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Neueste Nachrichten.

*- Kassel, 25. Sept. Ein neues Aktenstück:Verord­nung vom 23. Sept. 1850, wodurch der Bundesbeschluß vom 2t. Sept. 1850, den in 'Kurhessen vorliegenden Fall der Steuerverweigerung betreffend, zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Von Gottes Gnaden Wir Friedrich Wilhelm I., Kurfürst rc. rc. thun hier­mit kund: Die Bundesversammlung hat in ihrer vierten Sitzung l. J. unterm 21. l. M. den Beschluß gefaßt:

In Erwägung, daß nach dem Geiste der Grundgesetze deâ Bundes sowohl, alâ auch nach positiven BundeSbeschlüssen, insbeson­dere nach der authentischen Interpretation der Art. 57 und 58 der Wiener Schlußakte, wie sie in dem BundeSbeschluffe vom 28. Juni 1832, Ziffer 1 und 2 enthalten ist, den Landständen ein Recht zur Verweigerung der zur Führung der Regierung erforderlichen Steuern in keiner Weise zustehe,

daß demnach kein Beschluß von Landständen, welcher eine solche Steuerverweigerung direkt oder indirekt enthält, die Ausübung bei landesherrlichen Besteuerungsrechtes hemmen könne,

in fernerer Erwägung, daß in Kurhessen der Fall der Steuer- Verweigerung vorliege, auf welchen die Art. 25 und 26 der Wiener Schlußakte zur Anwendung kommen müssen, wird beschlossen:

1) die kurf. Hess. Regierung wird aufgefordert, alle einer Bundes- Regierung zustchenden Mittel anzuwenden, um die ernstlich bedrohte landesherrliche Autorität im Kurfürstenthum sicher zu stellen; 2) die kurf. Hess. Regierung wird zugleich ersucht, ungesäumt der Bundes­versammlung die in dieser Beziehung von ihr zu ergreifenden Maß­regeln, sowie deren Erfolg anzuzeigen; 3) die Bundesversammlung behält sich vor, alle zur Sicherung oder Wiederherstellung deS gesetz- lichen Zustandes erforderlich werdenden Anordnungen zu treffen.""

Wir bringen diesen Buudeobeschluß, zu dessen Vollziehung die weitern Anordnungen erfolgen werden, hierdurch zur allgemeinen Kennt­niß. Urkundlich Unserer Allerhöchsteigenhändigen Unterschrift und deS beigedrückten StaatSsiegelS. So geschehen Wilhelmsbad, am 23. September 1850. Friedrich Wilhelm. (St. S.) Vt. Hasseupflug. Vt. Haynau. Vt. Baumbach. "

Erwarten wir die weiteren Anordnungen.

Bekanntmachungen.

[1781] Sardellen, Limburger - und Schwei- zerkâfe, für Wirthe und Wiederverkäufcr, besonders bitlij , bei

W. P. Hopf.

Geschäftsempfchlung.

Die Main-Weser-Bahn von Kassel nach Gießen ist dem Verkehr bereits übergeben. Durch den Umstand, daß sich die Eröffnung der Bahn von Gießen nach Frankfurt, wegen nicht leiM zu beseitigender Schwierig­keiten noch längere Zeit verschieben dürfte, er­laube ich mir, einem verehelichen Publikum, welches Versendungen und Beziehungen mit der Main-Weser-Bahn zu machen Veranlassung hat, meine Dienste zu offeriren.

Neben promptester und aufmerksamster Be­sorgung sichere ich billigste Bedienung zu, und bemerke, daß ich zum Weiterversand nach al­len Richtungen hin stets Gelegenheit habe.

Gießen, im August 1850.

(1796) Z G. Appel , Spediteur.

Gesucht:

[1798] Ein zuverlässiger und gewandter Forstaufseher wird alsbald in Dienst gesucht.

Lampcndochte aller Art, von vorzüglichster, anderseits noch nicht erzielter Güte gosähnlich hell und sehr sparsam brennend; das Ge­heimniß deren Fabrikation ist allein in meinem Besitz, und bürgt das vom Professor S ch a u b dieserhalb ver­öffentlichte Zeugniß für die ausgezeichnetste beste Qua­lität.

Für Kleidermacher: Besätze, Glocken, Borden, Litze, Franzen , zu den billigsten Preisen bei

F. JE. Huch,

(1799) Ziegengasse Nr. l»>.

3 u verkaufen:

[1814] 50 Sp ele benutzte Piquet-Karten , ä I Sgr. Mo? sagt die Erp. b. B'.

[ 1782] Ein Füllofen, zwei Windofen, ein Spiegelrohr und alte noch brauchbare Fenster, Miktelgasse Nr. 226.

(1815) In Leipzig erschien soeben:

Dr. N Fernau, entschleierte Ge­heimnisse eines Vielgeprüften aus der Lisbe und Ehe. Ein wohl­meinender Rathgeber für junge Ehe­leute und Verlobte, in Bezug auf körperliche und geistige Eigenschaften zur Begründung einer glücklichen und g. seg­neten Ehe. Mit einem Anhänge, das

Geschlechtsleben des Weibes. Aufs Neue geprüft und mit einem Schwan- gerschafts-Kalender versehen.

Vierte Auflage. 10 Sgr.

Der Schleier über die geschlechtlichen Ver­hältnisse ist in dieser Schrift auf die möglichst zar­teste Weise gehoben. Vorräthig bei

J. C. J. llaubè Ls Comp., Buch - und Kunsthändler, in Kassel (Steinweg Nr. 190).

(1810) Auf den seit Juli l. J. in meinem Verlage erscheinenden

Hersfelder Anzeiger erlaube ich mir beim Beginn des neuen Quar­tals hiermit einzuladen. Das Blatt crjcheint wöchentlich zweimal und bringt neben den neuesten Tageöbegebenheiten auch interessante Erzählungen und belehrende Aufsätze. Der Preis ist pro Quartal 7^ ®gr., bei den Post­anstalten kommt der übliche Aufschlag hinzu. Alle Postanstalten nehmen Bestellungen an und erhalten neue Abonnenten die Nummern deS laufenden Monatâ gratis. Anzeigen aller Art finden durch den Hersfelder Anzeiger " eine weite Verbreitung und werden die gewöhnliche Zeile mit 8 Hlr. (bei Wiederholungen mit 6 Hlr.) berechnet.

HerSfeld, im September 1850.

L. Funk ' S Buchvruckerei.

[1809] Eltern, welche ihre Töchter zur Ausbildung nach Kassel geben und sie einer sorgsamen Erziehung anvertrauen wollen, finden hierzu passende Gelegenheit. Daselbst können auch eine oder zwei Damen Wohnung erhallen, auf Verlangen auch Aufwallung. Bei wem? sagt die Exp. d. Bl.

3 II vermiethen:

(ISO"] Am Karlsplatz Nr. 58 eine Wohnung mit Möbeln, sogleich oder auf den I. Oklober.

[1813] In Nr. 265 der köllnischen Srraße in der dritten Elage ein möblirles freundliches Zimmer auf den I. Oktober, billig.

[1797] Kasernenstraße Nr. 931 eine kleine Wohnung bestehend aus Stube, Kavinet und Küche, nebst Keller auf Michaelis.

(1811) Einladung zum Abonnement ans daS Mainzer Tagblatt.

Mit dem 1. Oktober beginnt das vierte Quar­tal pro 1850 aufvaâMainzerTagblat t." Wir benachrichtigen daher die geehrten Leser un­seres Blattes, daß sie vor Ablauf dieses Mo­nats ihre Bestellungen, Auswärtige bei den be­

treffenden Postämtern, für Mainz bei der Ex­pedition machen wollen. Die Tendenz bei BlatteS: politische und religiöse Auf- kl ä r u n g zu verbreiten, bleibt unverändert die­selbe; daß dieS auch der Wunsch deâ aufgeklär­teren Theils unserer Mitbürger ist, dafür zeigt die große Verbreitung deSMainzer TagblattS" in Stadt und Land. Der Abonnements« preiS beträgt für Mainz monatlich (sammt Trä­gerlohn) 30 fr. Durch die Post bezogen 1 ff. 15 kr. vierteljährlich. Ankündigungen werde» mit

1 kr. die Zeile oder deren Raum berechnet.

C^.r' Die seither unter dem Titel Extra« Ausgabe erschienene Sonntagsnummer wird vom 1. Oktober an unter dem Titel:

Sonntagsblätter zur Förderung allseitiger Aufklärung und wahrer Religiosität

erscheinen und mit der SonntagSnummer auSge- geben werden. Abonnenten erhalten die Sono- tagSblätter gratis , für Richtabosnenten haben wir ein Abonnement von 24 kr. pr. Vierteljahr oder 1 fl. 36 kr. für den Jahrgang eröffnet. Be­stellungen wolle man bei den betreffenden Post­stellen und in Mainz bei der Expedition machen.

Mainz, im Sept. 1850.

Die Expedition.

(1814) In der E. A. F l ei sch m a n n' scheu Buchhandlung in München ist soeben erschie­nen und bei J C. J. Haube «h Comp. in Kassel, sowie in allen übrigen Buchhand­lungen zu haben:

Ein sehr missliches Werk für vicy- besihcr.

Merk, Th. (König!, bairischer Regiments- Veterinär-Arzt I. Klasse rc.) Vollständige Handbuch der praktischen Hausthierheilkuube, enthaltend alle innerlichen und äußerlichen Krankheiten der Pferde, deS Rindviehe.-, der. Schaafe, der Schweine, Ziegen u'1 Hunde. Mit einer kurzen Anleitung zur Zucht und Wartung der Hausthiere.

Vierte, vcrb. nnd verm. Auflage. 8. er. _____________1 Sblr ___ [1804] Die K osmoramen aus dem Stan« deplatz sind- einschließlich biâ zum 29. b. unwiderruflich zum letzten Male noch täglich von Morgcnâ 10 biâ Abendâ 9 Uhr zu sehen- Eintrittspreis 2z Sgr.

Meyer.

Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise und Df. Kellner. Druck der Estienne' schen Buchdruckeiei.