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Hers^eld/ den 15. April.

1854t

yy Wegen -e» geftr. Feier

-es CharfreitngL erscheint heute nur * Bogen.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Premierlieutenant Bauer vom 2. Infanterie.Regiment

zum 1.^.Infanterie - Regiment (Kurfürst) zu versetzen, und

den Premierlieutenant Breßler 1 , aggregirl dem 2. In» fanterie,Regiment in demselben einrangiren zu lassen, sowie

den Grafen Richard zu Waldeck und Pyrmont als Secondlieutenant a la suite des 1. (Leib-) Husaren-Regiments anzusttllen.

Zu Mitgliedern der Kommission für Handels- und GewerbSan- gclegenheiicn

den Geheime Oberfinanzrath Du y sing und

den Oberbergrath Fulda zu Kassel, sowie

zum Secretar der gedachten Commission den Regierungsrefe- rendar Philipp Moeller zu Kassel, letzteren provisorisch, zu bestellen,

den Stabshoboisten beim Leibgarderearment Wilhelm Vauth aus Rinteln, zum Canzlisten bei der Direction^der Landescredit­kasse provisorisch zu ernennen,

dem außerordentlichen Professor Dr. Hinkel zu Marburg die nachgesuchte Entlassung aus dem Kurhessischen Staatsdienst zu ertheilen.

EageSvegebenheiten.

Fr eiblur g,^ 5. April. Vor wenigen Tagen wur­den durch den Erzbischof von den W9 vacanlen Pfar- reicn zwölf durch einseitiges Vorschreiten mit Pfarrern beießt, unv dies in den betreffenden Gemeinden von der Kanzel verkündet. Für den Fall, daß von der Großher- zoglichen Regierung vem Auzug der belreffenven Pfar­rer Hindernisse entgegengesetzt werden, soll in jenem Ort t son die Küche geichlossen werten unv bleiben. Die cietzung der noch übrigen Pfarnien soll dem Ve>neh- in. ^^ Osterwoche vor sich gehen. Unter neUr?. ""gesetzten Pfarrern befindet sich der nach Regierungsblatt aus dem Ltaalsdienst siS1*' geistliche Rath Professor Dr. Schleyer th?«0? Rappel Roddeck, Bezirkamt Achern.

2" ^pri>- Die Offiziere und Matrosen ^'^^n Gewässern befindlichen drei Russi- 2 s>nb zurückberufen und werden r^^"^ärts^ abreisen. Die Schiffe selbst * "^gemein heißt, sammt Kriegsmaterial von der Gr-echtschen Regierung angekauft.

verflossenen Freitage sind

^ ^/"- Verhandlungen gegen die Personen, SotkLfter^" '3^ ^ben, den ehemaligen Französischen Ä1' ©rasen «Hofft am 15. November 1848 b?n 22 der Cancellena in Rom ermordet zu ha- ven, vor dem Höchsten Gerichtshöfe, der Consulta, er­

öffnet worden. .Sie werden natürlicherweise bei geschlos­senen Thüren gepflogen. 14 Individuen sind angeklagt bei diesem Mord mehr oder weniger betbeilgt zu sein, namentlich aber Constantini auS Fuligno, Grandoni aus Rom, Commandant der Reduci (aus dem Lombarvischen Kriege), Calrerai, Commandant eines Gendarmeriekorps, Sterbinl, als Demokrat berüchtigt und Minister der öffentlichen Arbeiten unter der provisorischen Regierung hierselbst, und Carl Lucian Bon aparte, früher Fürst von Canino. Schon seit dem Tode des unglücklichen Opfers bezeichnete die Volksstimme die letztgenannten Sterbini und Bonaparte als die Hauptschuldigen und Theilnehmer an jener Verschwörung. Von den Genannten befinden sich die beiden ersten in den Händen der Justiz, die 3 letzten sind flüchtig, der letzte lebt bekanntlich in Paris am Kaiserlichen Hofe. Ein anderer, Felire Neri, starb im Gefängnisse, nachdem er vor seinem Tode wich­tige Geständnisse abgelegt hatte. Der Mord des un­glücklichen Gesandten wurde in einer Sitzung des demo­kratischen Vereins im Theater Capranico in der Nacht berathen unter dem Vorwande, eine Subskriptionsliste zu Gunsten der Revuei zu entwerfen und in Umlauf zu setzen. Hier wurde der Tag, der Augenblick, der Ort, ja die Art unv Weise, wie der gräßliche Mord ausge­führt werden sollte, sestgcstellt; es wurden die Meuchler gewählt, vier bis fünf an der Zahl (Mjmt, wenn der Dolchstoß des ersten nicht hinreichte, ein zweiter arnd ein dritter ihn sofort erneuern könnte), die das Opfer er­würgen sollten. Die Römische Regierung ist nicht ab­geneigt, die sämmtlichen Verhandlungen nach gefälltem Richterspruche zu veröffentlichen; der Umstand,'daß sich der Prinz Bonaparte, ein Verwandter des Kaisers, unter den Haupt-Angeklagten befindet, dürfte die Ver­öffentlichung jedoch vereiteln.

Dsterlie-.

Mel.: Nun freut euch, liebe Christeng'mein rc.

Nun freu dich, Zion, insgemein,

Der Herr ist auferftancen!

Dein Heil und Hülfe bricht herein

Und du bist frei von Banden.

Der Löwe Juva's hat in Pracht

Des ew'gen Todes schwarze Nacht

Mit hellem Schein durchbrochen.

Er hing am Kieuz, der Gottessohn;

Da jubelte die Hölle!

Doch ward das Kreuz sein Königsthron Unv seines Sieges Stelle.