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Sultans Abdul Medschid, den Gott schütze! in den Krieg zieht." Also Muselmänner die für Napo­leon III. unter der Fahne des Propheten sümpfen, Franzosen, die unter Napoleon III. Fahne für die Sache des Propheten sümpfen, Pollacken rc., die das Kreuz und den paldmonv z u s a m m c n in der Fahne führen u.f.ro. Sollen doch die englisch französischen Hülfstruppen (wahr­scheinlich, um den Schimpf zu vermeiden, daß man selbst sie gegen die Kreuzesfahne in Epirus schicki) durch Con- tract der gänzlichen Disposition Sr. Majestät des Sul­tans überlasten werden. Man sieht aus dem allen, wie gänzlich der Begriff derChristenheit", als einer unter dem Evangelio versammelten Völkerfamilie, aus dem Bewußtsein des atheistischen Zeitalters geschwunden ist; es ist jetzt dieIndustrie", die seine Stelle versehen muß. Unv das Schönste ist, das der Univers (das fa­natisch-katholische Blatt Frankreichs) und die Mäüner desprotestantischen Bundes" (mit Schaam und Schmerz schreiben wir den Namen Lord Shaftesbury nieder) sich die Hand reichen. Die Türkenliebhaberei unirt plötzlich auch die Todfeinde.

Amtliche- Bekanntmachungen.

In der Zeit vom 11. bis zum 13. d. M. ist dem Wirth Heinrich Lanvgrebe zu Oberhaun ein Ackerpflug mit Schar und Scg von seiner Hofraice gestohlen wor­den. Zur Entdeckung veö Thäters führende Spuren sind dahier anzuzeigen.

Hersfelv, am '16. Mai 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. Muffartb.

Zur Nachricht für WiefenvefiHer.

Die Herbstzeitlose ist bekanntlich ein höchst schäd­liches Unkraut. In der Wiesenflur von Hersfelv wuchert dieselbe in diesem Frühjahr ganz besonverS stark und üppig; ich mache deshalb sämmtliche Wiesenbesitzer in dem Wiesenbezirk von Hersfelv darauf aufmerksam, daß die Mühe, welche man auf Vertilgung dieses Unkrauts verwendet, durch Verbesserung des FutterS reichlich be­lohnt wird. Im Monat Mai ist die beste Zeit dazu. Die Pflanzen haben nämlich jetzt in ihren Stengeln jene Stärke erreicht, daß sie bis zur Zwiebelkrone abbrechen und dieselbe blos legen, wenn man an den Blättern, indem man sie bis tief zum Boden hin in zwei Hänve nimmt, langsam zieht. Ganze Wiesenstrecken sinv auf tiefe Weise mit wenigen Arbeitskräften von Weibsleuten oder Kindern zu reinigen. Ist der Boden zu trocken, so soll es vorzuzichen sein, die Stengel tief im Boden wie Spargeln abzustechen. Die an der Krone entblößte Zwie­bel fault und treibt nicht wieder aus. Wenn dann im folgenden Jahre die emporgewachsenen Bruten noch ein­mal ausgezogen werden, so ist die Wiese auf eine Reihe von Jahren von dieser Giftpflanze befreit und der Werth des Futters um ein Bedeutendes erhöht. Bleibt sie aber

auf den nebenliegenden Grundstücken stehen, so hilft einem einzelnen Fleißigen seine Mühe wenig. Es ist deßhalb wünschenswerth, daß sämmtliche Wiesenbesitzer ohne Aus­nahme noch in diesem Monat das Ausrollen dieser Gift­pflanze in der vorbeschriebenen Weise vornehmen.

Hersfelv, am 13. Mai 1854.

Ferdinand Sunkel, zeitiger Wiesenvorstand.

Diese Mittheilung wird mit der Auflage an did Ortsvorstände im Kreise Hersfelv veröffentlicht, solche sofort auf die übliche Weise in ihren Gemeinden bekannt zu machen, namentlich Die Wiesenbesitzer darnach zu be­scheiden unv bis zum 1. Juni d. J. anher zu berichten, ob unv was von denselben zur Vertilgung dieser Wucher- vflanzc in den Wiesen geschehen ist.

Hersfelv, am 13. Mai 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. Muffarth.

Alle Polizeibehörden werden ersucht, auf den Tag- löhner Jakob Kühn von Frielingen, welcher sich nach seiner Entlassung aus dem Zwangsarbeitshause in Zie- genhain nicht nach Haus begeben hat, sonecrn wahr­scheinlich vagirend umherzieht, zu fahnden, ihn im Be- treiungsfaUe verhaften unv anher ablicfern zu lassen.

Hersfelv, am 15. Mai 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. Muffarth.

Der unterm 24. April d- I. gegen Heinrich Löhr von Hersfelv erlassene Steckbrief wirv, als erledigt, zu­rückgezogen. Hersfeld, am 15. Mai 1854.

Kurfürst!. Landrathsamt. Muffarth.

Mekanntmachung, die Pferde-Rcvision und Prämien-Verthei- lung im Jahre 1854 betreffend.

Durch Beschluß Kurfürstlichen Ministeriums deS Innern vom 29. v. M. ist genehmigt worden, daß in diesem Jahre die Pferde-Revision unv Prämien-Verthci- lung in dem Reaierungö-Commissions-Bezirke Schmalkal- den, sowie in den Provinzen Fulda unv Hanau statifin- den, unv zwar:

zu Herrenbreitungen

- Hersfelv - Hünfclv - Fulda - Schlüchtern , Gelnhausen - Wilhelmsbad

am 6. Juli

- 8.

- 10.

- 11.

- 12.

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- 14.

l. I., Morgens 9 Uhr,

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und für sämmtliche Kreise des ganzen Landes zur Ver- theilung der goldenen Medaille ein besonderer Termin

zu Fulda am 1 7. Juli, Vormittags 10. Uhr.

Die hierbei zu verabreichenden Presse sind:

1) eine goldene Meraille im Werthe von zehn Louisd'or, nebst fünf Ducaten, für das aus dem