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näßten Kleider der armen Frau. Es starrt Alles an ihr. Sie kommen nicht weiter- „Lieber Mann, hier will ich, maß ich sterben! Ach, meine armin Kinder." Der trostlose Gatte bettet die Arme hinter einen Pappel­stamm damit sie etwas Schutz habe vor dem schneidenden Windzüge. Der Wind wehet ihr eine Schneemaucr zu bis an Die Brust; ihre erstarrten u»v erfrorenen Füße deckt er dicht zu und hüllt sie ein. So harrt sie bis der Tod komme. Ob aber auch der Leib starr, das Herz ist noch gesund. Der G-aube wohnt noch in demselben. Und daraus dringen nun die lauten eeufjer zum Vater Droben ohne Unter,aß. „O, hab ich geoctel, innig viel gebetet, so iß'ö in der Nacht geschehen" sagte sie. „Und so oft ich riif und seuszie: Mein Goil, verlaß mich nicht, laß mich nicht so elendiglich umkommen, warö mir im­mer, als hö,te ich in mir rufen: Ich will euch nicht »erlassen, noch versäumen! Ich will euch erretten, und ihr sollt mich dafür preisen. Da lernt man, wie jedes Wort Der Veiheißung des Herrn zur Hilfe ein Anker, ein Stab ist uno Stecken, der stützt in tiefer Noch." — Der Gatte schweigt auch nicht, briet inbrünstig mit. Er hält noch mächtiger an straft Wache, am Schneelager fernes erstarrenden Weibes. Nach ihrer Berechnung ist es 8 — 9 Uhr Abends gewesen, wo Die Frau erschöpft sich niederutzen mußle. Der Schlaf fliehet sie wunder­barer Weise. Das Gebet hält sie wach. Ein Engel umsteht sie. Die Füße und Beine sind ganz erstarrt. Der Glaube an Rettung, an Die göttliche Hilfe verläßt sie nichtl Da glänzt ein Stern am Himmel durch DaS trübe Gewölk- Gott Lob, das ist der Morgenstern! Wie schön lenkst uns der Morgenstern! rufi’s wie aus einem Munde- Dank Gort, nun ist uns geholfen. Doch es ist eine Täuschung. Wieder vergehen Stunden in ihrer schrecklichen Qual. Da dämmert endlich der Moigen. Nun macht sich der Gatte auf, findet sich mühsam zu- recht, erreicht den Heimaihsort, Der nur eine Bieneigunve entfernt war, nimmt einen Schlitten und eilt zur^Slelle, wo sein armes Weib, ach vielleicht todt, liegt. Sie lebt aber, o Freude! Das Auge^ blickt noch gesund. Man bringt sie eiligst auf dem Schlitten Nach Hause. Wie jammern die Kinolein! Sie haben ruhig geschlafen,^wäh­nend die Eltern seien gut geborgen, noch in oer Stadt. Die zweckmäßigsten Mittel werden sogleich angewencel, um die erstarrten Füße zu heilen. Und das ist auch Gott sei Dank und Lob gelungen. Der das Werk ihrer wun­derbaren Rettung angejangen, hal'ö auch nicht unvollen­det gelassen, es wohl ausgeführl. Dieses wunderbare Ereigniß rief aller Herzen wach und weckte auch die Gleich­gültigsten zum lauten Bekenntnisse: „Es ist ein Gott und sein Thun ist groß und wunderbar! Er hat auch unter uns einen Altar seiner Hilfe errichtet. Preis ihm, Lob und Dank, dessen Macht gewaltig und dessen Barmher­zigkeit und Treue alle Morgen neu. Ihm gebührt Ehre und Ruhm von allen Zungen, Hallcluja, Amen!

(Borksbl. f. St. u. L.)

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

dem Pfarrer Wilhelm Wiskemann zu Berge die erledigte Pfarrei Bifchhuufen in der Klasse Walbkappel zu übertragen,

zur Bestellung des bisherigen BerweferS der katholischen Pfarrei Dieiershausen, Lanbkapitels Margrelhcnhaun, Anion Müller aus Roßoorf, zum Pfarrer zu Dieiershaufen die aller- hvchstlanbesherrUchc Genehmigung zu ertheilen,

den Brunnenarzi am Bad Renndorf Hofrath Dr. Gran- didier zu Kassel zum Obcrmedizinalraih und Mitglied des Ober- mebikinal Kollegiums zu rrnennen,

dem RrmeiungS-Assessor i! o h zu Fulda die Stelle des lan­desherrlichen Eommissars bei dem israelitischen Borsteheramt da­selbst als Nebenstelle zu übertragen,

den Hulfsschreiber Kohier von hier zum Canzlisten bei der Direction der Vaudeskreoakassc provisorisch zu bestellcn; sowie

den Probaior Rippe bei der Abtheilung des Finanzmini­steriums für die Domänen zum Renimeister in Schmalkaideu,

den Forstgeomeler Friedrich Heeger zu Allmuthshausen zum Revicrföriicr des Forstreviers Heffenstein,

den Forstinfpeciions- Acccfsistrn Brack in Rinteln zum Ne- vierförster des Forstreviers Mengsberg,

den Baufchreider George Beiner zu Kassel zum Revisor und Kaffengehulfen bei der Eisenbahn-Direuivu,

, $ie Huts» » Revisoren Wilhelm Theodor 91 o m m e l und 3o* bannte Siuorng, sowie den Hürseprvbaior Friedrich Merkel zu äteeifoten der dem Conirol-Bineau der Maln-Weserbahn, die sechs behirren provisorisch, ,

den Lauschreiber Albert Farllard zum Einnehmer der Eisenbaha-Siauou Borke», - den Lauschreiber Julius Friedrich Wilhelm Wrskemann zum Einnehmer der Eiscnrahn-«la„on kiimmcrerodc, - den Bauschrerber Carl Endemann zum Ein- nchmer der Eisenbadn. Station Fronhausen, — den Baus reibet Hxsn„ch Laur zum Einnehmer der Eisenbahn- Siaiion Bocken- heim die vier lehrten auf Widerruf, zu ernennen, — den As. siitenr-Arzt Holzap,el vom Leibgarbe-Regiment zum isten In- sinterte.yieaiment (.Kurfürst) ja °"fehen, — den Dirceror des Haus- und Siaaisarchivs und der Lundesbibllothek Dr. Christoph

Rommel zum SlaatSrath zu einennen, — den Kattellan ffiifenatb im Schlosse zu Roienburg in den Ruhestand zu verletzen — den Kastellan Ackermann im Schlosse zu Hanau zum Kastellan des Schlosses zu Roienburg, — den Ksstellan Schlegel im Schlosse zu Philippsruhe zum Kastellan des «chlos- seS ruHanau und — den Kammerlateien Heister Hagen provi- sori ch zum Kastellan des Schlosses zu Philippsruhe zu ernennen.

TageSbegsbsnheLten»

Wien, 21. März. Das Programm Der Feierlich­keiten, welche zur Bermählung Sr. Maß Des Kaisers hier stallfinven sollen, ist erschienen. Die Trauung wirb am 24. April um halb 7 Uhr Abends in Der Hof- kirche burch Den Fürst Erzbischof von Wien, unter großer geistlicher Assistenz, vollzogen werden. Am nächsten Tage wirb ein großes Volksfest stallfinven.

Berlin, 18. März. Vom Evangelischen Ober- Kirchenrath ist oen Kirchen-Behörden Die Weisung zu­gegangen, in das Kirch enge bei den solgenden auf die Knegöbefürchlungen bezüglichen Pasius einzuschalten: „Gott wolle Die Gefahren Des Krieges von Preußen abwenven, wenn sie aber unabwendbar sein sollten, so