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Hers selb er Anzeiger.

Nr. 1^ Hersfeld, den l. März. 1854.

Der »Hers selber Anzeiger" erscheint wöchentlich zweimal, Mittwochs und Sonnabends. Preis desselben bei der Expe­dition (Neumarkt No. 587) pro Quartal 7 Sgr. 6 Hllr.; bei den Postanstalten kommt der übliche Postausschlag hinzu. Anzeigen aller Art werden ausgenommen und die Zeile oder deren Raum mit 8 Heller, bei Wiederholungen mit 6 Heller berechnet.

Seine Königliche Hoheit der Kurfürst haben allergnädigst geruhet:

den Bergamis - Assessor Schreiber zu Bieder zum Berg- Jnspeclor daselbst,

den Assessor W ü rt t e n b e r g e r bei dem Fabrikamte Mes- singhof zum Assessor bei dem Bergamte Schönstein,

den Satzamis-Aceessisten Abalbert Schäsfer zu Sooden zum Assessor bei dem Fabrikantte aus dem Messinghofc und

den Revisor- und Kassengchütfcn Franke bei der Eisenbahn- Direktion zum Probater bei der Dircklion der Hauptstaatskasse, die drei letzteren provisorisch zu ernennen,

den Zoll-Jnspecter Schröder zum Ober-Controlcur für die innern indirekten A bgaben zu Hofgeismar unter Beibehaltung des PrädieatSZollinspektor",

den Ober-Zoll-Controleur Schenk zu Veckerhagen zum Ober-Controteur für die innern indirekten Abgaben zu Gelnhausen,

den Ober - Zoll- Comrolcur Eckhard zu Großatmerode zum Ober-Controleur für die innern indirekten Abgaben zu Frißt,er und den HaupizoitanttS-Neubauten Ulrich zu Wihenhausen zum Haupterheber des Haupt- und Provinzial - Steueramts zu Marburg zu bestellen,

ben Rebensteuer- Erhebex Büchner zu Wißenhausen nach Fritzlar, und den Nebensteuer Erheber Schröder zu Fritzlar Nach Witzenhauscn in gleicher Eigenschaft zu versetzen, auch

dem vom Erblandpostmeister, dem Herrn Fürsten von Thurn und Taxis zum Postverwalter in Grebenstein in Vorschlag ge­brachten Poftiuncnorär Paul Völker aus Ziegenhain die aller- höchsttandesherrliche Bestätigung zu ertheilen.

Den Bataillonsarzt Bestien vom Füsilier-Bataillon zum RegimenIS-Arzt im 1. Infanterie-Regiment (Kurfürst), und

den charactcrisirtcu Bataillonsarzt Klüppel vom 2. In­fanterie - Regiment zum Baiaillonsarzt im Füsilier - Bataillon zu ernennen, den Canzlisten in AUerhöchstiprem Civil - Kabinet, Friedrich Sch o lin g dghicr, zum Canzlisten beim Justiz-Ministe- lium zu bestellen, und den Acluar Heinrich Eduard S ch w a r z- kopf von Brotterode in gleicher Eigenschaft zum Justizamte in Eilcrfclb zu versetzen; sodann dem Amisadvokalcn Klippert an Lichtenau auch die Advokatur bei dem Justizamte zu Ober- lkaufungen zu gestatten,

den bisherigen Hoikassen - Controleur und Rechnungsführer H°!l"8^kasse Rosen blath nunmehr zum Buchhalter Aller- hochst^pres Oberhosmarschall-Annes und den bisherigen Obcr- hofmarschall>Am>s.Calculator Müller nnnmehr zum Hofkassen- Controleur und Rechnungsführer der Hofjagdkasse zu ernennen.

Dem Pfarrer Both in Bayborf die erledigte Pfarrei Mals­feld in der Classe Melfungen zu übertragen;

den zu der erledigten Pfarrei Segelborst in der Classe Rin- teln präkenlirten Pfarrer Bürgen er in Carlshafen zn bestätigen;

den Obermedicinalrath Dr. Lambcrt dahier zum Medicinal- Rcfcrenlcn der hiesigen Regierung, den RegierungS-Assessor vu a zu Marburg zum landesherrlichen Commissar bei dem 'sraeli,ischenVorsteheramt daselbst,

den vormaligenObergerichtS-Canzlisten Eb el zu Hanau zum Canzlisten bei der dasigen Regierung,

den Hülfsprobator bei der Direktion der Landeskreditkasse Heinrich Hirschfeld zum Controleur bei der Generalbrandkasse, den Repostturgehülfen Jüngling bei der Regierung zu Cassel zum Repositar des dasigen Consistoriums, letztere beide pro­visorisch zu bestellen.

Kagesvegevenheiten.

Wien. Mit Erlaß des hohen Unterrichtsmini- steriums vom 26. Januar v. I. ist der gesammte Unter­richt an allen kalholiichen Gymnasien in Oesterreich unter die Aufsicht der Bischöfe gestellt, die diese entweder persönlich oder durch einen von ihnen bestellten Commissar ausüben können.Das vorgesteckte Ziel der Christiani- sirung des gesammlen Gymnasial-Unterrichts ist wie der Erlaß sich auövrückt nicht nur von dem Religions­unterricht, sondern nicht minder von dem Geist, in wel­chem der Unterricht in allen Fächern ertheilt wird, ob* hängig." Man hört aus Siebenbürgen und einigen Bezirken Ungarns, daß dort neuerlich ziemlich zahlreiche politische Verhaftungen voegenommen wurden. Verderb- Ilche Kossuthsiche Umtriebe um Einschleppung revolutionä­ren Papiergeldes waren die Veranlassung dazu.

G e r a, 21. Febr. Ein eben erschienener Erlaß des hiesigen Ministeriums verbietet jeder nicht zum Hause gehörigen Mannsperlon den Zutritt in die Spinnstuben, und auch der HauSwirih ist mit Strafe bedroht, der ei­nen männlichen Gast in denselben duldet. (Bekanntlich geben die sogenannten Spinnstuben Veranlassung zu vie­len Nichtsnußigkeilen.

Paris, 21. Febr. Heute Nachts haben zahlreiche Verhaftungen statlgefuneen. Nach den Einen liegen ih­nen legitimistilche Umtriebe zu Grunde, nach den Andern wollte die Polizei dadurch einer Manifestation der Fau« bourgs zu Guniten der Nationalitäten zuvorkommen. Im Faubourg St. Antoine sind heute große Vorsichts­Maßregeln getroffen worden. Lebhaft'beschäftigt man sich mit dem Den verbannten Generalen zugedach­ten Loose. Man hat nicht vergesfen, daß in dem Briefe, in welchem die Generale Bedeau, Lamoricicre, Chan- garnier und Leflo sich weigerten, der gegenwärtigen Re­gierung den Eid zu leisten, jeder von ihnen erklärte, an dem Tage, wo der Krieg ausbreche, h^lbe Frankreich über