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seiner Wahl außerdem bezahlt. Die WahleWUMonsevvativen Deputirten kosten sämmtlich viel Geld, denn Alles ist käuflich. Das konstitutionelle System ist das System der Ehrlosigkeit und der Feilheit. Die Arbeiter stimmen wie ihre Herren, die Krämer wie ihre Lieferanten, die Beamten wie ihre Vorgesetzten. DaS ist so konstitutionelle Sitte! Die belgischen Arbeiter besitzen kein Fünkchen von politischer Selbstständigkeit und nur selten eine politische Meinung. — Für Inspektion von Pflanzen, die gar nicht eristiren, zahlt Hr. Rogier 6000 Fr., für Beaufsichti- gung einiger Dutzend Bäume 4 bis 5000 Fr. An einige Kirchen hat die Regierung 145,665 Fr. aus Staatsmitteln geschenkt, den Armen gibt man gelegentlich einen Almosen. Um einige Nachbarhäuser für eine Kirche anzukoufcn, bewilligt man 70,000 Fr. Ein Kloster von Schwestern unserer lieben Frau ist eine Spitzenfabrik, wo 300 Mädchen ihre Waaren ins Ausland versenden und hier in einem Etablissement verkaufen. DaS erleichtert die Konkurrenz. — Von literarischen Neuigkeiten, die soeben hier erschienen, erwähne ich daS zweite Heft deS Proscrit und das Augusthest der Belgique démocratique.
Italien.
* Turin, 14. Aug. — Die Untersuchung gegen den Bischoff Franzoni hat bereits eine Menge Mitschuldiger desselben entdecke, wichtige Papiere sind bei den Dominikanern und bei den Padri Oblati gefunden. Es war ein förmlicher Plan organisirt, daS Volk durch religiöse Aufreizung zur Empörung zu treiben. Die beiten Orden werden ebenso wie die Serviti verbannt werden. Aufläufe vor den betreffenden Klöstern konnten nur durch starke militärische Maßregeln gesteuert werden. Eine Menge Verhaftungen finden Statt von Per- fönen geistlichen und weltliche» Standes. Einigen Pfarrern, von denen man erwarten muß, daß sie von der Kanzel gegen die Regierung auf
reizen werden, ist untersagt zu predige». Während so in Turin die Massen gegen den Kleruâ Partei nehmen, ist auf dem Land, namentlich in Savoyen, die Stimmung deS Volks noch halb und halb für den Bischoff. Jeden Augenblick kann die Flamme emporschlagen, die der Hauch deS Fanatismus angeblasen. Die Oesterreicher stehen gerüstet an der Gränze, um von der Geschichte so viel als möglich zu profitiren.
Wir erhalten eine Aufforderung ohne Namenöunterschrift für die bei dem kürzlich stattgehabten Eisenbahnunfall Verwundeten und für die Wittwen und Weisen „der vielen Todten" eine Sammlung zu veranstalten. Wir sind gern dazu bereit. Zuvor aber müssen wir wissen, für wen gesammelt werden soll, also wer diese Wittwen und Waisen sind und wer die unterstützungsbedürftigen Verwundeten. Den Ausdruck „viele Todte" betreffend, müssen wir darauf aufmerksam machen, daß das öffentliche Gerücht zwar von fünf Todten spricht, die Bekanntmachung der Bahndirektion nur von zwei. Wir bitten um genauere Mittheilungen und zwar mit Angabe des NamenS. __________Die Redaktion.
Anfrage.
Ein Rentmeister einer Landstadt Kurheffenâ läßt sich bei den zwischen dem Staate und den verschiedenen Pflichtigen jetzt stattfindende» Ablösungs-Verträgen, in Folge deâ Gesetzes vom 26. August 1848, von einem Jeden der Pflichtigen acht Sgr. neun Hlr. bezahlen. Darf er diese mit Recht nehmen? Hierüber bittet man einen Sachkundigen um gefälligen Aufschluß in diesem Blatte. Man bezwei- felt cs um so mehr, als er einem Pflichtigen, der darüber eine von ihm unterschriebene Quittung verlangte, diese zwar nicht gegeben, allein auch von Erhebung dieser Kosten von demselben abgestanden sein soll.
Bekanntmachungen.
(1595) Zur Beachtung! ^^
Allen unsern seitherigen geehrten Kunden widmen wir hiermit die ergebenste Anzeige, dass wir auch die jetzige Messe wieder mit unserem gut assortirten Lage r von allen Sorten Leinen:
4 breitem feinem Bielefelder Leinen;
4 und ® breitem gebleichtem Hausmacheleinen in ausgezeichneter Qualität und vorzüglich schöner Bleiche, das Schok zu 64 bis 13 Thlr.;
4 br. s ch les. reinem Leinen, pr. Stück zu 70 bis 72 Ellen, â 7 bis 11 Thlr.;
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4 und 4 br. rohem Pack such, das Stück zu 13 und 14 Thlr.;
4 und ',° grossen leinenen Tischdecken, zu 20 Sgr. bis 1 Thlr. pr. Stück;
4, 4 und 4° grossen bunten dgl., zu 12 Sgr. bis 8 Thlr. pr. Stück ;
Handtücherzeuchen und bunt leinenen Taschentüchern;
fertigen Bielefelder leinenen Herrenhemden, in neuester Facon, sowie mit
allen Sorten gebleichten leinenen Taschentüchern beziehen, und bitten um recht zahlreichen Besuch.
Unser Lager befindet sich wie gewöhnlich bei Frau Hofküchenmeister Heul, im Pass’schen Hause , Königsstrasse hier.
Steinkamp & Sacken aus Bielefeld.
a Benachrichtigung für Auswanderer.
Mit dem 1. und 15 eines jeden Monats erpediren die Herren
v. Buttel & Stifser in Bremen
eigendè für die Passagierfahrt erbauet?, mit hohen und geräumigen Zwischendecken versehene, tupfen feste und gekupferte, große dre.mastige Schiffe nach
Nenwrleans, JMewyork, Baltimore, Philadelphia und Üalveston (Texas),
«nd bin ich ermächtigt, zu außergewöhnlich billigen Ueberfahrtspreise» Verträge abzuschließen.
(1374)
(1504) Den Ausverkauf meines Lagers von ächten Havannah-, Manila- und Bremer-Cigarren beabsicht-nd, hab' ich die Preise bedeutend herabgesetzt, so daß jeder Kaufer etwas ungewöhnlich Prcièwärdiges bei mir zu finden erwarten darf.
W ß. Klepper,
Ecke der Petri - und Dionisienstraße.
(1572) Eine rinspänniae Reise. Chaise nebst Geschirr steht in der Schloßstraße Nr. 737, wegen Mangel an Raum, billig zu verkaufen.
(\ Wilh Schäfer, Waanermeifter.
(1430) G. F II. wünscht ein Gut von circa 150 16 300 Ttctern ju kaufen und fordert hiermit Verkäufer auf, sich deshalb an die Erp d. Bl. zu wenden.
C Göpfert in Staffel,
PauUstraße Nr. 577.
(1474; Auf dem s. g. Leimenkeller zwei Wohnungen mit Möbeln, auch zugleich den Millagètisch, aus den 1. Sept. Auch kann auf den Mittagstisch abonnirt werden, und wenn es vielleicht auf den Weg ankäme, so erbiete ich mich, es den Abonnenten zu schicken.
C. Schneider, Gastwinh.
(1404; Verkauf eines Laufes
Von dem Schreinermeister Herrn Krug dahier mit dem öffentlichen meistbietenden Verkauf dessen, in der Aegidienstraße (Wildemannsgasse) zwischen dem Schmiedemeister Breitbarth und Schloffermeister Zahn gelegene, mit der Nr. 726 versehenen Wohnhauses beauftragt, habe ich Termin auf
Mittwoch, den 28. d M.,
Vormittags 10 Uhr,
in meine Wohnung, Nr. 976 der unteren Köniasstraße angesetzt. Indem ich hierzu Kaufliebhaber einlade, be-, merke ich, daß sich gedachter Grundbesitz seiner guten Lage und Räumlichkeit wegen zu einem jeden Geschäftsbetrieb eignet, und daß bei annehmlich erfolgendem Gebote der Zuschlag alsbald ertheilt werden kann.
Kassel, am 3. August 1850
Meyer, Privattekretar,
(1399) Neue holländische Häringe ». Sardellen, vorzüglich gutschmeckenden gelben Java-Kaffee, sowie schönen weißen Zucker empfiehlt sehr billig
Georg Friedrich Krebs,
Frankfurterstraße Nr. 20. (>375) Trockene Hefen bester Qualität, und bei größeren Bestellungen besonders billig, empfiehlt
• C. Göpfert,
Paulistraße Nr. 877.
[1546] Neben meinem optischen Fache unterhalte ich von jetzt an ein
Daguerreotype-Atelier
Behufs Anfertigung von Lichtbildern.
G. Rupprecht, Optikus, Marställerplatz Nr. 341.
(1601) Herr Pfarrer Heldmann hier in Niederasphe! Haben denn die Apostel Christi vor der Taufhandlun^ gefragt, wie Sie es thun: „Hast Du auch „Wasser thuts freilich nicht rc." sollen Sie 'evre,, und doch ziehen Sie eine Geldtaufe sogar vor. ist das? Wie legen Sie sich den apostolischen I aus? Etwa als eine milchgebende Kuh - » Dorf ist auf Ihre Antwort gespannt l —
Wiener Affen-Theater.
Heue, Freitag, den 23. August, finde» unter der Direktion deâ Hr... Carl Urban Zwei große Borstellungen des vierfüßigen
Kunstlervereins Statt.
Kassa-Eröffnung um 4 Uhr. Anfang der erste» Vorstellung um 5 Uhr, derzweiten um 7 Uhr.
Der Schauplatz ist auf dem Friedrich- WilhelmS Platze.
Johanna Schreyer, ff 545] Eigenthümerin.
(Beilage)