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982 =

Also 290 Köpfe (mit Ausnahme ter leicht Verwundeten, die bei ihren CorpS geblieben sind.)

Mit dem heutigen Bahnzug sind wieder 74 Kranke und Verwuo- dete aller Gattungen in Altona angekommen.

Altona, 23. Sept. Dem Altonaer Merkur entnehmen wir folgende Uebersicht der eingegangenen Beiträge:

Pc. Crt. Thlr. Sgr. Pf.

Preußen :

Proviuz Brandenburg

16,652

7

1

Pommern .

7,044

6

5

Schlesien

2,504

8

Sachsin

6,964

8

Westphalen .

11,378

20

3

Rheinprovinz

»

31,306

17

4

Preußen .

7,674

6

11

Posen .

533

84,058 2

Hannover . .

33,875

18

5

Bayern ....

19,086

22

10

Sachsen, Königreich

11,364

14

4

Bremen....

11,668

19

2

Würtemberg .

9,420

19

3

Oldenburg

9,384

22

2

Mecklenburg-Schwerin .

7,104

17

7

Oesterreich

6,123

15

8

Frankfurt am Main

6,018

12

10

Baden ....

5,916

18

3

Hamburg

5,465

11

Hessen, Äurkürstenthum .

5,238

1

1

Braunschweig .

4,964

14

2

Sachsen-Weimar

3,613

5

5

Lübeck ....

2,794

8

3

Lübeck, Fürstenthum

2,349

18

7

Hessen, Großherzogthum.

2,124

17

3

Sachsin-Meininaen .

2,103

16

6

Gachsen-Coburg-Gotha ,

1,965

16

Lippe-Detmold

1,885

Lauenburg

1,734

17

11

Anhalt ....

1,638

12

6

Nassau .

1,580

15

7

Reuß ....

1,540

Bierlande

1,137

18

13

Sachsen-Altenburg .

1,027

4

10

Holstein ....

835

2

2

Santos (Brasilien).

800

_

Mecklenburg-Slrelitz

725

14

5

Walteck

720

21

2

Schaumburg-Lippe .

510

20

9

England.

499

10

Niederlande (Amsterdam)

454

4

Schwarzburg - Rudolstadt

411

Schwarzburg - Sondershausen

200

Hessen-Homburg .

168

20

250,12-2 16 4

Deutschland.

»Kassel, 28. Sept. Man fragt sich verwundert, waâ die Besetzung des StaatSschatzgebäudeS bedeuten soll? Soll abermals damit der Behauptung Glauten verschafft werden, daß die Revolution dahier in der Stille grassier? Ich glaube, eS gibt noch eine an- der« Deutung dieses Schrittes. Bekanntlich liegt in demselben Ge- bäude auch der Hauöschatz; wie wäre eS nun, wenn die Wache nur dazu da wäre, um gelegentlich beide Schätze mit Gewalt nach Wilhelmsbad entführen zu lassen? Wir rathen zur höchsten Wachsam­keit. Hassenpflug ist eben von einer lumpigen Fälschung freigespro- cheu worden. Es treibt ihn zu erhabener« Thaten.

»»Kassel, 28. Sept. Der Kurfürst soll bloâ deshalb von der Union zurückgetreten sein, erzählt das Frank. Journal, weil er seine Civilliste garantirt haben wollte, doch zur Antwort erhielt, daß man dieses nicht könne, vielmehr ihm rathe, sich, da dieselbe höher alS die irgend eines andern Fürsten sei, deshalb mit seinem Volke zu verständigen. Hr. v. Kübeck, der österreichische Gesandte, dieses hörend, verfügte sich alsobald zu dem Kurfürsten und versicherte ihm, daß Oesterreich gewiß diese Garantie übernehmen werde. Hierauf sprang der Kurfürst alsobald ab und wählte Hassenpflug zum Minister." Ob Preußen oder Oesterreich derartige Erklärungen gegeben, steht dahin. Daß aber der Kurfürst als Maßstab seiner Handlungen nur den Finauzpunkt kennt, ist so weltbekannt, daß daran Niemand zweifelt. Hoffentlich wird die Geschichte sehr bald im Stande sein, die neuen und neuesten Finanzspekulativnen deâ kurfürstlichen HauseS auS Licht zu bringen. Zur Erinnerung an vergangene Zeiten erinnen wir nur an die Rotenburger Quart, an die Vertheilung von Lehen an die Herren Grafen von Schaumburg, und an die Spekulationen auf Erledigung solcher fetten Brocken, an die Aequirirung von Staats- lândereien um Spottpreise, an die Spekulationen der Frau Gräfin Schaumburg in Leihhaus Aktien und den theilweisen Ruin dieser An­stalt, an die Präsente (pots-de-vins) der H rren Banquierâ für diese Dame bei Gelegenheit der Eisenbahnanleihen und Rothschilv'schen

Schienenkicferungen über die gewöhnlichen Fabrikpreise, an die Spe­kulationen in Eisevbahnaktieo, Staatâlotterielosen und Landeâkredit- taffer Obligationen, an die Vorausbezahlung der Civilliste auf Jahr und Tag und das Berechnen der LouiSd'or dabei zu nur 5 Thlr. Ueber jede dieser Einzelnheitcn lassen sich allerliebste Details geben.

** Raffel, 28. Sept DieNeuhessische Zeitung" hat einen Schweineschneider entdeckt Namenè Klein, der in Rinteln für Hassen- pflug wirbt w ir können von einem schon längst im Geruch der Svionerei stehenden Revisor Grote in Kassel berichten, der das noch löbliche'e Handwerk treiben soll die zu denunziiren', die sich gegen die Schurkerei des zc. Hassenpflug aussprechen. Bis jetzt konnte er dies Ge'chäftchen nur bei Soldaten ausüben, da in der Civilbranche derart noch nichts zu machen ist. Je seltner im Augenblick solche Subjekte sind, desto merkwürdiger sind sie.

* Kassel - 28. Sept. Der neuhessische Bürgervereinâauâschuß der Stadt hat zum Vorstand Hrn. Schwarzenberg und zum Stellver­treter Hrn. Wippermann gewählt und ein Komitë niedergesetzt zur Be­schaffung von Gebal âgeldern. An Gehalten rc. sind nämlich ca. 70,000 Thlr. in Kassel auSzuzablen, ohne die Unterhaltungskosten dtâ Militärs, die mindestens 40 000 Thlr. auSmachen. Hr. Hassen­pflug hat 44,000 Thr. für daS KriegSministerium von der HauptstaatS- kasse verlangt

* Kassel, 28. Sept. Morgen wird durch einen Ertrazug ein Bataillon deS 3 Regiments auS Hanau von Gießen nach Kassel befördert werden. Außerdem wird (laut Ordre) ein Bataillon von Fulda und daâ Husarenregiment von Hofgeismar hier einziehen und ebenso daS Schützenbataillon von Marburg zurückkehren. Haynau pH nämlich Oberbefehlshaber fein. In Hanau haben sie zu viel, nament­lich, da sie so viel Baiern in der Nachbarschaft haben. In Kassel haben sie zu wenig, da nicht genug Hannoveraner an der Grenze stehen und zu viel Preußen. Dem Vernehmen nach soll daâ Kastell auSgeräumt werden; die Strafkompagnie geht nach Hofgeismar, wahr­scheinlich um dies StaatSgefängniß zu anderweitiger Ver­wendung zu leeren. Arme Beamte! Armer Ausschuß! O er soll auâ dem Kastell die Altstadt beschossen werden, damit sie Steuern bezahlt?

Q Kassel, 28. Sept. Spaß über Spaß! Die Konstitutio­nellen haben einen telegraphischen Strohhalm gefunden. Radowitz ist Minister geworden in Berlin und die guten Leutchen glauben an eine preußische Nase an den Kurfürsten. Leichtgläubiges Volk! B®^ Jahre nach 1848 glaubt ihr noch immer an einen ernstlichen Zwist zwischen Oesterreich und Preußen, glaubt ihr noch immer an irgend eine aufrichtige Handlung Preußens zu Gunsten deS Volkes, zu Gun­sten von Steuerverweigern? Der Absolutismus in Berlin soll sich selbst den Dolch in daS Herz stoßen? Närrische Seelen! Unser lieber Kurfürst erhält zu gleicher Zeit Nasen auf Nasen von Oester- rcich und von Preußen. Aber diese Nasen sind zugleich Nasenstüber für daâ Volk.

N Hamberg, 27. Sept. Die Bekanntmachung deS s. 0. BuudcStagsbeschlusseS, welche vom Minister Haffenpfluz wegen Erhe­bung der Steuern hierher geschickt wurde, ist vom Stadtrath ad acta gelegt und nicht bekannt gemacht worden.

Schwerin, 25. Sept. Die sämmtlichen auswärtigen Abgeordneten haben die Stadt verlassen; die Linke hat ans einem nah­gelegenen Dorf Ostorf folgende Proklamation ans Land ergehen lassen:

Am 10. Oktober 1849 ward die zwilchen dem Großherzoge und der Abgeordnetenkammer vereinbarte Berfassung als das gültige Staats­grundgesetz verkündigt. Der Großherzog hatte bereits am 23. August v. J. gelobt, dasselbe treu und unverbrüchlich zu halten. Nicht mim der leisteten die Mitglieder der ersten, nach diesem Grundgesetz berufe; nen Abgeordnetenkammer das in demselben vorgeschriebene Gelöbniß, die Berfassung treu zu beobachten und zu bewah.en. Einem Zweifel an der Gültigkeit dieser Berfassung war auf keiner Seite Raum ge­lassen und dieselbe stand längst in anerkannter Wirksamkeit, als ein »on dem Großherzog eingeholter Schiedsspruch und eine auf dreien Schiedsspruch gegründete Verordnung des Gesammtministeriums vom 14. d. M. das Staatsgrundgesctz vom 10. Okt. 1849 für aufgehoben erklärte Durch unser Gelöbniß an die Berfassung des Landes gebun­den und zur treuen Beobachtung und Bewahrung derselben verpflichtet, konnten wir jener Ministelialverordiiung eine rechiliche'mig nicht beilegen. Wir erschienen daher nach der uns bindenden Borschnft des §. 99 des Slaalsgrundgefitzes ohne Einberufung in Schwerin, um zu der verfassungsmäßigen Versammlung der Abgeordneten am Heu l- gen Tage zusammenzuireten. Dieses Zusammentreten ward jedoch durw die von dem Ministerium über unè verhängten landkundigen Gewa l- maßregeln der Polizei zn einer thatsächlichen Unmöglichkeit. Der Ge­walt halten wir nichts entgegenzusetzen, als unser Recht. Wir