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TrajanSwall, denKaiser Trajan quer durch von der Donau nach dcm Mcere ziehen ließ, ist überall noch 8 bis 10 Fuß hoch erhalten; nach außen ist der Graben eingeichnitten; der westliche Theil dieser mächtigen Ver- sckänzung hat die Seen und das sumpfige Thal von Karassu'wie ein Festungsgraben dicht vor sich; der innere südliche Wall zieht in ungleichem Abuande von 100 bis 2000 Schritt hinter dem nördlichen Walle hin.)

Von der montegrinischen Grenze vernimmt die P.-C.", daß sich Fürst Danilo über Gewaltthätig­keiten der Türken beschwert, die es ihm kaum mög­lich machen, den Frieden dauernd zu erhalten.

Aus der Ostsee. Die Proklamation Napier's an die Mannlchaft seiner Flotte lautet nach einem Be­richte des ,,Hamb. Corr." wörtlich:Jungens! Der Krieg ist erklärt. Wir werdem es mit einem kecken und zahlreichen Feinde zu thun bekommen. Sollte er uns eine Schlacht anbieten, so wißt Ihr mit ihm fertig zu werden. Sollte er im Hafen bleiben, so müssen wir ver­suchen, ihm auf den Leib zu rücken. Der Erfolg hängt von der Schnelligkeit und Pünktlichkeit Eures Feuerns ab. Jungens! wetzt Eure Messer, und der Tag ist Euer!"

Mem Christercherz verzage nicht.

1. Mein Christenherz verzage nicht, Wenn rings sich Wetter thürmen!

Kein Blitz der Sonnen Haus zerbricht, Die Sterne löscht kein Stürmen; Kein Donner schlägt den Himmel ein! Sing fi öhlich Himmelsmelovein, Dein Erbe ist im Himmel!

2. Hörst du die liebe Nachtigall?

Bei schweren Donnerschlägen, Singt sie mit wundersüßem Schall Der finstern Nacht entgegen!

Wenn Gottes Macht die Welt erschreckt, Singt sie, im Dorngedüsch versteckt, AIS wie im Himmelsschlosse!

3. Dein Dornenkranz, Herr Jesu Christ,

Ist eine Wundermauer,

Da trifft uns nicht des Satans List, Und säh er noch so sauer, Und spie die Höll ein Flammenmeer: Wir singen:Gott allein die Ehr," Im Leben und im Tode!

1. Die Thränen, die vom Auge Dir

In reichen Strömen fliehen,

Die löschen falscher Lust Begier, Dem Wunberthau entsprießen Viel Blumen auf dem Herzensfeld.

Und duften lieblich durch die Welt, Zu aller Engel Freude!

5. Die sieben Wort' aus bleichem Mund Sind sieben gute Geister, Die sprengen böser Geister Bund, Trotz ihrem Lügenmeister!

In allem Herzensdunkel lacht Der sieben Worte Wunderpracht Als wie ein Regenbogen!

6.

7.

8.

Dein spcergeöffnet Heilandsherz, Der Vorhang, der zerrissen, Eröffnet dem von Reueschmerz Zerrisienen Gewissen Den Eingang in das Heiligthum, Da des versöhnten Vaters Ruhm Vor Engelcherey schallet!

Mit Nägeln, eisern, scharf und hart, Die Hand und Fuß durchbohren, Wird nun der Frievensbunv bewahrt! Durchbohr' auch unsre Ohren, Daß wir doch nie »ergehen Dein! Heft' uns Dich selbst im Herzen ein Mit Deines Kreuzes Nägeln!

Dann können wir nicht klagen mehr In Blitz und Ungcwiltern! Heult auch der Sturm und braust das Mer*^ Daß Berg' und Felsen ziitern: Kein Donner schlägt den Himmel ein, Wir singen Himmclsmelodein Dem ew'gen Himmelskönig! tzff.

Religionsfreiheit in Rußland.

Vergebens suchte ich bis jetzt in wahrheitsliebenden Blättern nach einer Zurechtweisung der verbreiteten kras­sen Unwahrheit, daß Kaiser Nikolaus nicht Religions­freiheit gewähre, und seine Regierung die Verbreitung der Bibeln nicht erlaube; länger hierüber zu schweigen ist mir nicht möglich.

Mehrere Jahre verlebte ich in Rußland, wo Tausen­den aus allen Religionen und Nationen Freiheit nicht nur und freie Belebung ihrer Religionen, nein Begünstig­ung jeder Art zutheil wird, wo viele in Fülle ihr täglich Brod essen, welches ihnen oft die liebe deutsche Heimath trotz Mühe und Fleiß versagte, wo auch viele, viele deut­sche Brüder aus treuem Herzen Segen herabflehen für ihren Kaiser, der mit Hulo und Güte nicht nur seiner Unterthanen, sondern jedes Redlichen, Fremden oder Ein­heimischen, Wohl will.

In Berdiansk, einer am Asowschen Meere erst seit etwa zwanzig Jahren begründeten Stadt, war die russi­sche Kirche kaum fertig als man die römisch-katholische zu bauen anfing, eine evangelisch-lutherische ist bis auf