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bei der Koustituirung, unsere Partei den Sieg errungen. Für Bayr- Hoffer und Cöster hatten folgende Mitglieder gestimmt, die bis auf Herrn Heisen der Partei in ihren Abstimmungen und in ihren Grundsätzen treu blieben. Es waren: Theobald, Bayrhoffer, Weinzierl, Wenderoth, Gräfe, Möller, Hasselbach, Kellner, Loth, Knobel, Bcrlit, Löber, Kompe, Förster, Hillenbrand, Cöster, Lottich, Krug, Schneider, Herbener, MalkmuS, Hauömann und Heisen (von Bischhausen).
Dadurch, daß Hr. Heisen sofort nach der Wahl deS Präsidiums die Partei verließ, weil er keiner Partei angehören wolle, um nach Belieben hier und dort zu stimmen, wurde die Abstimmung bei der Wahl der verschiedenen Ausschüsse sehr schwankend, und öfters bei Stimmengleichheit durch daS Loos entschiede».
Die Haupt Ausschüsse und ihre Mitglieder waren folgende:
1) Der LegltimationsauSschuß 4 von der Linken: Cöster, Knobel, Gräfe, Möller; 2 von der Rechten: Schwarzenberg und Eberhard. — 2) Ausschuß zur Beantwortung der Eröffnungsrede. 3 von der Linken: Cöster, Möller, Theobald; 3 von der Rechten: Nebelthau, Schenk, Schwarzenberg; und außerdem Hr. Wolf. — 3) Permanente Ausschuß. 3 von der Linken: Bayrhoffer, Gräfe, Kellner; 2 von der Rechten: Schwarzenberg, Henkel. — 4) Ausschuß zur Prüfung des Rechenschaftsberichts vom permanenten Ausschuß. 4 von der Linken: Cöster, Theobald, Kellner, Kompe; 1 von der Rechten: Wippcrmanv. — 5) Vorschlag von 5 Mitgliedern, auS denen die Regierung die 3 Mitglieder deS geheimen StändcauSschnsses zu wählen hat: Schenk, Schwarzenberg, Gräfe, Wippermann, Nebelthau. — 6) Außerdem wurden zur Verstärkung des Ausschusses zur Wahl eines Oberappellationsraths 10 Mitglieder gewählt: (6 von der Linken) Theobald, Loth, Möller, Kompe, Krug, Förster, (3 von der Rechten) Winzingerode, Schenk, Eberhard; außerdem Hr. Wolf. Zu Ersatzmännern: Nebelthau, Lind, Bar, Wippermann, Oetker.
Die Eröffnungsrede der Ständcversammlung fand statt am 26. August 11 Uhr durch den Geheimen Nath Lomctsch. (Siehe „Hornisse" Nr. 200.)
In dieser Eröffnungsrede mußte nicht blos die demokratische Partei, sondern die gesommte Ständeversammlung neben den herkömmlichen Versicherungen von Huld und Gnade nur die Erklärung finden, daß trotz der in den Stcindcwahlcn deutlich dargclegtcn Volksstimmung das Ministerium von den betretenen Pfad nicht abzulassen, noch viel weniger aber von einem Posten zurückzulreten gedenke, den eS bei einigem Gefühl für Ehre längst hätte aufgeben müssen. Anstatt endlich nach 7monatlicher Frist seine heiligste Verpflichtung zu erfüllen, statt der Ständeversammlung endlich die Vorlage eines Budgets zu machen, erhielt man nichts als ein Versprechen, dem man bei einem Herrn Hassenpflug keinen Glauben schenken kann. Nichts als daS alte Verlangen: „Gebt unS Steuern!" verbunden mit der äußerst kon
stitutionellen Eröffnung: „Dann könnt ihr nach Haufe gehen!"
In der Beantwortung dieser Eröffnungsrede galt eS vor allen Dingen, daS Ministerium auf seine verfassungsmäßigen Pflichten hinzuweisen, dem Kurfürsten von Neuem zu erklären, daß sein Ministerium noch immer dasselbe Mißtrauen im Volke genieße, und gegen die Bu n de s tagSp o litik des Hrn. Haffenpflug, die allgemein bekannt ist, im Namen deS Volks entschieden zu protestiren. Eâ gab sich also von selbst, daß die beiden Parteien des Landtags hierbei in ihren Ansichten ziemlich zusammentrafen, namentlich auch in dem Protest gegen die Wiedererneuerung deS verhaßten Bundestags, jenes halbverfaulten Gespenstes, dem Hr. Hassenpflug und Konsorten ein neues verpestetes Leben einzuhauchen bemüht sind. Die Linke wollte einen solchen Protest rein vom Boden der Nationalhoheit auS, die Rechte dagegen hatte als Motiv zugleich die von der Demokratie verworfene und längst an Schwindsucht umgekommene Union. — Der Entwurf der Adresse war von der Linken auSgegangen. Es war darin namentlich die historische Entstehung der Proklamation deS 11. März hervorgehoben und daß damit daö Volk damals das Ende jener jahrelangen Kämpfe zwischen Regierung und Ständen habe erreicht geglaubt. Außerdem war jener Beschluß des Bundestags vom 30. März 1848 hervorgehoben, wonach die Verrufung einer Nationalversammlung und damit die Volkshoheit Deutschlands deklarirt worden. — DaS gemeinsame Interesse gegen den gemeinschaftlichen Feind führte die beiden Parteien zu einer vertraulichen Besprechung, in welcher die Rechte verschiedene Abschwächungen durchsetzte, die sie für Verstärkungen auö- gab. Hauptsächlich aber wünschte sie die Anführung deS Beschlusses vom 30. März 1848 hinweg, weil sie darin eine Verwerfung der auszehrenden Union erblickten. Die demokratische Partei konnte in dieser Beziehung leicht nachgeben. Sie sah in dem Protest gegen den Bundestag, gegen die gemeinsame Politik aller Negierungen nur die Berufung auf die errungene Volköhoheit der Märztage. Das genügte ihr vollkommen, noch dazu, da die Union nie etwas Anderes gewesen, alö eine todtgeborene Frucht preußischer Herrschbegicrde und Gothaischer Blindheit. So entstand folgende Adresse, welche als der Ausdruck der gesammten Kammer anzusehn ist und worin nur durch die schwankenden Stimmenverhältnisse zwischen beiden Parteien ein Ausdruck eingeschoben wurde, wodurch alle Schuld der jetzigen LandeS- lage auf die Schultern des dermaligen Ministeriums gewälzt erscheint. Die demokratische Partei ist nicht der Ansicht. Sie hat in den früheren Landtagen bereits dem Ministerium Eberhard seinen Theil Schuld aufgcdeckt. Hr. Hassen pflüg trägt schwer genug an seiner eignen furchtbaren Schuld. Sie reicht hin für den furchtbaren Urtheilsspruch, den die Geschichte und der Volksfluch über ihn auösprechen wird. ES kam jedoch nicht darauf an, dies in dieser Adresse hcrvorzuhcben. (Die Antwort s. Nr. 202 der „Hornisse".)
(Fortsetzung folgt.)
Dekann'tmachungen.
/. C- J- H«abé 4* Comp , Duch- und Kunsthändler, in Kassel, (Steinweg JV? 190.)
Die a si atische Cholera
und ilne dunh die Erfahrung bestätigte homöopathische Heilung und Verhütung.
V on
Johann Adolph Schubert, heiz. Sachs. Cob. Goih. Mcdizhialrath , Doctor der Medicin und Chirurgie und practicircndem Ai zte in 1 .eipzig.
Zweite, vervollst. u verb. Auflage.
CI70< ] gr. 8. 1848. hr. 12Sgr.
3 ii ver miethet«:
[1683] Marlin.straße Nr. N(i, dritte Etage, Stube mit Möbeln.
[1681] Will elmshöher Alle Nr, 15 eine mobilste Wohnung, sogleich.
H709) In der Anillericstraße Nr. W>, gleicher Erde linkè, eine Stube mit oder ohne Möbeln, sogleich.
G e s » ch t :
[I68S] Aus der Domäne Schafhof bei Ziegenhain ein tüchtiger Verwalter, welcher außer den erforderlichen
K.nntniff.n der Lanewirchschaft auch insbesondere in dim Betriebe der Branntweinbrennerei gründlich unterrichtet ist, genügende Zeugnisse vorlegen und baldigst dntretcn kann. C. Wittmer. [[1666] Ein Mädchen, welches einer kleinen bürgerlichen Haushaltung vorstehen kann und sich den gewöhnlichen Arbeiten unterzieht , in einer Landstadt. Das Nähere in der Erp. d. Bl.
Dienstsuchende Personen.
[1687] Ein mit guten Zeugnissen vei seh ner Postgehülfe auf dem Lande, such ein anderweites Unterkommen Die darauf reflektirenden Herren Postbeamt n belieben ihre Offerten unter der Chiffre G. an die Erp- d. Bl einjusinden.
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[1663] Englische Hühnerhunde, 2 Monate alt, sind billig abzulaffen in der Schloßstraße Nr. 7/2. *
(1708) F ü r Eltern. Gründlichen Unterricht in allen Unterrichtsgegenständen, auch in der lateinischen und französischen Sprache. Näheres in der Exp. b. Bl.
(1706) Attffordernilg.
Hr. Verwalter K .. ., Sohn des Aktuars K . .., in IV — n, wird hiermit aufgefordert, die unterm März 1844 empfangenen Waaren sofort zu bezahlen, widrigenfalls ein Näheres in diesen Blättern erfolgen wir Fulda, im September 1850.
H. Epstern.
[ 58 ] Die Kosmoramett vom Harzftcbirqe, von Norwegen und der Schweiz, auf -rm % 1 än^ cplaVt sind täglich von Morgens 10 bis Aden
10 Uhr zu sehen.
Eintrittspreis 5 Lgr. Kinder die W. Isley er.
Hur Schleswig-Holstein zeigen wir nachträglich den Empfang folgender Gaben an: 9 SMV 10 Ser. durch Ä. von einigen Hersfelder Gymnasiasten, sowie I Stiv von einigen demokratisch oesin nun Realschülern mit dem Molto: J Die Jugend stirbt, loch sie ergibt sich Nicht, Somit eifüll.n wir unsire letzte Pflicht.
Die Kommiision.
Kassel. — Verantwortliche Herausgeber: H Heise und Dr Kellner. — Druck der E st i c n n e' schcn Buchdruckern.