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berbeigekommenen Russen als gute Priie aufgebracht worden, weil Türkische Mannschaft sich an Bord dessel- ben befand. (Nach anderweitigen Nachrichten kreuzte dieser Englische Dampfer vor dem Russischen KriegS- Hafen Sebastopcl.)

Die Nachrichten aus Konstantinopel reichen bis 3. Februar. Die Blatternkrankheit auf der Englisch- Französischen Flotte soll schon 100 Matrosen dahinge- rafft haben.

London, 13. Februar. In den nächsten Wochen dürfte es sich ereignen, daß sich die Armeen von Mäch- len schlagen, die'eine Kriegs - Erklärung weder erlassen noch empfangen haben. Die Westmächte erwarten die Kriegs-Erklärung von Rußland, und Rußland erwar­tet dieselbe von den Westmächten. Rußland fürchtet den Krieg nicht, und England wenigstens will denselben jetzt entschieden. Folgende zuverlässige Daten werden gewiß interessant sein: Am 6. k. M. werden nach der geschlosse­nen Vereinbarung zwischen England und Frankreich die Landungstruppen Beider in einem Lager, wenige Meilen von Konstantinopel, ihr Rendez-vous haben. Die Engli­schen (Irischen) Truppen werden zunächst eine Stärke von 9000 Mann, tie Französischen von 11,000 Mann haben. Die Ersteren befinden sich bereits zum größten Theile unterwegs. Die^Ostsee -Flotte wird Englischer Seilö aus 15 Linienschiffen und 5 Fregatten, Französi­scher Seils aus 14 Linienschiffen, im Ganzen aus etwa 90 Schiffen bestehen.

London, 13. Febr. Im Unterhause antwortete Lord John Ruffels auf eine Anfrage Layard's, weshalb die Flotten vom Schwarzen Meere nach dem Bosporus zurückgekehrt seien, daß dies nur um deshalb geschehen wäre, weil der Anker gründ im Schwarzen Meere zu schlecht sei. (Das wußten viele andere Leute schon, ehe die Flotten ausliefen. ' Es ist immer heilsam, wenn man sich aus dem Grunde orienlirl.)

Der aus der Ungarischen Revolution bekannte Klapka ist nebst einigen Genossen in Konstantinopel zum Mvhamedanismuö übergetreten.

Der Wiener Correspondent des oft gut unterrich­tetenCzas" erwähnt eines Circular-Schreibens, welches das Oesterreichische Gouvernement an seine Agenten im Auslande geschickt haben und worin etwa Folgendes gesagt sein soll: Oesterreich vertraue vollständig auf die von Rußland gegebenen Versicherungen, daß es die In­tegrität der Türkei nicht verletzen wolle; Oesterreich er­achte ferner das bewaffnete Einschreiten anderer Mächte zur Schlichtung des Russisch-Türkischen Streites für ge­fährlich und überflüssig; Oesterreich werde endlich zum Schutz seiner dem Kriegstheater nahe gelegenen Provin­zen die nöthigen Schrille thun.

Ykmtliche-Bekartntmachungett.

Nachdem die Einladungsschrift an die Auswanderer nach den vereinigten Staaten von Nordamerika zur Theil­nahme an der Jkarischen Gemeintchaft von Dr. Wendel« Hippler und gäbet, sowie die von Ludwig Lenz in Ham­burg redigirte Zeitungder Freischütz" wegen ihrer de­structiven'Tendenzen im Kurstaalc verboten worden sind, haben die Ortsvorstände des Kreises solches in ihren Gemeinden bekannt zu machen und die Verbote gehörig zu überwachen. Hersfelo, am 17. Februar 1851.

Kurfürst!. Lanoralhsamt. Auffarth.

Folgende Personen: 1) Bernhard Wiegandund 2) Caspar Wiegand von Tann, 3) Kiefergeselle Lud­wig Evol von Nieocrjossa und 4) Schuhmachergeselle Loreuz Wiegand von da, haben Behufs Auöwanterung nach Nordamerika um Entlassung aus dem Kurhessischeu Unterthanen'Verbände gebeten.

Hersfelo, am 17.. Februar 1854.

Kurfürst!. Lanvrathsamt. A^uffakth.

Conrav Deiserolh unv Heinrich Scheer zu Ransbach haben, Behufs Auswanderung nach Nordamerika, um Entlassung aus dem Kurhessischen Unterlhancn-Verbanve gebeten. Hersfelo, am 17. Februar 1854. __Kurfürstl. Lanvralhöamt. Ttuffarth.

Dem Ackermann Bernhard Zmn in Philippsthal ist ein Pudelhund zugelaufen. Der Eigenthümer kann denselben bei w. Zinn gegen Entrichtung der Fuilerkosteu in Empfang nehmen.

Hersfelo, am 15. Februar 1854.

Kurfürst!. Lanoralhsamt. Sfuffart^»

Gefunden: ein Dolch. Der Eigenthümer kann sich zur Empfangnahme dahier melren.

Hersfelo, am 15. Februar 1854.

Kurfürstl. Lanvralhöamt. Aluffarth.

Gefunden: Vier Silbcrgrofchen. Ansprüche auf dieselben sind dahier anzumeloen und zu begründen.

Hersfelo, am 16. Februar 1854

_____Kurfürstl. Lanvralhöamt. Vtuffarth.

Gefunden: eine Schnupftabaksdose. Der Eigen­thümer kann sich dahier melden.

Hersfelo, am 19. Februar 1851.

Kurfürstl. Lanoralhsamt. Muffarth»

KanöraLtzsamL Hürrfeld.

Nr. 1033 O. N. Die Herrn Bürgermeister des Kreises erhallen die Auflage binnen 11 Tagen bei 15 Silbergroschen Strafe die Listen der Oltsbürger auszu- stcUen und auher einzusenden.

Daö dazu bestimmte Formularpapier wird den Orts­vorständen alsbald von hier aus zugefcriigt.

Hünfeld, am 13. Februar 1854.

Kurfürst!. Lanvrathsamt. v. Wolik»