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Genialität erwiesen. Die Feuilletons dieser reichen Lumpen sind wahr- bafti'g schlechter alS die Lumpen, woraus das Papier ihrer Zeitungen fabrizirl werden; sie reiten jetzt alle stolz auf Tendenzromanen, wie leicht zu denken; z. B. erweisen sie die Verworfenheit der 1792ßer Republik, aber mit einer gräulichen Geschmacklosigkeit.

Rußland.

Kalisch» 26-März. Die plötzliche Ankunft deS ungarischen Grasen Zichy in Warschau erregt hier sehr großes Aufsehen. Derselbe war bekanntlich während der russischen Intervention in Ungarn der russi. scheu Armee als Kriegskommissarius vom Kaiser von Oesterreich beigege­ben worden, in welcher Eigenschaft er sich so dienstbeflissen bewährt hat, daß er vom Kaiser von Rußland mit einem Orden dekorirt worden ist. Bei den gegenwärtig häufiger denn je koursirenden kriegerischen Gerüchten heißt es hier, daß Graf Zichy nur deshalb in Warschau erschienen ist, um bei einem bevorstehenden abermaligen Einmärsche der Russen in Oesterreich als Kommissarius an der Seite deö Fürsten von Warschau zu fungiren. Die Truppen-Konzentrationen im Königreich Polen sind außer allem Zweifel. Fast in jeder Stadt von nur geringer Bedeutung steht mindestens ein General-Major, welcher eine Infanterie- oder

Kvvallerie-Brigade kommandirt. An den Gränzpunkten, wie in OlkuSz, Czenstochau, Kalisch und Johanniöburg sind die Truppen zum Theil schon vermehrt worden, zum Theil aber, wie z. B. hier, wird eine solche Vermehrung noch erwartet. Die Kommandirenden deö 1., 2. und 3. ZnfanteriecorpS, die General-Lieutenants SieverS, Labinzow (an Kupria- now'S Stelle) und Rüdiger befinden sich in Warschau. Die bei Lowitsch concentrirten Streitkräfte kommandirt der aus dem ungarischen Feld­zuge durch die Einnahme von MankacS bekannte Generallieutenant KarlowicS. Die häufigen Truppenbewegungen und die rastlose Geschäf­tigkeit, welche in dem großen Feldlager Polens herrscht, deuten auf nahe bevorstehende große Ereignisse, aber Niemand weiß hier, nach welcher Richtung sich das Gewitter entladen wird.

(Abd. Post.) Briefe derTimes" bestätigen die Nachrichten von der großen Thätigkeit, welche gegenwärtig in den russischen Kriegs­häfen, und namentlich in Sebastopel herrscht. Die russische Flotte ward auf den Kriegsfuß gebracht, und die in den Werften beschäftig­ten Arbeiter sind Tag und Nacht in Thätigkeit. In Folge des Auf­rufs an die griechischen Matrosen, hat eine große Zahl derselben von den Inseln des Archipels auf zwei Jahre Dienste in der russischen Flotte unter sehr vortheilhaften Bedingungen genommen.

Bekanntmachungen.

[531] Eine dienstmäßige Büchse nebst Hirschfänger und Lederzeug ist in der mitiein Johannisstraße Nr. 733, dritte Etage, zu verkaufen.

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Gesucht:

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[574] Z ll verkaufe«:

Ein einspänniger Wagen, in gutem Zustand befind­lich, und ein Pferd nebst Geschirr. Wo? sagt die Ex­pedition d. Bl.

(580) Eine Cylinderuhr mit Sekundenzeiger und Gold­rand, sowie eine Ziehharmonika mit Trompetenmusik. Näheres in der Erpebilwn d. Bl.

(584) In der bern Johannisstraße Nr. 778, 3 Trep­pen hoch, Stube und Kabinet mit Möbeln.

(576) Aus einer der größten Schirmfabriken habe ich ein Co mm MA ions-Jj tiger der neuesten diesjährigen Sonnenschirme erhalten und bin dadurch in den Stand gesetzt, solche zu sehr billigen Preisen abgeben zu können.

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(>82) Frische Bückinge, das Dutzend zu 6 Sgr., empfehlen

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(587) Sämmiliche in hiesigen Schulen eingeführten Lehrbücher sind vorräihig in

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Es können noch einige Drucker Beschäftigung finden in der Tapetenfabrik von

A. Sporer & Comp,

(592) Gestern Abend wurde im Ha­tt u sch 'schen Saale dahier zum ersten Male aufgeführt:

Die traveftirte Geburtstags-Feier.

Gedicht von Niemeyer, Musik von Spohr.

Das Publikum war außer sich vor Ent­zücken über die gelungene Huffiib - rung. _______________________

[586] q^- Wüt 14 6 illumiN irten, höchst interessanten Tafeln hat nach­stehendes ganz außerordentliches Werk nun die Presse verlassen und kann auf feste Bestellung bezogen werden durch I. C J. Raabe & Comp. in Kassel, Steinweg Nr. 190.

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[535] In Kassel in der MessncrWn Buchhand­lung, Marburg bei Elwert, Fulda in der M üller'schen Buchhandlung, Göttingen bei Diet­rich ist zu haben:

Die für Jedermann empfehlenöwerthe Schrift:

Die Kunst, ein vorzügliches Gedächtniß zu erlangen, auf Wahrheit, Erfahrung und Ver­nunft begründet. Zum Besten aller Stände und aller Leb e nsa lter, herausgegeben von Dr. L. Hartenbach. 6te Aufl. Preis 10 Sgr. oder 36 kr.

Zur Erklärung der f r e m d e n W ö r t e r ist zu empfehlen und in obiger Buchhandlung zu haben: Sammlung,' Erklärung und Rechtschreibung

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( 6000 ) fremden Wörtern, welche in der Umgangssprache, in Zei­tungen täglich vorkommen, um solche richtig zu verstehen und auszusprechen.

Von Dr. und Rector Wiedemann. lOte Aufl. Preis 12^- Sgr. oder 45 kr.

Selbst der Herr Professor Petri hat dieses Buch, wovon binnen Kurzem 13000 Exemplare abgesetzt wur­den, als sehr brauchbar empfohlen. Es enthält die Rechtschreibung urb richtige Aussprache der in Zeitun­gen oft verkommenden Fremdwörter, deren Sinn man häufig nicht verstehet, die man so oft unrichtig auffaßt und selbst unrichtig ausspricht.

Musikalische Unterhaltung.

Sonntag, den 7. April, zum letzten Male auf dem Ost heim'schen Felsenkeller (s. g. Kaffeemühle), wozu ergebenst einlaben

die bekannten Sänger. Anfang halb 3 Uhr.

Wir erlauben uns, ebenfalls auf diese musikalische Unterhaltung aufmerksam zu machen und den Herren Gülpen, Schneider & Becker, welche so Viel für die Flüchtlinge gethan haben, den besten Er­folg zu wünschen. Mehrere Dcinokratcn.

Für die deutschen Flüchtlinge in England ist bei der Erped. d. Bl. eingegangen:

$blr. Eg. ft.

Uebertcag: 14 20 -

Ertrag der Abendunterhaltung der Her­ren Gülpen, Schneider u. Pecher 27 17 2

Pie Lrpedilion der , Hornisse".

Kassel. Verantwortliche Hera iSgcber: H. Heise u. Dr Kellner. Druck der Estienne'schen Buchdruckerei.