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und 91ebct mit seiner Negierung auS Kassel, aber dieser flucht- ähnlichen Reise ging Nichts voraus als die Erklärung deS KriegSzu- standS Seiten- bist er Regierung selbst. ES wird logisch ungeheuer schwierig seiu, feilst mit Beihülfe deü Art. 26 der Schlußakte Gründe für diese Reiseflucdt zu finden. ES würde höchst schwierig sein, die eigene ^eighe' ald hinreichenden Grund zur Geltung zu bringen

Aber eS wird sehr leicht sein, Bajonette zu finden, um ein Land ganz unglücklich zu machen, nachdem sein Fürst selbst seine Kräfte in dieser Hinsicht für erschöpft erklärt, eS wird nicht schwierig sein, dafür im Interesse der Reaktion eine Verständigung zu erlangen zwi­schen den streitenden Parteien und sowohl der Verräthrr deS Lan­de- wie sein Fürst werden dafür belohnt werden von unseren Henkern. Und wer wird sie strafen? Geduld!

Schle-wig-Hvlstein.

Unsere direkten Nachrichten auS de» Herzogthümern reichen nur ti- zum 12. Abend- , die Hamburger und Aktonaer Zeitungen sind um einen Tag vordatirt. Wir müssen daher unsere Mittheilungen über die entscheidenden Ereignisse, welche auf dem Kriegsschauplatz, eingetreten zu sein scheinen, auf folgende telegraphische Depesche der 3tfl> f. Nordd." beschränken.

Humburg, 12. Sept. Da- Hauptquartier ist nach Duven- stedt verlegt worden. Seit 2| Uhr Nachmittag- Gefecht auf der ganzen Linie.

Hamburg, 13. Sept. Gestern Abend um 6 Uhr ist Eckernförde von den schleSwig.holstrinscheo Truppen wieder besetzt und daS dänische Hüttenlager bei Kosel (zwischen Eckernförde und Missunde) von ihnen niebergebronnt. DaS PflegehauS (?) am Eingang von Eckernförde ist von den dänischen Schiffen au- in Brand geschossen. Nach einer zweiten Depesche ist Eckernförde nach einem nur geringen Widerstand besetzt. Von andern Theilen der Armee sind nur Ge­rüchte da. Ein englische- Dampfboot soll von der Elbe au- bei Friedrichstadt ein große- Feuer gesehen und eine starke Kanonade ge- hört baden.

(Hamburg, 12. Sept. General Willis,» hat mit feinem Ossizier-Corp- eine lange Sitzung abgehalten, nach deren Beendigung Offiziere unb Ordonnanzen nach aßen Punkten der schl. holst. Armee abgegangen sind. Kur, darauf hat letztere ihre Position verlassen und ist nordwärts vorgerückt.

So eben (Abends 9 Uhr) trifft mit dem Abendzug die Nachricht ein, daß seit 2) Uhr Nachmittag« ein hitziges Gefecht begonnen haben soll. Die ganze schl.-holst. Armee ist allarmirt. Das Hauptquar- tier ist augenblicklich in Duvenstedt. Friedrichstadt soll von ben Schle-wig.Holfltinero angegriffen fein. Reisende, die mit dem Bahn- zug von Rendsburg abgegangen sind, haben in Norstors (ungefähr 2 Meilen diesseits Rendsburg) starken Kanonendonner gehört, anfcheinrnd auS der Gegend zwischen Missunde und Eckernförde her. Resultate sind nicht bekannt. Wahrscheinlich werden mit dem morgenden Vor- mittagSjug wichtige Nachrichten eintreffen.

Deutschland.

A Kassel, Sept. Abend« vor der Flucht wußten die Commis Baumbach und Hapnau selbst noch kein Wort von derselben; gegen 8 Uhr wurden sie eitin und sofort die Abreise von Hassen- Pflug befohlen. Der Kurfürst und Haffenpflug gerieten dabei heftig aneinander, der Kurfürst warf feinem Fälscher vor, er habe ihn be- trogen, indem er ihm die Bristimmung der G,richte zu feinen llfafen vvrgespirgeU habe, nun fei Ave« Lüg,, und drunoch läuft er mit.

Kassel, 14. S,pt., Abrnda 9 Uhr. D benötigte Ober» mutier au« Mainz sitzt auf der Schlacht im Polizeiarr,st, da er sich vor der Stadlzvli,,i in einem V,rhèr über Wadi meid feine« L,b,nS- unterhalt« nicht auSlaff,» wollte, fonbern allein den Herrn General- kommandanten Baurr al« Polizrichef anerkennen woll«,. So ist d,nn auch d>, znlunftitz» StaatSz,it»ng in Person ihr,« geworbenen Redak- teur« schmählich blamirt.

Hanau 12. Srpt. Gest,rn ist ber Ob,rg,richt«prokura«or Michael zum husigen Oberbürgermeister mit 46 Stimmen gegen 8, welche aus den Staat-rath Eberhard zu Kassel gefallen sind, gewählt worden. ($aB Z^)

Hanau, 14. Sept. Gegen Erwarten hat sich »och noch ein Mann be« hiesigen BrrrvaltungSamte« g, funden, ber seine Hände durch Anschlägen der Stand«chisplakat» besudelt hat. Der Ehrenmann heißt Rauh, wa« jur Notiz dient.

Hau au, 12. Sept. Die Wahl neuer Stand, ist im feiest, gen Bezirk, von ber Bezuk-dukNion auf Grund d,« h. 2 der Ver­ordnung vom 1. d. M.. feie Auflösung ber Ständnrersammlung be. treffknd, bereit« ringcleitet werten.

Köttingen, 13. Sept. Se. Kön. Hoh. Friedrich Wilhelm vou Hessen-Kassel und KaheneUenbogen passirte heut, früh durch «15 Flüchtling (wie eS unS schien). Man hat ihm auf etwas unsanfte Weise Lebewohl gewünscht. An Pfeifen k. fehlt, es nicht. In den we­

nig,n Minuten deè UmspannS ber Pferde hat

er dir Stimmung ber

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Göttinger kennen gelernt. Schade, daß es heller Tag war, es mußte nur Nacht fein.--Die vigilante P.....i mit ihren

Schnüffelnasen war gleich da, um Sr. Hoheit zum nöthigen allen- fallsigen Schutze zur Seite zu stehen. Drei, man sagt: Hr. Baum­bach , Haynau und ein dritter Unbekannter speisten bei Bettmann, Seine Hoheit hatten keinen Appetit, sondern fuhren eiligst durch. . . Fahre hin!

* Frankfurt, 13. Sept. I» väterlicher Fürsorge für Ihr kurhessischeS Wohl und au« Dankbarkeit gegen die bienfkifrige An er- fennung ber hassenpflugschen Verdienste um den deutschen Bund" beschäftigt sich ber letztere bereit einige Tage mit ber Pacificirung Kurhessen«. Merken Sie Sich ba«, und lassen Sie Sich ja nicht durch bie Weigerung Baiern- ober Hannover«, mit den nöthigen Trup­pen beijufpringen, irre machen, ebensowenig durch die Verhandlungen deü preußischen Ministeriums. Hr. v. Radowitz hat bereits anerkannt und Hr. v. Manteuffel wird noch anerkennen, daß die Unterdrückung aller revolutionären Bewegung», unb zu diesen wird auch bie ihrige gerechnet, eine unabweisbare Pflicht aller deutschen Regie­rungen sei, trotz Kaiser und Union. Sie werden sehen, daß Ihr Land und Schleswig-Holstein das Objekt abgeben soll, wodurch daS alte Bunde-recht zur vollendeten Thatsache wird. Die fremden Truppen werden nicht auf Ersuchen Ihre« Kurfürsten, sondern auf Grund eben dieses BuudeSrechtS einrücfen. Auf Wiese Weist will man den Schein vermeiden, al« interoenire man zu Gnnsten deS Fälschers. Verdammt schlau, nicht wahr?

* Stuttgart, 12. Sept. Während die demokratisch, Wahl­agitation in vollem Gang, ist, gibt sich unsere .'Regierung, bejiebungd« weise ber König selbst, all, Mühe, bem Volke den Kopf jureebt zu setzen, d. h. ihm feine gründlich, Verachtung zu erkennen zu «eben. Seine Majestät haben sich nämlich nicht entblödet, an den Herrn v. Wächter. Spittler ein eigenhändiges Schreiben zu richten, worin der König sich herzlichst freut, daß sein lieber Staalsralh glücklich den Händen der aufgelösten Landesversammlung und bem Gerichte entfern'* men ist, woran in einem konstitutionellen Staate nicht zu zweifeln war. Am offenherzigsten ist der Passus, worin Seine Majestät den lieben Freund auffordert, doch jaunbekümmert um Leidenschaft unb Paiteianfechtung fest und standhaft in Erfüllung seiner Dienstpflichten zu beharren *. Also eine Ministeranklage ist lediglich ein Produkt der Leidenschaft und Parleiansechiung ! Fertig!

An demselben Tage, wo Se. Majestät Ihrem Herzen Luft mach­ten, hat auch das Ministerium deS Innern ein Wort geredet, und zwar in Sachen der Wahl. Um dieses Machwerk zu würdigen, be­darf es nur der Anführung folgender abgedroschenen Phrasen. Die hohe Regierung sagt: Es bedarf einer ÜBrrfammfung, welche, nn» beirrt durch die Meinungen und Leidenschaften des Tages, durch die Angriffe und Schmähungen der Parteien, nur das wahre Wobl tc« Vaterlandes vor Augen hat, welche, vom Unerreichbaren absehend, sich mit Besonnenheit für dasjenige eifkht, worin sie einen Fortschritt erfennt, und nicht das jetzt zu erreichende Gute um des vielleicht nur vermeintlichen Befferen willen versäumt; eS bedarf einer Verfammlung, welche selbst von dem lebhaftesten Verlangen duichdrungen ill. «'n für» zester Frist diese Verbesserungen unserer bürgerlichen und aesellschaNU' chen Zustände ins Leben ju1 fufen und endlich dem harrenden Liolke bie Vortheile wirklich zuzuwsnden, welche bis jetzt in so manchen Be­ziehungen erfolglos ihm in Aussicht gestellt sind. Hierzu mögen alle, drnen daS Wohl des VolkrS am Herzen liegt, in ernster, Nachdruck lieber Wesse mitwirken , und möge eS gelingen, daß ber Geist brr Treue, der Mäßigung und der Achtung des Recht« bei den bevo'"- hendrn Wahlen vorherrsche, damit nach einer so lanae andaurn'' n, das Vertrauen in unsere Lage mehr unb mehr gefährdenden 'pa" nung dem Vaterlande der Segen zu Theil werde, welchen ihm "«e neue Vereinbarung zwischen dem seit 33 Jahren die Geschicke lemberg« leitenden Könige und seinem treuen Volle durch eine Vi', gemäße, gerechte Feststellung seine« öffentlichen Rechtes bereilen wiid.

Da« Handschreiben bei Königs an Hrn. v. Wachter - d rnktler und die« ministerielle Pamphlet paffen trefflich zusammen. Hoffentuch wird aber selbst der deutsche Michel diese königlichen - iih iuvpcit, die ihm täglich vvrgrsttzt werden, endlich satt.

Frankreich.

f Paris, io. et^t. Den treuesten Korrespondenzen nach ist bie Wahonalgarbe Eh.rbvurg« bem Herrn Bonaparte sehr bemo* kratilch entgegeng,treten, unb wirb sich eine sofortige Entwaffnung von