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Bekanntmachungen.
Goldminen von Californien.
Sitz der Gesellschaft, COMPAGNIE DE LA SEINE ET DU SACRAMENTO. Aktien ru
18. Rue Mazagran, _ „ „ 10 Franken, an
in Paris. Abfahrt von 100 Arbeitern, aM 15. Mal. poncm
Diese ©efellicbnft, fonfh'tuirt zu einem Kapital von 2,000,000 Franken, in 200,000 Aktien zu 10 Frs. (au porteur) getheilt, wird unter den Auspicien eines Sicherheits-Ausschusses geirrt, der aus folgenden Personen zusammengesetzt ist: Marquis D’ARGENT, Präsident; der Chevalier MAC-SHEEY, 8sscc Präsident; Graf von D1ENNE; Graf D’AGARD und Herr M zALCOR.
LZermittelst eines Einsatzes von 900 Frs. in die Kasse der Comvagnie wird der Arbeiter Aktionär für eme gleiche Summe, und bestreitet die Gesellschaft die Kosten der Ueberkahrt, der Lebensmittel und Wohnung. — Die Benesizien des Unternehmens werden folgendermaßen vertheilt: 40 xCt. für die Arbeiter; 40 pCt. für die Aktionäre und 20 vCr. für die Gestion. — Wegen der Subskriptionen von Aktien und der Arbeiter-Contrakte wende man sich an die Direktion der Compagnie de la Seine et du Sacramento. Paris, 18, rue Mazagran. Alle der Gesellschaft zufließende Gelder werden sofort bei der Banque de France deponnt. — Nota. Die Compagnie wünscht in den verschiedenen Städten Deutschlands rcprä'sentirl zu sein. (Briefe frei.)
(773) Der Boyveairscbe Rob, von einer großen Anzahl Aerzte jetzt dem Syrup gut: srniers, Larrey's und dem von Sarsaparille vorgezoaen, heilt gründlich und ohne Quecksilber die Hautausschläge, Flechten, Skrofeln, die Folgen der Krätze, Geschwüre, der von Entbindungen in den kritischen Jahren herrührenden Leiden, und die erbliche Schärfe der Säfte Als mächtiges Blutreinigungemittel ist er für die Flüsse der Harnblase und Schwäche der Organe sehr dienlich. Als syphilitisches Gegenmittel heilt dieser Saft in kurzer Zeit die frischen und hartnäckigen eitrigen Harngang- fkiisse, welche immer wiederkehren und Folge der Anwendung von Copaiva, Kubeben oder der Einspritzungen sind, die das Gift nur zurücktrciben, ohne es unwirksam zu machen — Der Boyv.-Rob ist hauptsächlich onempfohlen gegen frische und eingewurzelte, oder dem Quecksilber und der Verbindung des Kali widerstehende, syphilitische Krankheiten. Dieses Heilmittel, von angenehmem Geschmack, lercht und im größten Geheimniß zu nehmen, wird seit mehr als 60 Jahren bei der k. Marine angewandt, und heilt in kurzer Zeit von Grunde aus, wenig Kosten verursachend und ohne Furcht des Rückfalls.
Der Rob Lasset teur ist in allen Apotheken Frankreichs, Belgiens und Hollands zu haben; auch kann derselbe durch die Pharmaceuten von Aachen, Köln, Düsseldorf, Mainz und Stuttgart bezogen werden; in Mucharest wende man sich an Hrn I A. Heurr; in Kopenhagen an den Doctor I. Jonas, Oestergade, 57; in Düsseldorf on Hrn. Dehaen Carstanjen, Droguist; in Goslar am Harz an Hrn. I. E. Schoke, Droguist; in Hamburg an Hrn. Gottbelft Voß, 21, Jobannis- straße; in Mühlheim an der Ruhr an den Doctor van den S'einen; in Posen an Hrn Louis Mirzbach; in Seidenberg an Hrn. V. I. Dettler.
Für den en gi os Verkauf beheben sich die Medizi- uer und Apotheker im Norden an die Haupt-Agenten zu wendm: in Amsterdam an Hrn. DeHaan, 06, Pul. verstraße; in Leipzig an Hrn. Dr Laurentius, 26, Hohestraße; in Manz an Hrn. Dr. Gallette; in Straßburg an Hrn. Bar. Apotheker; in Warschau an Hrn. Schlenker, Negotiant, 450, rue des Sénatem s ; in St Petersburg an Hrn. Tipmer, Apotheker; in Odessa au Hrn Köchler, Apotheker; in Paris an Hrn. Dr. Boyveau-Laffecteur, 12, nie Richer.
Zu einer Kur sind 4 bis 12 Flaschen erforderlich. Die Flasche kostet 3 Thaler = 4 fl. 30 fr. E. - M., 5 fl. 15 fr. Rhein (unter zwei Flaschen werden nicht versandt,; der Betrag ist franco einzusenden.
Bei Bestellungen beliebe man einen Wechsel nach Sicht an die, welche Niederlagen haben, oder an Hrn. ü >r. Laffecteur, 12, rue Richei zu Paris einzulenden. Auch kann der Betrag durch preußische Kassenscheine emgeschickt werden.
<so9) Zum bevorstehenden Confirma- tionsfeste erlaube ich mir eine Auswahl goldener Ohrringe, Wosehen, Comers, Padeln, Westenkettchen «., welche das Neueste und Geschmackvollste in diesen Artikeln enthält, bestens zu empfehlen.
./. Eèieberg, Goldarbeiter, Hedwigstraße .V 22, dem „Römischen Kaiser" gegenüber.
Ferdinand Fröhlich, obere Petristr. Nr. 146 in Kassel, bevollmächtigter Agent für Ed. Jchon in Bremen, empfiehlt Auswanderern nach 16ew-York, Baltimore und Yew - Orleans am I und 15. eines jeden Monats schöne Rcisegel aenheiten mit kupferfesten und schnellsegelnden Dreimastern, unter dec Versicherung , jederzeit die allerbilligsten Preise zu stellen, wie sie nur in Bremen zu bedingen sind, und ertheilt gerne weitere Auskunft. [825] [804] c^r- Für Fremde.
Das Etablissement Cafe frangais, dem Hof thecter gegenüber, empfehle ich allen verehrten Reisen- den, insbesondere denj nigen, welche mit den verschiedenen Bahnzügen an dem Tage ihrer Ankunft auch wieder adzureisen gesonnen fin», hinsichtlich seiner komfortablen Einrichtung und der damit verbundenen R - stauralion â la Chane, vorzüglichsten Weinen, Bairi schon Bieren und anderen Getränken, als einen geeigneten Aufenthaltsort ganz ergebenst.
Thiel.
(S30) Täglich frischer Maitrank mit frischen Orangen pr. platte Bouteille 8 Sgr. bei
M. I. Feldstein,
Marställerplatz Nr. 334.
(843) Offene Stelle für einen Agenten.
Ein in großem Maßstabe eingerichtetes neues Auswanderer-Beförderungs-Geschäft wird in Arolsen und in Kassel einen Haupt-Agenten bestellen. Darauf Re- flektirende belieb m ihre Anerbietungen in frankirten Briefen unter der Chiffre J,. W. 843 an die Erped. d. Bl gelangen zu lassen und dabei zugleich anzugeben, ob und w lche Geschäfte sie bereits betreioen und auf wen sie sich wegen ihrer Solidität beziehen können. Dagegen wird dem anzustellenden Agenten auch die nöthige Garantie für die Solidität des Unternehmens gegeben.
Gesucht:
(811) Ein junger angehender Commis, welcher auf einer Landstadt in einem Spezereiwaarengeschäft gelernt und I'/, Jahr in Kassel in einem Spezereiwaarengeschäft gewesen ist, sucht eine Stelle und wünscht baldigst plazirt zu werden Offerten unter dem Buchstaben W. 811 können in der Erped. d. Bl. abgegeben werden.
[845] Ein junger Mann, der in einem Colonial - und Farbewaarengeschäft gelernt hat und gut empfohlen wird, sucht unter bescheidenen Ansprüchen eine Stelle als Commis. Gefällige Anfragen bittet man an die Exped. d. Bl unter der Chiffer ^. 68.846 zu richten. (822) In einer hiesigen Handlung ein junaer Mensch als Lehrling Näheres in der Erped. d. Bl.
(Ml / Ein junger Mensch, der die Schreiner - Profession erlernen will, findet einen Lehrmeist.r, Bellevuestraße Nr. 14.
Zu verkaufen:
[844] Eine große dreiflügelige Glasthür v n Eichenholz, sowie ein halbrundes Glasfenster, untere Johan uisstraße d!c. 364 parterre.
Zu vermicthsu :
(SOG) Eine freundliche Wohnung, bestehend aus Stube und Kabiner mit Möbeln, in einer der frequentesten Straßen der Stadt. Näheres in der Erped. d Bl
(819) Vor der Schlacht Nr 404 mehrere Stuben mit Möbeln, auf Verlangen auch Kost.
[845] Die von Professor Friedrich Fröbel geschaffenen Kindergärten ^Anstalten zur Erweckung und Pflege der geistigen und körperlichen Kräfte im ersten Kindesalter durch angemessene, lehrreiche Beschäftigungen) haben in vielen Städten Deutschlands schon mit segensreichem Erfolge gewukt und sind in neuester Zeit durch den ausgezeichneten Pädagogen Diestcrwcg angelegentlich empfohlen worden.
In der Ueberzeugung, daß ein Kindergarten auch hier nicht ohne heilsamen Erfolg sein würde, hat ein Verein hiesiger Frauen beschlossen, einen solchen ins Leben zu rufen.
Derselbe wird vom 13. d. M. an im Hause des Hrn. Habich (untere Königsstr. 932) eröffnet. Die unterzeichneten Frauen nehmen Anmeldungen zur Theilnahme von Kindern zwischen 3 und 7 Jahren entgegen und finb bereit, Jeden, der sich für die Sache intcrcssirt, nähere Auskunft zu ertheilen.
Kassel, am 8. Mai 18'0
I. Schwarzenberg, Weserthor 19. E. Seidler, Königsthor 22. M. Goldschmidt, Friedrichsplatz 199 E. Eggena, Königèstr. 189.
J. C J. Kaabé # Comp.
in Kassel, Steinweg JV? 190
Anflnttcr Calcmatt n - Erzahlungcu eines F r e ig e w o rd e n c n.
Preis 10 Sgr.
Diese Schrift, welche die Belagerung der Festung Rastalt und deren Uebergabe an die Preußen zum Gegenstände hat, und die Ursachen und Folgen dieses Ereignisses entwickelt, ist ein Beitrag zur Geschichte der lktztoergangenen Zeit. — In lndenschaftsfieier, ruhiger Sprache werden die Thatsachen ungeschminkt erzählt und mit der Wahrheit wird noch die Annehmlichkeit für den Leser verbunden, daß die Anordnung und Auffassung des Ganzen künstlerisch gerahmt, mehr den Eindruck einer gefälligen Erzählung als eines trodpnen Geschichtswerkes macht. — Die Ereignisse von .Rastatt, einzig dastehend in der deutschen Geschichte, dürften wohl Interesse genug in sich fassen, um die Empfehlung dieser Schrift, der einzigen, die bis jetzt über diesen Geschichtsabschnitt erschienen, h.nläng- lich zu rechifectigen. [824]
Sommerthcnter aufdorKaffeemühle.
Mittwoch den 15 Mai 1850.
Erste Abonnementsvorstellung.
Zum Erstenmale:
P c r Heiter.
Lustspiel in 3 Akten, von Benedix.
Hierauf:
Zum Erstenmale : Per politische A o ch.
Lustspiel in 2 Akten, von Putlitz.
Anfang 4 Uhr Nachmittags.
Um den geehrten Abonnenten einen größeren Vortheil zu gewähren, ist der Kassenpreis des ersten Ranges auf 7 Sgr 6 Hlr. festgesetzt. Bis zur ersten Vorstellung sind fortwährend Abennementsbillets, 40 Stück auf den ersten Rang 5 3Mt., 40 Stück auf den zweiten Rang 3 2hlr 10 Sgr , bei Herrn Ehriginny im ,,Deutschen Hof" (Herrn Ahlborn) zu
A. Obslfeldcr, (833) koncessionirter Schauspieldireklor.
Kassel. — Berantworlllche Herausgeber: H. Heise u. Dr. Kellner. — Truck der C st i e u u e' schcn Duchdiuckerei.