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im Preise steigen. Denn ungeachtet des Verlustes der Donau-Fürstenthümer ist doch handgreiflich die Lage der Russen hinter dem Pruth viel günstiger als jetzt, so­gar wenn sie Silistria genommen haben sollten.

C. Nehmen wir ferner an, außer Schweden treten ' auch die zwei Deutschcu Großmächte zur Coalition, was wir übrigens bis zum vollständigen Beweise des Gegentheils für unmöglich halten. So gewaltige Ver­stärkung der Gegner Rußlands würde zu einem wahr­haften Riesenkampfe führen, dessen Ausgang nichts desto weniger sehr verschieden sein kann. Freilich nicht der vulgäiren Ansicht unserer freisinnigen Publicisten gemäß, deren Unwissenheit aber ihren Urtheilen jede Bedeutung raubt. Vielmehr sind drei sehr verschiedene Wendun­gen der Angelegenheit wohl denkbar, und zwar die fol­genden: 1) alle Streitenden fühlen sich früher oder spä­ter so,erschöpft, daß sie Unterhandlungen anknüpfen und die Sachen so ziemlich auf dem alten Fuße bleiben; vielleicht würde Oesterreich seine Anerkennung als Mil- schutzmacht der Donau-Fürstenthümer durchsetzen. 2) Die Coalition erreicht ihr Ziel, Kaiser NicolauS witd dahin gebracht, die von ihr ausgestellten Bedingungen anzuneh- men. 3) Sie scheitert an den räumlichen Verhältnissen Rußlands, deren ausdauerndste Benutzung man mit Be­stimmtheit Voraussagen kann.

Ohne Unterschied sind alle diese drei Fälle vorzugs­weise der Revolution vortheilhaft, die während der Beschäftigung so großer HeereSmassen im Osten, freies Feld der Thätigkeit hat. In zweiter Linie der Gewin­nenden steht Napoleon HL, wie demnächst zu erörtern ist. Welche Rückwirkung die verschiedenen Ergebnisse des großen Kampfes auf die betheiligten Staaten äußern würden, soll nämlich den Inhalt eines zweiten Artikels bilden. (N. Pr. Ztg.)

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Premierlieuteuant v. Langenschniarz' vvm Leibgarde- Regiment, unter Führung ü la suite desselben, zum Adjutanten der 1. Infanterie-Brigade zu ernennen;

den Hülssprobator Georg Jouvenal und

den Bauschreiber Carl Theodor R e u s s e zu Güter-Expedienten den Eduard Ernst zum Gepäck-Expedienten, und

den Louis S charfscheer zum Billeteur auf dem Bahn­höfe zu Kassel,

den Bausckreibkk Johann Carl Ferdinand Kanngießer zum Güter-Expedienten,

den Louis Böcking zu Kassel zum Gepäckexpedienten, und den Friedrich Falkenhain er zu Trepsa zum Billeteur auf dem Bahnhöfe zu Guntershausen,

den Gustav Siebert zum Güier.Expcdientcn, und

den HülsSredisor Eduard Rexrod zum Billeteur auf dem Bahnhöfe zu Marburg, sowie

den Cbristian Wilhelm Persch zu Kirchhain zum Güter- Expedienten auf dem Bahnhöfe zu Trepsa auf Widerruf zu ernennen,

den Wachtmeister Schwarz köpf vom 1. (Leib-) Husaren- Regiment znm Polizei -Commiffar bei der'Polizei-Direction zu Cassel, und den Wachtmeister Fuchs von der Gardegendax.

merie zum Polizei-Commissar bei der Polizei-Direction zuFuld«, beide provisorisch, zu bestellen.

* HerSfeld, 20. Juni. Se. Königliche Ho­heit Der Kurfürst, Allerhöchstwelche bereites am vori­gen Sonnabend unsere Stadt auf Der Durchreise nach Fulda berührt hatten, trafen heute Mittag gegen 1 Uhr wieder hier ein, um nach Cassel zurück zukehren. Den ersten Ausdruck der Freude, den geliebten Landesherr» in unseren Mauern zu sehen, bezeichnete eine am Peters- thor errichtete Ehrenpforte, unv das herzliche Lebe­hoch! der daselbst zahlreich versammelten Menge. In größeren Massen strömte jedoch die Bevölkerung zusam­men, als Se. Königliche Hoheit, unter dem .Ge­läute aller Glocken, abwechselnd mit dem Spiele der VoUshpmne, vor dem Posthause ankamen, hier auS dem Wagen stiegen unv die Behörven empfingen. Allerhöchst- dieselben wurden während dem von dem freudig bewegten Volke dicht umringt, welches sich dann auch ganz beson­ders des guten und gesunden Aussehens, wie nicht we­niger der freunvlichen Herablassung seines LanveSvaterS erfreute. (Nach längerem Verweilen setzten Allerhöchst- dieselben Die Rückreise nach Cassel fort')

Gemeinnützige s.

Die Geheimmittel -ex neuesten Zeit.

. 2.

Die Pate pectorale des Apothekers Georg« zu Epinal. *

Mit großem Pomp werden seit einiger Zeit "die zj von jeher gegen Husten und Heiserkeit und sonstige leich­tere Beschwerden cer Brustorgane als wirksam bekannten Zusammensetzungen aus Gummi und Zucker zur Heilung aller möglichen Brustkrankheiten, ja selbst der Engbrüstigkeit, des Keuchhusten unv Der Schwindsucht um theuere Preise angeboren.

Wer- die Zusammensetzung dieser Mittel durchschaut, wer dieseberühmten" Pasten vergleicht mit den bis­her in den Apotheken käuflichen Pasten, wie dem Eibisch- Lederzucker (Jungfernlever), der Reglisse, der Gummi- unv Brustbcercn-Paste u. s. w. oder aber Diegerühm­ten" Caramellen, Schneckenkuchen, Brüstbon- bouS u. dgl. m. mit den bisherigen Malz-, Klatschro­sen-, BrechwurzA-, Zwiebel- rc. Bonbons, beziehungsweise Dem Gerstenzucker zusammenhält, der hat auch gleichzeitig die Ueberzeugung gewonnen, daß Die fraglichen Anprei­sungen übertriebene und marktschreierische sind und daß eS sich hierbei nicht so leicht um den Dienst für die lei­dende Menschheit, als vielmehr um die Bereicherung der Fabrikanten und den Verdienst der Agenten derselben handelt.

Schon aus dem Umstände, daß von den Fabrikanten und deren Unlerhänrler sehr erhebliche Summen auf zahllose Inserate, mit unv ohne Holzschnitte, in allen