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Trauungen , Grburts- und Todesfälle in Raffel.

(Vom 24. bis zum 30. Mai 1850.)

Verehelichte: Joh. Friedr. Gläßner, Kramer, Witwer, mir Justine Wilhel­mine Henriette Kleinschmidt. Heinrich Brenner, Schuhmachermeister, mit Johanne Dorothee Maßen. Georg Friedr. Gunther, Schlossermeister, mit Marie Elisabeth Mangold. Justur Wilh. Gruneberg, Seilermeister, Witwer, mit Elisabeth Nie­meyer aus Homberg. Joh. Heinr Martin Liese, Fabrikarbeiter, Witwer, mit Elisabeth kautfchin. George Friedr. Bechtel, Fabrikarbeiter, mit Elisabeth Schrek- ker. Joh. Heinr. Hauß, Zollrcchnungsrevssor, Witwer, mir Gertrude Wilhelniine Wolf. Joh. Friedr. Bender, Barbier, Witwer, mit Marie Regine Christine Schorbach Franz Seipel, Gastwirth zu Hofgeismar, mit Elise Hartung.

Geborue: Carl Heinrich Philipp, des Landgerichts - Expedienten, Christoph Heuser, S. Philipp, des Schuhmachermeisters, Joh. Jakob Zufall, S. Wil­helm , des Lapezirers, Wilh. Heinr. Hildebrand, S. Christian Carl, des Schnei­dermeisters, Jakob Webning, S. Johanne Elise Marthe Carharine Anne Zer- mine, des Baumwollen- und Leinenhändlers, Friedr. Schnell, T. Johanne, deè Fabrikarbeiters, Georg Friedr. Bechtel, T. Martin und Heinrich, unehel. Auguste Christine Elisabeth, des Posamentirers, Philipp Romain, T. Gottlieb Robert Wilhelm, des Schuhmachermeisters, Joh. Heinr. Messing, S. Rebecca, des Weißb indebs, Joh. Heinr. Gerlach, T. Heinrich Wilhelm, unehel. Joh. Georg, des Todtengräbers, Christian Heinr. Conrad Schlitz, S Hermann, des Bauschreibers und Rechnungs-Revisors, Joh. Conrad Wäscher, S. Moritz Carl Ludwig, des Steuer Inspektors, Carl Conrad Friedr. Wilh. Theodor Bölling, S.

Emilie Wlhelmine, des Staatèprokuratnrè zu Rotenburg, Friedr Moritz Christian Pfeiffer, T. Juliane Margarethe, des Fabrikarbeiters, Chnstian Rebecke, 2. __ Marie Franziske, des Lithographen Friedr. Franz Appel, T. Carl August unehl. Bertha, des Fabrikarbeiters, Salomon Rothgießer, T. Minna, des Seiden- farbers, Jakob Schwabe, 2.

Gestorbene: Anne Christine Elise, des Mctzgermeisterè Heinrich Grebe T, alt 8 M 4 $. Carl, des Tagelöhners Günther Feldner, S., alt I M. 28 T. Johann Gottlieb Wilhelm, des Schenkwirtvs, Joh. Friedr. Hoffmann, S., alt 17 J. 5 M. 23 T. Anne Catharine, des verstarb. Pedellen, Michael Ku>zrock, Witwe, geb. Stumpf, alt 60 J 8 M. 5 T. - Eine unehel. todtgeb. T. Eli­sabeth Beyer, des verst Porteurs, Joh. Beyer, T., alt 71 I. 2 M. 10 T. Anne Elisabeth, des Wagnermeisters, Johannes Reuffurth, aus Niederhohne, hinter­lassene Witwe, geb. Homeyer, alt 70 J. Ludwig Müller, Kaufmann, des ver- storb. Kaufmanns, Carl August Müller, hinterlassener S., all 37 I. 9 M. Emil, des Tagelöhners, Peter Schäfer, S., alt 10 M. 28 T. Anne Catharine Rohde, dts Gärtners, Johannes Rohde, T., alt 13 I. 8 M. I T. Des Bürcau- dieners, Joh. Lange, todtgeb. T. August Knoche, Wagenputzer, alt 05 J. Gertrude Dippel, Tagelöhnerin, all 33 J. Jakob Kraft, Privaiskribent, alt 10 I. 11 M. 1 T. - - Heinrich Müller, Metzger, aus Hofgeismar, alt 21 I. Frie­derike Anne Marie, des verst. Justizbeamren Georg Dietrich Wilh. Stamm, Witwe, geb. Möller, alt 31 J. ä M. 7 T. Joh Peter Gallinger, Tagelöhner, alt 31 J. I M. Amalie Elise Anne Josephe, des Stadtbaumeisters, Georg Rudolph, T., alt 3M. II T. Amalie, des Kleiderhändlers Samuel Goldstücker, Witwe, alt 88 J. Anne Elisabeth, unehel., alt 6 T. Catharine, des Tagelöhners,. Conrad Bergmann, Witwe, geb. Heilig, alt 61 J. II M. 27 T.

Pekanntmachunge

n.

(9&7) Gewehr-Lager.

Lütticher- und St. Blafier-, einfache und D o p - pelflinten, Büchsen, Büchsflinten, Pisto­len, Terzerole, sowie auch gepreßte Kugeln, Röller, Hagel und Zündhütchen empfiehlt

G. A. Wicke,

Holländischestraße-Ecke Nr. 843.

Aktien zu Aktien zu

1« Franken I ortune. 30 Sranfen an porteur. x pO] teur

Gesellschaft zur Exploitation der Goldmi­nen von Californien vermittelst neu pa- tentirter Maschinen Frankreichs und Nordame­rikas. Sitz der Gesellschaft: Rue de Fau- bourg-Poissonière, 62, in Paris. Kapital der Gesellschaft: 300,000 Fr., getheilt in zwei Aktien-Serien; die eine bildet 15,000 Aktien zu 10 Fr., die andere 3000 Aktien zu 50 Fr., beim Unterschreiben zahlbar.

Die Reichthümer Californiens können von Nieman­dem mehr bezweifelt werden ; sie erstrecken sich auf eine Fläche von 300 Meilen. Die bisher elâblirten Ge- s.ttschaftkN konnten ihren Arbeitern nur gewöhnliche Ma­schinen zur Disposition stellen und bi fern Uebel hat die Gesellschaft La Fortune dadurch abgeholfen, daß sie sich neue Maschinen , welche erst kürzlich in Frankreich und in bin Ber. Sraaten Nordamerikas patentirt wlir- dn> angefchafft, und deren Resultate alles Bisherige übertreffen. Es ergibt sich nach mehrfachen Versuchen, daß 5 Arbeiter vermittelst dieser Maschinen ein größeres Resultat erzielen, als 100 Arbeiier einzeln zu Werke brächten. Der einzelne Arbeiter kann nur ein Zehntel des Goldöè erwerben , während mit unserer Maschine man neun Zehntel erhält; sie schützen den Arbeiter au­ßerdem , sich stets im Wasser aufzuhalten, welches die Hauptursache der häufigen Fieber in Californien ist und während der Regenzeit die Fortsetzung der Arbeit hindert. Die Gesellschaft La Fortune besitzt gcaen- wärtig 4 Maschinen mit der Stärke von 100 Mmn, welche täglich 2 Kilo (4 Pfund) Gold geben, eine Ma­schine also . . ...... 6,000 Fr.

Für die 4 Maschinen also täalich . 2t,000 Für die jährl. Arbeitszeit >8Monate 5,709,000 Nach diesen Zahlen konimt auf jede Akrie von 10 Fr. jährlich... 80

Auf jede Aktie von 50 Fr. jährlich 400 ,, Und aus jeden Arbeiter jährlich 70,000

Obgleich diese Resultate außergewöhnlich erscheinen, so kann doch deren Authenticität nicht abgestritten wer­den, da sie sich auf vcrsckicdcne Rapporte des Handels und Ackerbau-Ministers stützen; Uberdicß ist es hinrei­chend , auf die englisch-ca'.iforiiiscken Gesellschaften Um zuweilen , um jeden Unaläubicen zu überreugen So negociiren sich jetzt die Aktien der Gesellschaft dEan- Wheel Bose zu 50 Liv. Sterl. (1250 Fr.) ausaege- ben , an der Börse von London zu 15,500 Fr.; die Aktien der Gesellschaft Snd-Caradan zu 3 L v. Sterl. <123 Fr.) ausgegeben, negociiren sich zu 373» Fr., und diejenigen der Gesellschaft Grest-Consols, aus welche nur 26 Fr. eingeschossen wurden, zu 3275 Fr.

Nach Angabe dieser unserer Erleichterungen werden wir die kühnen Arbeiter citiren, welche vor etwa 18 Monaten nach Californien gereist und nach Frankreich mit einem Vermögen von 400,000 Fr., andere von 600,000 und andere sogar von 800,000 Fr. zurückge­kehrt sind.

Jede Anfrage von Aktien muß mit einem Wechsel auf ein Banquierhaus von Paris an die Ordre von M. G. Thibault, gérant der Gesellschaft La For­tune , 62, nie Faubourg-Poisonnière , begleitet sein.[1010]

L^ Gingedickte Mutterlauge.

Dem Materialisten, Kaufmann Hrn. Konr. Escherich in Kassel haben wir auch für dieses Jahr den Alleinverkauf unserer Mut­terlauge für Kassel und die nächste Umgebung übertragen.

Allendorf a. d. Werra im Juni 1850. [1012] », Avenarius <§ Co.

[1009] Der Boyveansche Nob, von einer großen Anzahl Aerzte jetzt dem Syrup Cui- siniers, Larreys und dem von Sarsaparilla vorgezogen, heilt gründlich und ohne Quecksilber die Haulausschläge, Flechten, Skrofeln, die Folgen der Krätze, Geschwüre, der von Entbindungen in den kritischen Jahren herrüh- renben Leiden und die erbliche Schärfe der Säfte. Als mächtiges Blutreinigungsmittel ist er für die Flüsse der Harnblase und Schwäche der Organe sehr dienlich. Als syphilitisches Gegenmitiel heilt dieser Saft in kurzer Zeit die frischen und hartnäckigen eitrigen Harngang- flüffe, welche immer wiederkehren und Folge der An­wendung von Copaiva, Kubeben oder der Einspritzungen sind, die das Gift nur zurücktreiben, ohne es unwirk­sam zu machen Der Loyv.iRob ist hauptsächlich an­empfohlen gegen frische und eingewurzelte, oder dem Quecksilber und der Verbindung des Kali widerstehende, syphilitische Krankheiten. Dieses Heilmittel, von ange­nehmem Geschmack, leicht und im größten Geheimniß zu nehmen, wird seit mehr als 60 Jahren bei der könig­lichen Marine angewandt, und heilt in kurzer Zeit ven Giunde aus, wenig Kosten verursachend und ohne Furcht des Rückfalls

Der 2iob Lnffcctcnr ist in allen Apotheken Frank­reichs , Belgiens und Hollands zu haben; auch kann derselbe durch die Pharmaceut n von Aachen, Köln, Düsseldorf, Mainz und Stuttgart bezog-n werden; in Bucharest w.nde man sich an £rn. J. A. H.urr; in Co- penhagen an den Doctor I. Jonas, Oestergade 57 ; in Düsseldorf an Hrn Deha.n Carstanjen, Droguisi; in Goslar am Harz an Hrn. J. C Schoke, Droguist ; in Hamburg an Hrn. Gotthelf Boß, 21, Johanmsstraße; in Mühlheim an der Ruhr an ben Setter van den Steinen; in Posen an Hrn. Louis Mirzbach; in Sei­denberg an Hrn V. I Dettler.

Für den en gros:Verlauf belieben sich die Medizi­ner und Apotheker im Norden an die Hauptagenten zu wenden; in Amsterdam an Hrn. Dehaan, 65, Pulver- straße ; in Leipzig an Hrn Dr. Laurentius, 26, Hoh>- straße; in Mainz an Hrn. Dr. Galletre; in Straßburg an Hrn Bär, Apotl eker; in Warschau an Hrn. Schlen­ker, Re;ecunt, 4Mb rjie dés Scnatenis i in St. Pe­tersburg an Hrn. Tipmer, Apvthck.r; in Odessa an

Hrn. Kochler, Apotheker; in Paris an Hrn. Doctor Boyveau-Laffecteur, 12, nie Richer.

Zu einer Kur sind 4 bis 12 Flaschen erforderlich. Die Flasche kostet 3 Thaler 4 fl. 30 kr. C. M. 5 fl. 15 kr. rh. runter zwei Flaschen werden nicht ver­sandt) ; der Betrag ist franco einjufenben.

Bei Bestellungen beliebe man einen Wechs.l nach Sicht an die, welche Niederlagen haben, obir an Hrn. Dr. Laffecteur, 12, rue Richer zu Paris kinzusen- den. Auch kann der Betrag durch preußische Kassen­scheine eingeschickt werden.

Zu vernlietheu:

[1006] In der obern Königsstraße Nr. 162 eine Stube mit Möbeln, sogleich.

Zu verkaufen:

[1007] Ein noch ganz neuer Schneidertisch steht in der Schäfergasse Nr. 914, 2 Treppen hoch, billig zu verkaufen.

[1011] Ein Blasebalg für Feuerarbeiter, 3*/2 Fuß lang, ist in der obern Johnnnisstraße Nr. 237 billig zu verkaufen.

Gesucht:

(983) Eine Aufwärterin Auskunft wird am Kollni- schen Thore Nr. 14*/, ertheilt.

(993) ES kann ein gewcndter junger Mensch eine Stelle als Lehrling in einer Conditorei bekommen. Wo? sagt die Erped. d. Bl.

(994) Ein junger Mensch, welcher Lust hat, daS Ko^'machergeschäft zu erlernen. Wo? sagt die Erped.

[1008] Den Schwätzern zur Nachricht erkläre ich hier­mit, daß ich aus eigenen Mitteln und nicht meine rei­chen Verwandten, die Kosten der Leiche meines Brti- derS bestritten habe. Denjenigen, die sich um meine pekuniären Bcrhällnisse bekümmern, eröffne ich hier­mit, daß ich die Kunst verstehe, ouè gelben Rüben Dukaten zu schneiden.

August Müller, Schreinergesell.

Sommertheatet aufderKaffeemühle

Mittwoch, 3. Juni: Per psarrhcrr. Schauspiel in 5 Akren.

Donnersta?, 6. Juni: Auf Verlangen: Stadt und Land. Lustspiel mit Gesang in 4 Akten.

Freitag, 7. Juni: Pic finrlsfdjülrr. Schauspitl in 5 Akten.

Sonnabend, 8. Juni: Der Pariser Taugenichl». Lusispiel in 4 Akten.

Der Anfang ist um 5 Uhr.

Theater- Repertoire.

Dienstag, 4 Junir Litt Herr und eine DltMc. kusisp. in 1 A. nach Xavier von C. Blum. Hierauf: Tanz. Zum Schluffe: Lin höflicher Mann. Ori­ginal-Lustsp. in 3 A von L. Feldmann.

Donnerstag, 6. Juni: Rosenmüller uni Finke, ober : Abgemacht! Orig.-kullsv. in 3 A. von C. Töpftt

Sonnabend, 8. Juni: Pie Zigeunerin Oper mit Tanz in 3 A. von Kupelwieser. Musik von M. W. Balfe.

Sonntag, 9 Juni: Per Zaubceschlcier. Romoul komisches Feenspiel mit Gesang und Tanz in 3 A. nach Scribe von Told. Musik von Till.

Kassel. Berantwortliche Hcrauägrber : £. Heise u. Dr. Kellner. Druck der Est' ennk'schcv L^uchdruckerei.