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bei Vorlegung eines Budgets habe zu Schulden komme» lassen, könne nur der beurtheilen, welcher die Schwierigkeit der Arbeit kenne. Die verlangte Steuerbewilliguvg sei durchaus keine Vertrauenssache, sondern allein durch die Finanzlage geboten, die vielen Gläubiger deS StaateS seien nicht mehr zu beschwichtigen, eS würden Millionen von Klagen gegen den FièkuS bei Ablehnung des Gesetzes erhoben werde». Der Kur­fürst werde ferner nicht mehr de» StaatSdienern den Gehalt vorschie- ße». Die Regierung werde sich auf ein Deponiren der Steuern nicht

einlassen, sie lasse sich von der Ständevers»mmlung keinen Kurator setzen. Mit dem morgenden Tage trete dann Kurheffen faktisch aus dem Zollverein auS, die Zollvereinsgrenze werde besetzt werden, die hannoversche dagegen werde unbesetzt bleiben. Eine solche Art der Steuererhebung behufs Deposition kenne die Vers. -Urk. nicht. Die Steuern würden nicht dem Ministerium bewilligt, sondern den Gläu­bigern deS Staates.

(Schluß folgt)

D ekanntmachungen.

(,539) Kräuter -Pomade, für deren Wirkung garantirt wird, welche von unS neu erfunden und vielfach geprüft wurde.

Dieselbe dient als Hauptstärkung bei Per­sonen, deren Haare stark ausfallen, so daß binnen einigen Wochen das Haar ganz fest­sitzt und nicht mehr auöfällt; sie verbessert und vermehrt den zum Wachsthum der Haare nö­thigen Nahrungssaft, verhütet daS AuStrocknen des HaarbodenS und bewirkt daS Wachsthum dermaßen, daß auf kahlen Stellen deS Kopfeâ binnen 5 bis 6 Monaten daS schönste, kräf­tigste Haar zu sehen ist. Für die Wirkung wird garantirt, widrigenfalls daS Geld zu- röckerstattet wird.

Der Fabrikspreis ist nebst Gebrauchsanwei­sung pro großen Topf 3| Thlr.; kleinere Töpfe â 2 Thlr. und nur allein ächt mit un­serm Fabrikstempel versehen, bei uns und Lei Herrn Carl Adolph Wunder in Erfurt zu haben.

Briefe und Gelder werden franco erbeten.

Köln am Rhein.

_________Tübing H Comp.

[1552] Beachtungswerthe Anzeige für Einzelverkäufer v. Haushaltungen.

Sehr schöne roth marmorirte Talgseift von anerkannter Güte, 94 Pfund für 1 Thlr. und bei Abnahme von einem Zentner und darüber noch billiger, empfiehlt Heinr. Kleim in Gudensberg.

(1617) Die ursprüngliche Pariser

Glacé-Wandschuh^ Wäscherei

von

M. Diihr m a n n.

Benannte Handschuhe in allen Farben werden (a Paar 2 Sgr.) so gewaschen, daß sie den neuen an Reinheit und Glanz nicht nachstehen. Obere Kasernenstraße in Nr. 9.30, nahe der St. Martie èkirche.

(1622) Ein Mann in den besten Jahren, wel­cher mit der Rauchtabak- u. Cigarren- Sabttfilftoit vertraut, auch merkantilisch gebildet ist, wünscht in einem solchen Geschäfte placirt zu werden. Schriftliche Anfragen unter A. 6 1622 befördert die Erp. d. Bl.

ËIC39]

«Harlemer Blumenzwiebel» empfing und empfiehlt zu möglichst billigen Preisen

Stephan Münch.

3» verkaufen:

(1561) Ein vollständiges Dreckslerwerkzeug nebst zwei Drehbänken. Näheres in der Erp. d. Bl.

[1664] Bor dem holländischen Stör in Nr. 11 beim Gärtner Heinemann, ein anderthalbjähriger Reit- Ochse.

[1663] Englische Hühnerhunde, 2 Monate alt, sind billig abzulaffen in der Schloßstraße Nr. 772.

[1662] Unterzeichneter empsichlt sich zum Repariren von Zwh-Harmonika's

I. Eisermann, Instrumentenmacher, Weserstraße Nr. 523.

[1675] Die heute erfolgte Eröffnung meiner Wirthschaft zeige, 'ch hiermit ergebenst an. In­dem ich «m /echt zahlreichen Besuch bitte, ver­spreche ich, jederzeit für reelle und prompte Bedienung bestens Sorge tragen zu wollen.

Ihringshausen, am 1. Sept. 1850.

Aartholdus Altrich.

[*677] In der früheren Färberei der Wittwe Wiegand zu Berka a. d. W. sind sämmt­liche Färbercigeräthschaften meistbietend gegen baare Zahlung zu verkaufen, alö: eine Mange mit Schwungrad; eine kupferne Blaukiepe; ein großer kupferner Kochkessel; zwei kleine desgl.; zwei kalte Kiepen; eine Partie Druck­formen und mehrere dergleichen Gegenstände.

ist Termin auf

den 9. September a. c. anberaumt, und sind deshalb darauf Reflekti- rende höflichst eingeladen.

[1680] Da ich auf unbestimmte Zeit verreisen werde, so mögen sich diejenigen, die Etwas an mir zu fordern haben, oder sonst einen Anspruch zu begründen glauben, bis zum 15. d. M. bei mir cinstellen.

Sebastian Vogel, Musiklehrer.

Der Boyveansche Rob, von einer großen Anzahl Aerzte jetzt dem Syrup Cuisiniers, Larrey's und dem von Sarsaparilla vorge­zogen , heilt gründlich und ohne Quecksilber die Haut­ausschläge, Fleâten, Skrofeln, die Folgen der Krätze, Geschwüre, der von Entbindungen in den kritischen Jah­ren herrührenden Leiden, und die erbliche Schärfe der Säfte. Als mächtiges Blutreinigungsmittel ist er für Flüsse der Harnblase und Schwäche der Organe sehr dienlich. Als syphilitisches Gegenmittel heilt dieser Saft in kurzer Zeit die frischen und hartnäckigen eitrigen Harngangflüsse, welche immer wiederkehren und Folge der Anwendung von Copaiva, Kubeben oder der Ein­spritzungen sind, die das Gift nur zurücktreiben, ohne es unwirksam zu machen. Der Boyv.-Rob ist haupt­sächlich ammpfohlen gegen frische und eingewurzelte, oder dem Quecksilber und der Verbindung des Kali widerstehende, syphilitische Krankheiten. Dieses Heil­mittel, von angenehmem Geschmack, leicht und im größten Geheimniß zu nehmen, wird seit mehr als 60 Jahren bei der königl. Marine angewandt, und heilt in kurzer Zeit von Grunde aus, wenig Kosten verursachend und ohne Furcht des Rückfalls

Eine nähere Analyse desselben findet man in dem großen Wörterbuche der Arzneiwinenschasten, Art.: Anti- syphilitischer Rob. P>. X LIX. p. 60.

Der Nob Boyvean-Laffectcur ist in allen Apo­theken Frankreichs, Englands, Rußlands und Deutsch­lands , Belgiens und Hollands zu haben. Für den En Ai o-; - Verkauf belieben sich die Herren Mediziner und Apotheker Oeutschla nds an die Haupt-Agenten zu wenden: in Leipzig an Herrn Dr. Laurentius, 26, Hohestraße; in Mainz an Herrn Dr. Galette; auch kennen sich dieselben direkt an Herrn Dr. Girandeau, de St. Gervais, Pari«, nie Richer, 12, wenden, welcher alleiniger Fabrikant, Besitzer und Verkäufer dieses allgemein anerkannten Heilmittels ist. (1686)

Zu vermèctheu:

[1634] Am Markt Nr. 432, Stube und Kabinet mit Möbeln auf den I. September.

(10831 Martinistraße Nr. 66, dritte Etage, Stube mit Möbeln.

(1681) Wilhelmèhöher Allee Nr. 15 eine möblirte Wohnung, sogleich.

(1618) Eine freundliche neu möblirte Stube und Ka­binet, Kasernenstraße Nr. 930, dritte Etage, nahe der St. Martinskirche.

[1546] Neben meinem optischen Fache unter­halte ich von jetzt an ein

Dagnerreotype-Atelier Behufs Anfertigung von Lichtbildern.

G. Rupprecht, Optikus, ________________Marställerplatz Nr. 341.

(1682) Entflogen ein Kanarienvogel, kenntlich an einem schwarzen'Plätt- chen. Dem Finder eine Belohnung von 10 Sgr. Ab­zugeben in der Exp. d. Bl.

Dienstgesuch.

(1687) Ein mit guten Zeugnissen versehener Postge­hülfe auf dem Lande, sucht ein anderweites Unterkom­men. Die darauf reflektirenden Herren Postbeamten belieben ihre Offerten unter der Chiffre G. an die Exp. d. Bl. einzusenden.

Gesucht:

(1688) Auf der Domäne Schafhof bei Ziegenhain ein tüchtiger Verwalter, welcher außer den erforderlichen Kenntnissen der Landwirthschaft auch insbesondere in dem Betriebe der Branntweinbrennerei gründlich unter­richtet ist, genügende Zeugnisse verlegen und baldigst eintreten kann. C. Wittmer.

CI637] Für ein lebhaftes Kolonial- Waaren- Geschäft einer Landstadt in der Nähe Kassels wird ein gesitteter, mit den nöthigen Schul- Kenntnissen auSgestatteter junger Mensch alâ Lehrling gesucht. Näheres bei

George Ely,

Marktplatz Nr. 430.

(1666) Ein Mädchen, welches einer kleinen bürgerlichen Haushaltung vorstehen kann und sich den gewöhnlichen Arbeiten unterzieht, in einer Landstadt. Das Nähere m^der Erp, d. Bl._____________________________

(1690) Der zünftige Kaufmann L. auf der Meßgal- lerie wird hierdurch ersucht, wegen des Vorfalls auf derselben sich zu rechtfertigen, widrigenfalls man den­selben veröffentlichen wird.

Mehrere Verkäufer auf der Mcßgallerie.

Wiener Affen-Theater.

Heute, Dienstag den 3. September, finden unter der Direktion deS Hru. Carl Orban unwiderruflich die zwei letzten Vorstellungen des vierfüßigen

Künsilerveremö Statt.

Kassa-Eröffnung um 4 Uhr. Anfang der ersten Vorstellung um 44, derzweiten um 64 Uhr. C^r Der Schauplatz ist auf dem Friedrich-

WilhelmS-Platze.

Johanna Schreyer, Eiger thümcrin.

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Kassel. Verantwortliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. Druck der Estieuue' scheu Buchdr^ckerei.