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Hardt, Fetzer, Forster) angenommen. Wir kommen auf diese interessante Abstimmung zurück.

Frankreich.

** Paris, 7. Okt. DasJournal des Debats", welches in österreichischen Angelegenheiten als wohlunterrichtete Auctorität an­zuseheu ist, läßt sich (fast gleichlautend mit einem Wiener Berichte der Allg. Ztg.") auS Wien schreiben:

Man glaubt zu wissen, daß die englisch-russischen Unterhand­lungen mit dem Wiener Kabinet, wegen Regulirung der schleswig- holsteinischen Frage zum Abschluß eines gemeinschaftlichen Vertrags geführt haben, dessen Wirkung nicht lange auf sich warten lassen wird. Als letzten Versuch zu einer Verständigung wird man in einer Pro­klamation die Holsteinische Armee zur Niederlegung der Waffen auf­fordern , indem mau die Erfüllung der in dem Manifeste des Königs von Dänemark enthaltenen Zusagen, und eine Amnestie garantirt. Bleibt diese Aufforderung ohne Erfolg, so werden die von einer russi­schen und englischen Flotte blockirten Herzogthümer von einer deutschen Armee besetzt werden. Der Kaiser Franz Joseph soll mit den Königen von Baiern, Würtemberg und Sachsen, in München zu einer Art Konferenz zusammentreffe«."

Die Journale sind heute mit Reklamationen gegen das strenge Verfahren des Prokurators der Republik angefüllt. DieRepnblique" führt die Namen aller Repräsentanten an, die für das Gesetz gegen die Presse gestimmt haben; als Revanche, wie sie sagt, für die den Journalisten auferlegte Bekanntmachung ihrer Namen. Dagegen be­antwortet im heutigen Moniteur der Generalprokurator den ihm gestern gemachten Vorwurf der Parteilichkeit durch die Versicherung, daß der Courier franeais" nicht bloS so freundschaftlich gewarnt, sondern gleich den Uebrigen vor daS Zuchtpolizeigericht zitirt gewesen sei. Es müssen jedoch Gründe vorhanden gewesen sein, die Anklage gegen die­ses Journal wieder fallen zu lassen, da eS sich nicht unter den Ver­folgten befindet, deren Verzeichniß der Hr. Geueralprokurator seiner Erklärung beigefügt hat. Dafür findet man zur Wahrung der Unpar­teilichkeit der Magistratur, in der Lifte ein Organ des Elysëe, den

Moniteur du soir", neben demJournal pour rire", so daß jetzt Blätter von den verschiedensten Meinungen angeklagt sind.

Italien.

Florenz, 30. Sept. Der Großherzog von Toskana hat durch ein Dekret vom 29. Sept, den Präfekten von Florenz, wegen der vom Gemeinderath erlassenen Adresse um Wiederherstellung der Verfassung, seiner Stelle entsetzt. Diese Maßregel hat eine unge­meine Aufregung in der Stadt hervorgerufen. Alle Mitglieder des GemeinderatheS haben ihre Entlassung eingereicht. DerStatuts" ist durch ein ministerielles Dekret auf 14 Tage suspendirt. DaS Ministerium hat ein Circularschreiben au die Gemcindcräthc der Pro­vinzen gerichtet, worin ihnen das Einreichen ähnlicher Adressen unter­sagt wird.

DaS Wiener Kabinet hat eine Note an Frankreich erlassen, um die neuen Truppensendungen nach der Grenze deö GroßherzogthumS Toskana zu entschuldigen.

NN Aus Sardinien, 4. Okt. In verschiedenen Distrik­ten Piemonts, Alexandria und Jvrea namentlich, haben sich bereits die zur Reguliung der geistlichen Pfründen bestimmten Kommissionen, für vollständige Konfiözirung derselben, Aufhebung der Stolgebühren rc. ausgesprochen. Es ist für diese Fragen große Theilnahme im Publi­kum und allgemein spricht man sich gegen die Aussaugung der Pfrün­den auS. DerPatr. sar." zählt so heute in einem leitenden Artikel auf, wie viel z. B. allein die Pfaffen in Savoyen an indirekten Ge­bühren einzieheu und bringt die Summe von fast zwei Millionen zu­sammen ! Minister d'Azeglio ist von Genua nach Turin zurückge­kehrt. Er hat lange Konferenzen mit einer hohen diplomatischen Per­son gehabt und man spricht von dem Abschluß eines Vertrags mit England. Seit mehreren Tagen befindet sich Hr. v. Rothschild in Turin. soll ein neues Anlehcn mit ihm abgeschlossen werden. DerPatr. sar." nennt ihn »roi des juives« oder »juif des rois« und findet nichts Skrupulöses darin, mit dem Banquier der Reaktion zu unterhandeln, wie dies ein großer Theil fiudet. DaS Konsisto­rium in Rom fand den 30. Sept, statt und man glaubt Pinelli schon auf dem Rückweg.

Kekannt mach ungen.

Gesucht:

[1895] Zwei Großknechte und ein Kleinknecht auf ein Landgut in der Nähe von Kassel, für 30 und 21 Thlr. Lohn. Das Nähere in der Erp. d. Bl.

Zu ver miethen:

p fiAZt mxti f\rvx\ rvrvri a/\#\ /xx\z\ r^rurt r^\r r^r aj\j\ r\rur nr^

5 [1925] Petristraße Nr. 263, Stube, Kam- | 2 mer und Küche; sowie eine Stube mit Mo- | I beln, sogleich. §

G mxxm wm sr rv. mmm mmm mmm rr t mmm wm \imm mmm wm 3 [1897] Friedrich-Wilhelmstraße, Nr. 285, im Seiten­flügel , zwei Treppen hoch, Stube und Kabinet mit Möbeln.

[1924] Klavier-Nnterricht wird ertheilt von I. Euler,

Paulistraße Nr. 878.

[1926] Mittwoch, den 16. Oktober d. I., Nach­mittags 2 Uhr, beabsichtigt der Unterzeichnete in seiner Wohnung, Martinistraße Nr. 79, verschiedene Möbeln, Bettwerk und Küchengeräthschaften an den Meistbieten­den gegen gleich baare Zahlung zu veraukcioniren, wozu Kaufliebhaber hierdurch eingeladen werden.

Kassel, am 9. Oktober 185M.

Franz Sti ekel.

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Katechismus für Schwangere, oder die Krankheiten der Wöchnerinnen und Stillenden. Belehrungen, wie durch passende Behandlung während der Schwangerschaft und im Wochenbett, Krank­heiten und Unfälle zu vermeiden, die be­reits ausgebrochencnKrankheiten aber schnell und sicher zu heilen sind. Mit besonde­rer Rücksicht auf Fehlgeburt, Leiden der Brüste, Fehler der Milchabsonderung, Wo­chenflusses, Milch- und Kindbettfieber, Mut­ter-Entzündung rc. Ein treuer Rathgeber

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J. C. J. Haabé # Comp, Buch - und Kunsthändler, in Kassel (Steinweg Nr. 190).

Grandprè (Graf) der Schlosserin erster oder theoretisch-praktisches Handbuch dcrSchlos- snkunst für Lehrherren, Gesellen undLehrlinge, über den ganzen Umfang ihrer Kunst mit Inbegriff der nöthigen Kenntnisse über die

@i|en- unb Stahlfabrikation. Fünfte, gänz- umgearbeitete, sehr verbesserte und ver- m ^"^6^- Bon C. Hartmann. Bogen stark. Mit 20 litt). Folitofeln. Ebds. ] Thir. 13 Sgr. oder 2 fl. 42 kr. ^ auch den 50. Daud des Kchauplnhcs der Künste und Handwerke.)

Dieses vortreffliche Handbuch, welches bereits im Be- Ehrsten Schlosser ist und das keiner von ihnen entbehren kânn, welches durch ganz Deutschland in 12000 ^'breitet und verhältnismäßig eins der wohlfeilsten Bücher ist, erscheint, nachdem schon die früheren Auflagen in einer Menge, lobender Rezensio­nen gewürdigt und empfohlen worden sind, in dieser neuen Auflage wiederum in sehr verbesserter und auch bedeutend vermehrter Gestalt, obgleich viel stärker doch theurer, wie alle vorhergehenden Auflagen. Der als Eisenhüttenmann und genauer Kenner aller Eisen- gewerke sehr bekannte Bearbeiter derselben Hst nicht allein den Abriß über die Eisen - und Stahlfabrikation, der in den früheren Auflagen fehlerhaft war, ganz neu bearbeitet, sondern auch die übrigen Abschnitte so er­gänzt, daß die vorliegende Auflage als ein ganz neues Werk angesehen werden und selbst den Besitzern frühe- rer Auflagen gute Dienste leisten kann. Er gewann 6 Druckbogen dadurch, daß er das Wörterbuch der frü­heren Auflagen, welches fehlerhaft war und nur gerin­gen Werth halte, weg ließ und dagegen den speziellen Theil des Werkes, der von der Konstruktion und Ber- fertigung der Schlösser handelt, vermehrte und vervoll­ständigte. Es ist bekannt, welchen außerordentlichen Einfluß ,chon die früheren noch unvollkommnercn Auf­lagen auf die Ausbildung und Fortschritte der Schlosserei, besonders durch die Menge und Vorzüglichkeit ihrer Ab­bildungen in Deutschland gehabt haben, welche letztere hier abermals sehr berichtigt und verschönert worden sind.

slmmf Die Kosmoramen auf dem Stândeplatz sind wegen starken Besuchs noch bis Ende dieser Woche von Morgens 10 bis Abends 9 Uhr zu sehen.

Eintrittspreis 1 Sgr. 4 Hlr.

W. Meyer.

Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise und Dr. Kellner. Druck der Estiennt'schen Buchdruckeie^