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pitution kümmert; ater ist denn eine Konstitution da, um gehalten zu werden? Täglich werden die Ausländer, zunächst die Franzosen, im Staatsdienste vorgezogen; die ministeriellen Blätter werden von Franzosen geschrieben. Der AuSwurf der Nachbarländer will hier ein­mal seinen Honig schneiden *). Der ewige Renommist Thiers hatte vor einigen Tagen hier eine Zusammenkunft mit dem Fürsten Metter­nich ; sie haben Zeit zum Konspiriren und zu Berathungen über die beste Plünderungsmethode der neuen Zeit. Die giftige Kröte ThierS will noch einmal eine große Rolle spielen, aber es könnte leicht eine hohe Rolle daraus werden. Wenn ein gewöhnlicher Mörder nach Belgien flüchtet, so wird er konstitutionell ausgeliefert; aber Metter­nich, der Tausende ermordet, verrathen, verfolgt, der viele hundert Familien inS Elend gestürzt, lebt hier ungestört und sogar fetirt von dem Coburger, der seinen Meister und Oberhenker in ihm verehrt. Belgien Hat die Diplomatie seit 1830 nur 15 Mill, an Besoldungen gekostet. Vielleicht kommt die Zert bald, wo die seinen Gauner ihren Raub

mit Zinsen erstatten werden. Die Fl an di e maritime berichtet auS Ostende, daß den Fremden kein Paß mehr abgcfordert wird. Ja, wahrscheinlich dem vornehnen Gesindel nicht, daS sein Geld im See- bad durchbringt. Solche ehrenwerthe Sippschaft braucht freilich keine Pässe. Die belgischen Reaktionäre stehen den französischen an Wuth nicht nach. DaS Journal von Antwerpen will nicht allein, daß jeder Verfasser von Zeitungsartikeln seinen Namen unterzeichne, sondern auch seinen Geburtsort. Warum nicht auch sein Alter? Die Buben wissen vor Tollheit nicht mehr was sie anfangen sollen. Die deutschen Kaufleute Brüssels haben an den preuß. Gesandten Grafen Secken­dorf ein Memoire gerichtet, worin sie ihn bitten, sich dahin zu ver­wenden, daß der Vertrag von 1844, Betreffs der belgischen Eisen­waaren, verlängert oder durch einen neuen Vertrag ersetzt wird.

*) Es sind an 4000 Ausländer in Belgien angestellt, obgleich seit 1831 durch die Kammern nur 1020 snach derNation") naturalisirt sind. D. Red.

Bekanntmachungen.

Gesucht:

(1369) Ein junger Mensch findet Gelegenheit als Kellnerlehrling gegen monatlichen Lohn einzutreten. Wo? sagt die Erp. d. Bl.

(1403) Für ein hiesiges Kurze-Waaren- Geschäft ein gebildetes Frauenzimmer, mcicheè sogleich eintreten kann. Auskunft ertheilt die Erp. d. Bl.

(1408) Ein junges Mädchen in eine Wirthschaft, auf Michaelis. Wo? sagt die Erp. d. Bl.

(1391) Es hat sich das Gerücht verbreitet, daß ich mein Geschäft mit dem Handel von Sämereien und Blumenzwiebeln eingestellt habe, und wird dieses von Geschäftskonkurrenten zu meinem Nachtheil benutzt; ich sehe mich daher veranlaßt, hiermit zu öffentlicher Kennt­niß zu bringen, daß ich vor wie nach mein Geschäft fortführe und meine Kunden selbst bevorstehende Messe bedienen werde. CH. F. Haubensack,

aus Gönningen bei Stuttgart.

Außerordentliche Preisermäßigung.

Strahlheim, Geschichte der letzten 50 Jahre.

16 Lieferungen mit IG seinen Stahlstichen. Ladenpreis 6 Thlr., für 2] Thlr.

U. Gottschalk, Antiquariats - Handlung,

(1392) obere Königsstraße J\s 122.

3 11 ver mietheri:

[1415] In der Martinistraße Nr. 70 in der zweiten Etage eine geräumige Stube mit Möbeln sogleich.

(1423) Bor dem alten Wilhelmshöher Thor in Nr. 4 die erste Etage, bestehend aus drei heizbaren Zimmern nebst Kabinet, Küche, Bodenkammer und Keller.

(1416) In einem neu erbaueten Hause in Kirchdit­mold, nahe bei der Eisenbahn, eine Wohnung mit vier heizbaren Stuben, Küche, Keller und auf Verlangen noch eine kleine Stube; eine desgl. mit einer Stube, Kammer, Küche und Keller, sogleich oder zu Michaelis. Sehr passend für Angestellte bei der Eisenbahn, oder Pensionäre, welche nahe bei der Stadt wohnen wollen. Näheres dortselbst bei Schneidermeister Denner, oder bei Schieferdeckermeister Lemmer in Kassel, Hedwig- straße Nr. 993.

(1379) Vor dem Weserthor hinter dem städtischen Holzmagazin, Nr. 46, eine sehr freundliche Wohnung mit oder ohne Möbeln, sogleich oder auf den I. Sep­tember.

(1381) Am Markt Nr. 391 eine freundliche Stube mit Möbeln auf den I. September; daselbst ist auch ein Klavier zu vermiethen , auf gleich. Näheres bei Buchbinder Simon.

slälej A q e u t e u cz e sli cb.

Reelle und thätig» Agenten, für ein lukratives, überall leicht zu betreibendes Geschäft, welches namentlich bei zahlreicher Beranngchaf: sehr ausgebreitet werben kann, werden gegen 33'/3 pEc Prsvigonsbewilügung gesucht und Anmeldungen unter H. B. poste lcstantè Frank­furt a. M. franco erbeten.

DaS Haus J. H. Husch- mann erpedirt zu äußerst billi­gen Preisen jeden Monat Schiffe nach fast allen Theilen Amerika'S. der Abfahrt und der Ueberfahrts-

Die Zeit

preiS ist bei dem Unterzeichneten zu erfahren.

Da der Unterzeichnete selbst in Amerika war, wird er mit seinen daselbst gesammelten Erfah­rungen einem jeden AuöwanderungSlustigen gern behülflich sein. Briefe erbittet frankirt

Carl Kuchenbecker,

[1421] Sans-souci am Weinberge. [ 1386] In der Buchdruckerei von Döll 8» Schäffer in K asset hat so eben die Presse verlassen und ist zu haben:

Mittheilungen znr Kenntniß nord- amcrikanischcn Lebens, von einem ausgcwnndcrtcn Deutschen. Her­ausgegeben von Conr. Boppen« Hansen. 8. 56 Seiten. Preis

5 Sgr. (Zu haben beim Heraus­geber , Aegidienstraße Nr. 645.)

Das Merkchen enthält sehr interessante Schilderungen des sozialen Lebens in Amerika nach allen Richtungen hin, und würde namentlich auch für den Auswanderer von großem Nutzen sein, da der Verfasser aus eigener Erfahrung namentlich auch üaer alle Branchen des Geschäfts- und Berufslebens, vom Farmer, Fabrikar­beiter, Handwerker und Kaufmann bis zum Gelehrten und Künstler und über ihre Chancen in Nordamerika, speziell sich verbreitet.

(1422) Wohnungsgesttch.

Eine Wohnung von zwei heizbaren Zimmern, drei Kammern, Küche, Keller- und Bodenraum, am liebsten vor einem Thore und an der Sommerseire, in der Stadt nur mit der Aussicht ins Freie oder auf einen freien Platz, wird von einer kleinen und stillen Familie zu Michaelis oder schon früher gesucht. Offerten sind in der Erp. d. Bl. zu hinterlegen.

(1412) Dienstag, den 12. August, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meinem Garten Blumen verkaufen, z. B. Myrthen, Orleander, Orange», Kak­tee» und viele andere.

Witzcnhauscn. (9. Windenrnth.

(1425) Der Küfer- und Bierbrauergeselle Peter Her­bold von hier wird in seinem eigenen Interesse auf- gefordert, von seinem dermaligen Äufentèhaltsorte bal­digst Stachricht zu geben.

Wolfhagrn, den 4. August 1850. __Ritter.

(1424) Ich ersuche die Dame, welche vor circa -1 Wo­chen mit großer Höflichkeit einen grün seidenen Regen­schirm bei mir borgte, ohne denselben bis jetzt wieder zurückerstattet zu haben, hierdurch, mir denselben in aller Kürze zu übersenden, widrigenfalls ich dieselbe mit Ra­

men auffordern und darin erinnern werde, daß man geborgte Sachen Anstands halber sogleich wieder zu­rück gibt. A. Pfeil, Gastwirth,

________ vor dem alten Wilhelmsyöher Thor.

(1428) Hör Hört! ' Must er, für örtliche Verwaltung, namentlich für den Zweig der Feld- und Hute-Beaufsichtigung, sind in bester Qualität zu haben, zu Grebenstein in Knrhessen.

Keine (Empfehlung ohne Grund.

Für etwa 8000 Acker Land und Wiesin sind daselbst 2, sage: in Allem zw ei Feldaufseher vorhanden, deren Lohn so ungenügend ist, daß ein üblich Dritter deshalb sich noch nicht finden will!?

Feld - und Hutefrevel sind daher in flottem Gange. Acrmere, ohne Landbesitz, erndlen nicht selten mehr, als die Besitzer einiger Aecker. Unter dem Vorwande: Aeh- renlesen und bergt, wird weiter geraubt nach Lust und Belieben!

Die Schäfer mit ihren Heerden führen ein fideles Le­ben. Nicht nur die Aecker, auch die Wiesen, dienen, ohne alle Rücksicht auf Zeit und Umstände, deren Will­kür. Das Behüten der Wiesen im Frühjahr hängt nur von deren Willen ab. Gesetzliche Zeitbestimmungen hkèr^ über bleiben außer aller Acht; ja, sie machen sich sogar das Vergnügen, mit dem Behüten zweischeeriger Wiesen, nach davon geschafftem Heu, einen christlichen Anfang zu machen.

Ordnung und Rücksicht auf Gesetze und Nebenmen­schen in den Feldern gehört nun gar in die Richtexistenz! Aus FuKewegen machen die Schäfer Tristen, aus Fuß­wegen Fuhrwege. Selbst Wasserrollen oder Rinnen in geschlossenen Feldern hüten sie aus, und sollten sie, wie geschehen, ihre Heerden theilen, um so, mit diesen Abtheilungen, unter Aufsichtgabe an Ver­wandte oder Kinder, sich zwischen die auf dem Halme stehenden Früchte, durch quetschen zu können.

Klagen hierüber bei der Ortsbehörde Seitens der Bür­ger bleiben unberücksichtigt; sogar tröstete in einem sol­chen Falle ohnlängst der Bürgermeister Temme die Bürger damit: er könne dies nicht zwingen, und sollten sie dieserhalb nur eine Vorstellung mache», er wolle sie dann unterstützen.

Für Modell-Bedürftige dies nur vorläufig zur Em­pfehlung. .

Für Schleswig-Hol st ein ist ferne» eingegangen:

Vom demokratisch sozialen Verein durch Bürger / v. Ditlfurth gen. Siebert 3 Tylr. I Sgr. I Hlr.l durch den Herbergsvater Arp eingesammelt von mehrere Schreinergesellen I Thlr.; eingesammelt den 4. *' von den Musikern im Oesterreichischen Saale 1 9 Sgr. 4 Hlr; Von Fräulein U. I Paket mit - pie, Binden und Pflasterlemen ; durch ' Sgr.; durch H. ein Paket Leinen mit dem Mo - Der Freiheit eine Gasse!" Von I. H. C M- > und I Pak t Leinen; von Bürger Wettläufer 15 --0» von Demokrat Cubel I Thlr.; in der Bierwikthscya» von Peilert gesammelt 15 Sgr.

Den Gebern Dank.

Kassel, am 8. August 1850. _ turnens ter Kommission:

X. 8. Raabe.

Schlvimnianttalt von Collet.

Den 8. August Wasser.Temperatur: 16» Ream».

Kassel.. BelLn,wörtliche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. - Druck der Estieuue' scheu Buchdruckern.