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sen Tagen vorgenommen hat, waren sehr zahlreich. Meh­rere Deutsche, namentlich Oesterreichische Flüchtlinge ha­ben den Befehl erhalten, PariS und Frankreich auf der Stelle zu verlassen.

Italien. Man spricht von der Zusammcnzie- Hung eines Oesterreichischen Corps von 35,000 Mann in der Lombardei und von der Absicht Oester­reichs, seine Truppen ganz aus dem Kirchenstaate zurück- zuziehen und sie an den Grenzen der Lombardei zu con- renlriren, weil sie in Folge der Gährung, die in Picmont herrsche, und in Folge der baldigen Vermehrung der Französischen Streitkräfte im Kirchenstaate bloßgestelll sein würden. Thatsache ist vor der Hand nur, daß die Oester­reichischen Truppen sich nach und nach in Bologna und Ferrara concentriren. Forli haben sie ebenfalls verlassen. Päpstliche Truppen haben an ihrer Stelle die Stadt be­setzt. In der Lombardi spuken die Mazzinisten und wissen Kundgebungen zu Gunsten der Türken hervorzu- rufen. Der Carneval wird dazu benutzt; man sieht eine Menge Türkischer Masken.

Spanien. Nachrichten aus diesem Lande mel­den, daß in Saragossa ein Bataillon unter Anführung des Obersten Suc zu Gunsten des verbannten Generals Concha revollirt habe. Die Rebellen wurden verjagt und marschirten auf Huesca zu.

Nach in Paris eingeiroffenen Nachrichten aus Ma­drid vom 22. Februar, wurde über ganz Spanien der Belagerungszustand verhängt. Das Ministerium bewahrt eine feste Haltung. Zahlreiche Verhaftungen der Oppo- sitions-Mitglieder haben stattgefunden.

Afrika. Eine telegraphische Depesche aus Alcran- drien, 18.Februar, sagt, daß ein Aufstand in Ober- Aegypten ausgebrochen und daß die Bevölkerung Abyssiniens unter den Waffen ist.

Vom russisch-türkischen «Kriegsschauplatz.

Die neuesten Berichte aus A t b e n vom 13. Febr. sprechen die Befürchtung aus, daß der in Albanien aus- gebrocheneAufstand der Griechischen Christen gegen die Türken eine Bewegung in ganz Griechenland hervorrufen dürfte. In Ächen werden den Insurgenten auf offener Straße Hoch's dargebracht, die Siegeslieder der alten Hellenen werden überall angestimmt. Studenten, Männer der besseren Stände, auch Officicre rüsten sich, auf den Jnsurrectivns- Kampfplatz zu eilen. In Athen war daS Gerücht verbreitet, die Insurgenten hätten das Fort Kiapha genommen und die blaue Fahne mit dem weißen Kreuze aufgepflanzt. Die letzten Berichte aus Corfu, vom 13. Febr., bestätigen die aus Athen einge- laufenen Nachrichten der Hauptsache nach; beigefügt ist noch daß auch von den Ionischen Inseln junge Leute und Abenteurer auf den Jnfurrections-Schauplatz eilen. Die Englische Regierung in Corfu hat bis jetzt eine beobachtende Stellung eingenommen und scheint abzuwar- len, ob der AufstanvLebensfähigkeit habe. Mit Bestimmt­heit wird versichert, die Bewegung sei eine rein nationelle und keineswegs von Rußland angeregt.

Serbien und Montenegro stehen furchtbar gerüstet da. Der General Knicanin hat nunmehr den Landsturm organisirt; die 4 Kreishauptleute können in­nerhalb von 8 Tagen 5060,000 Mann ins Feld stellen und der Fürst Danilo hat über 50,000 Montenegriner zu verfügen. Diele kampfgeübten Vorposten sind weder von Freund noch von Feind zu verachten! GianuloS Oekonomos, der provisorische Führer der Griechischen Verschworenen von Arta, hat nunmehr die Ortschaften Vrangiano, Karakos, Platina, AlekvS und 14 andere Dörfer theilt mit Sturm genommen, theils nach erfolg- ter Capitulation besetzt. Die Griechische Schaar geht unaufhaltsam auf Janina los und die Gouverneure der westwärts am Adrialisch-Jonischen Meere gelegenen Tür­kischen Provinzen senden einen Courier nach dem andern an den Seraskicr nach Stambul und an Fuad Effendi nach Wibbin, von welchem sie Hüffstruppen fordern.

«Kreuz unb Halbmond.

(Eine Stimme aus Oesterreich.)

Sonst fochten die christlichen Fürsten für den Glauben, sie fochten unter dem Panier des Kreuzes für das Kreuz, gegen den Feind des Kreuzes gegen den Islam. In dem Zeichen deS Kreuzes wollten sie* siegen. In diesem christlichen Sinne traten im Jahre des Heils 1190 der König von Frankreich Philipp August und der König von England Richard I. (Löwenherz) gemeinschaftlich den Kreuzzug gegen den Erbfeind der Christenheit, gegen die Muhamedaner an.

Das Jahr des Heils 1854 sieht ein anderes, weniger christliches, weniger erhebendes Schauspiel. Es sieht den jetzigen Kaiser von Frankreich, dem sogenannten aller- christlichsten Lande, verbunden mit der Königin von Eng­land zum kräftigen Einschreiten im Oriente, jedoch nicht gegen die Saracenen, nicht gegen den Halbmond, son­dern für die Saracenen, für den Halbmond, gegen das Kreuz. Und diesem Bündnisse sollte derapostolische" Kaiser von Oesterreich, der Siachkomme Gotlsried's von Bouillon, des Besiegers der Saracenen, diesem Bünd­nisse sollte ferner der König von Preußen beitreten können. Diese christlichen Fürsten sollten ihre tapfern Heere absenven zu Kämpfen im Vereine mit den Un­gläubigen , die unter dem Zeichen des Halbmondes fechten, im Vereine mit den schändlichen Renegaten, welche wegen irdischer Macht und Ehre den Glauben an den dreieinigen Gott abgeschworen haben, im Vereine mit jenen Männern, welche im Jahre 1848 die Brand­fackel der Revolution in Italien, Ungarn und Deutsch­land geworfen und angefacht haben, gegen den Kaiser von Rußland, ihren treu bewährten Bundesgenossen und Freund?

Und aus welchem Grund sollen sie diese schmähliche, neue, diese unnatürliche Verbindung eingehen? Aus