scheu Ketten und ihrer wundcrlhätigen Kräfte auch in diesem Blatte verstummt, nachdem die letzteren Anpreisungen derselben besonders ruhmredig abgesagt und auf eine nochmalige kräftige Einwirkung auf das Publikum berechnet waren.

Die, Die, nach diesen Ankündigungen, seit einer Reihe von Jahren die mannichfachsten und ehrenvollsten Auszeichnungen erlangt, von zwei Regenten patronisirt, von zwei Ministern cöiilcssionirt, von einer medicinischen V^ultät, von den Sanitätsbehörden der meisten Länder Europas und von vielen Hunderten geachteten Aerzten

und Physikern geprüft und empfohlen und deren zuver­lässige Wirksamkeit von vielen Tausenden hochachtbaren Personen aus allen Ständen und Himmelsstrichen bestä­tigt waren sie haben ihren Lauf vollbracht und sind nicht mehr! -

Die Abnahme des kindlichen Glaubens im Volke rücksichtlich der Universalwirkung dieser Ketten in ihren verschiedenen Formen, der ehrenhafte Mangel ferner Hülfe im deutschen ärztlichen Publikum zur Förderung und Ber- ~ breilung dieses Industriezweiges und das immer Selte- nerwerven der Thaler haben ihr Ende herbeigeführt, ob­gleich die verschiedenen nervösen, rheumatischen und gichti- schen Krankheiten, als deren Schrecken sie galten, noch soribcstchen.

Herrn Gölkberger gebührt das Verdienst, daß er in Befolgung der uralten Behauptung, daß die Schafe auf der Welt sind, um geschoren und die Thoren um getäuscht zu werden, sich durch seine Erfindung, selbst nach Abzug der erheblichen SuiNmen für seine Agenten und die Zei- tungö- rc. Redactionen, goldene Berge erworben hat, die ihm eine colosale Jahreöl ente sichern!

Daß jedoch Herr Goldberger in seiner Sorge für die allgemeine Wohlfahrt besten ohngeachtet nicht rastet und selbst mit Vermeidung der Nennung seines Namens das alte Spiel von Neuem treibt, darüber geben die Ermittelungen des A. Frickhinger zu Nördlingen (in seiner so eben erschienenen SchriftRevalenta arabica des du Barry, ein großartiger Betrug." Nördlingen bei C. G. Beck 1854' S. 58 bis 60) die nachstehenden in­teressanten Ausschlüsse:

-Wer dachte wohl daran, daß I. T- Goldberger in Berlin, nachdem seine Rheumatismus-Ketten sich vollstän­dig überlebt haben und z, B. in Baiern nach Ablauf der 2 Jahre, für welche ihm der Verkauf derselben be­willigt war, die erneuerte Erlaubniß dazu verweigert worden ist, baß Dieser nämliche Golbberger jetzt die viel ausgeschriebenen Dr. Borcharbl's aromatisch-Medicinische Krauter seife,"Dr. Souin be Boutemarb's aromatische Zahnpasta," bes k. pr. KreiS-Physikus Dr. Koch's Kräu- ter-Bonbons" verfertigt? Und doch ist es so! Apothe­ker Sallinger in München hat bei der königl. Kreisregie­rung von Oberbaiern um die Erlaubniß zum Verkauf der eben genannten 3 Geheimmittel nachgesucht, und auf den gutachtlichen Antrag bes königl. bafn Obermedici- nalausschufssö vie Licenz vazu auf 5 Jahre erhalten mit der Beschränkung, daß Der Absatz dieser Gegenstände im Königreich Baiern ausschließlich durch die Apotheker zu erfolgen habe. Goldberger's abgenützter, ja total diScre- lirler Name scheint beim Nachfuchen um die Licenz von Sallinger nicht genannt worden zu sein. Nachdem nun aber die Licenz erreicht ist, versendet Goldberger von Berlin aus an Apotheker eine gedruckte Einladung zum Debil, aus welcher der Kürze halber nur folgende auf­fallende Stellen entnommen werden.

Berlin, Datum deS Poststempels. Sehr geehrter Herr!

. AuS der in gedruckter Copie hier ^beifolgenden Verfügung